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"Das packt keine normale Wasserversorgung"

Löwensteinvon Redaktion HSt

Warum gab es zu wenig Wasser beim Löschein­satz in Löwen­stein? Darüber sprach Carsten Friese mit Kreis­brand­meister Uwe Vogel.

Bürger kri­ti­sieren, dass zu wenig Wasser aus den Feu­er­wehr­schläuchen kam. Was war das Pro­blem?

Uwe Vogel: Das Sze­nario, das der Gesetz­geber vor­gibt, reicht bei einem sol­chen Brand mit vier Häusern nicht aus. Was­ser­sam­melbehälter mit meh­reren 100 Kubik­me­tern Löschwasser waren den gesetz­li­chen Vor­gaben ent­spre­chend vor­handen, der Löschwas­ser­ein­satz hat sich aber dra­ma­tisch erhöht. Da sind wir an die Grenzen gekommen.

Sie mussten Nach­schub anfor­dern.

Vogel: Wir haben was­serführende Fahr­zeuge aus Neckar­sulm und Heil­bronn ange­for­dert, Was­ser­tanks von Land­wirten genutzt und eine rund zwei Kilo­meter lange Lei­tung vom alten Freibad in die Orts­mitte gelegt.

Wie viel Wasser wurde ein­ge­setzt?

Vogel: In Spit­zen­zeiten waren es sicher 5000 Liter pro Minute. Das packt keine nor­male Was­ser­ver­sor­gung in einer Gemeinde.

Der feh­lende Abstand zwi­schen den Gebäuden hat es dem Feuer leicht gemacht, über­zu­greifen.

Vogel: Es ist ein weit ver­brei­tetes Pro­blem in his­to­risch gewach­senen Orts­teilen im Land­kreis. Tun kann man dagegen nichts.

Wie viele Kräfte müssen hier in der Nacht Brand­wache halten?

Vogel: Es sind so viele Dinge, die sich noch entzünden können. Etwa 20 Feu­er­wehrkräfte sollten es mit ent­spre­chener Ausrüstung sein.