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Aufklärung in gemütlicher Atmosphäre

Schwaigernvon Stefanie Pfäffle, HSt

Es sieht irgendwie langsam aus, was die Nach­wuchs­flo­ri­ansjünger da ver­an­stalten. "Es ist wichtig, dass die Jugend­li­chen nicht rennen, um Unfälle zu ver­meiden", erklärt Schwai­gerns Jugend­leiter Michael Wagen­blast. In der Ruhe liegt die Kraft, denn obwohl nie­mand hastet, hat die Gruppe in kürzester Zeit die Schläuche aus­ge­rollt und ver­bunden. Jetzt heißt es: "Wasser marsch." Der Lösch­an­griff wird erfolg­reich demons­triert. Das ist nur eine der Vorführungen beim Tag der offenen Tür der Feu­er­wehr Schwai­gern.

Demons­tra­tion Jedes Jahr wieder lädt die Abtei­lung die Bevölke­rung in ihr Feu­er­wehr­haus ein. "Die Leute sollen sehen, was mit dem ganzen Geld pas­siert, in welche Ausrüstung und Fahr­zeuge es inves­tiert wird", meint Abtei­lungs­kom­man­dant Uwe Schlund. Da gibt es etwa das erst im ver­gan­genen Jahr neu hin­zu­ge­kom­mene Hil­fe­leis­tungslöschfahr­zeug, das Löschgrup­pen­fahr­zeug oder der Schlauch­wagen mit 1000 Metern Schlauchlänge. "Die haben wir in den letzten Jahren schon einige Male gebraucht." 2010 glückli­cher­weise noch nicht.

Über­haupt freuen sich die 59 Feu­er­wehrmänner und -frauen über ein bisher unspek­takuläres, ereig­nis­armes Jahr. "Davon hatten wir in der Ver­gan­gen­heit genug, da ist uns ein Nor­mal­jahr lieber."

Wie eine Fett­ex­plo­sion gelöscht wird, zeigt die Wehr. Oder wie ein Baum ent­fernt wird, der auf ein Auto gestürzt ist. Viel­leicht stutzt der eine oder andere auch beim Thema Rauch­melder. Dafür will man wie in jedem Jahr sen­si­bi­li­sieren. "Die Geräte warnen Leute vor dem tödli­chen Brand­rauch", erklärt Schlund. In Baden-Württem­berg ist das Anbringen im Gegen­satz zu anderen Bun­desländern noch keine Pflicht. Dabei könnten die Rauch­melder auf ein­fache und auch auf günstige Weise Leben retten. "Rauch­melder gibt es in jedem Elek­tro­fach­handel oder Bau­markt, manchmal sogar beim Dis­counter."

Sen­soren Als Min­dest­schutz gelten Rauch­melder in der Mitte des Hauses oder der Woh­nung, also etwa im Flur und im Keller. Optimal ist ein Sensor in jedem Raum. "Von der Küche würde ich aller­dings abraten, da gibt es ständig Dämpfe und dann schlägt der bei jedem Pfann­ku­chen Alarm."

Eine Leucht­diode sendet in kurzen Abständen einen Licht­strahl aus. Wird der durch Rauch unter­bro­chen, wird es schnell laut. Das ist wichtig, denn für die Ein­satzkräfte gilt als Leit­regel: 17 Minuten nach dem Aus­bruch des Feuers kann man noch reani­mieren, danach wird es schwierig.

Bild 1: Lösch­an­griff der Jugend­feu­er­wehr­Bild 2: immer wieder beein­dru­ckend, eine Fett­ex­plo­si­on­Bild 3: tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung­Bild 4: his­to­ri­sche Löschübung

Fotos: Feu­er­wehr Schwai­gern