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Die Freiwillige Feuerwehr Obersulm Abteilung Sülzbach unterwegs auf dem Canal de la Marne au Rhin

Obersulmvon Sebastian Gall, Feuerwehr Obersulm

End­lich mal wieder war es möglich zu einem kleinen Aus­flug auf­zu­bre­chen. Aber nicht mit dem Bus, dem Zug oder gar dem Flug­zeug, son­dern mit dem Haus­boot.
Zwei Boote wurden gechar­tert um einen Teil des über 300 km langen Kanals, der die Was­ser­strassen des Sei­ne­be­ckens mit denen des Rhein­tals ver­bindet, zu erkunden.

Nachdem das Gepäck und die Bord­ver­pfle­gung ver­staut, war ging es im Elsässi­schen Hesse los Rich­tung Nancy in Loth­ringen. Und diese künst­lich ange­legte Was­ser­straße sollte uns einige Sehenswürdig­keiten bieten. Nach rund 20 km erfolgte die Ein­fahrt in die beein­dru­ckende Schleuse von Réchi­court. Über 15 Höhen­meter ging es nach unten. Diese Schleuse ersetzt 6 ehe­ma­lige Schleusen, die auf rund 2.400 m Kanallänge einst diesen Höhen­un­ter­schied aus­glei­chen mussten.

Nachdem einige Kame­raden ihre Fahr- und Manöverierfähig­keiten unter Beweis stellten, war es an der Zeit sich der Bord­ku­li­narik zu widmen. Michael und Bern­hard waren die Smutjes, die mit ihrer klas­si­schen Haus­manns­kost, die Mann­schaft verwöhnten. Nachdem am nächsten Morgen die Scheiben der Boote vom Eis befreit waren, ging es weiter durch die herr­liche Land­schaft des loth­rin­gi­schen Hoch­pla­teaus. Die male­ri­schen Dörfer und Städtchen, wie Lag­arde oder Ein­ville, boten Möglich­keiten zur Besich­ti­gung und um sich mit fri­schen Bugetts und Crois­sants zu ver­sorgen.
Inter­es­sant war für uns auch, dass es in Dom­basle-Sur-Meurthe ein Che­mie­werk gibt, dass wir auch in Bad Wimpfen finden, nämlich Solvay. Dort stehen die größten Kalk­brennöfen der Welt.

Nach 16 Schleusen, die wir zumeist mit­tels Fern­be­die­nung selbst steuern konnten, erreichten wir dann unseren Wen­de­punkt am kleinen Dörfchen Crévic. Auch bei der Rückfahrt staunten wir immer wieder, über die tech­ni­schen und hand­werk­li­chen Raf­fi­nessen dieses 1853 erbauten Meis­ter­werks, der Inge­nieurs- und Bau­kunst dieser Was­ser­straße, die heute wei­test­ge­hend für tou­ris­ti­sche Zwecke genutzt wird. Den letzten Abend run­deten wir mit einer Wein­probe ab, wobei auch schon wieder Pläne für ein neues kleines Aben­teuer geschmiedet wurden.