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Brände richten sich nicht nach Dienstplänen

Eppingenvon Redaktion HSt

Erst­mals hat die örtliche Feu­er­wehr im Namen ihres Bun­des­ver­bands den Ehren­titel "Partner der Feu­er­wehr" an ein Eppinger Unter­nehmen ver­geben. Das Kraichgau Raiff­eisen Zen­trum zeige sich beson­ders verständnis­voll, wenn ein Mit­ar­beiter während der Arbeits­zeit zum Ein­satz abkom­man­diert werde, sagte Kom­man­dant Martin Kuh­mann.

Er übergab die Aus­zeich­nung am Sonntag bei der 110-Jahr-Feier des Genos­sen­schafts­un­ter­neh­mens an die Geschäftsführer Her­bert Meixner und Jürgen Freu­den­berger. Mit Thomas Blösch, Jürgen Doll, Thorsten Lang, Flo­rian Gänsbauer, Klaus Bentz, Markus Ott und Gabriel Rebel beschäftigt das Kraichgau Raiff­eisen Zen­trum gleich sieben Feu­er­wehr­leute − laut Wehr ist das die höchste Quote aller Betriebe in der Fach­werk­stadt.

Wenn der Alarm­melder los­geht, bleibt schon mal Arbeit liegen. Dass die Arbeit­geber da mit­spielen, sei "nicht mehr selbst­verständlich", betonte Kuh­mann. Mehr als 1,1 Mil­lionen Ein­satzkräfte proben regelmäßig den Spagat zwi­schen Job und Ehrenamt. Dabei, so Kuh­mann, "bekommen immer mehr mas­siven Druck von Seiten der Arbeit­geber, wenn sie für einen anste­henden Ein­satz ihren Arbeits­platz ver­lassen".

Umso bemer­kens­werter sei die Hal­tung des Raiff­eisen Zen­trums, das wirt­schaft­liche Nach­teile hin­nehme, um die Truppe zu unterstützen. Auch wenn es darum geht, Mate­rial etwa für Faschingsumzüge bei­zu­steuern oder die Ver­eine ander­weitig zu unterstützen, sei auf die Firma Ver­lass.

Bild: Ehrung (von links): Kreis­feu­er­wehr­chef Rein­hold Gall, Her­bert Meixner, Jürgen Freu­den­berger, OB Klaus Holaschke und Martin Kuh­mann.Foto: Alex­ander Het­tich