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Auf dem Weg zum aktiven Feuerwehrmann

Eppingenvon Nicole Theuer, HSt

Erwar­tungs­voll hören 14 Feu­er­wehrschüler, dar­unter zwei Frauen, den Ausführungen von Stadt­kom­man­dant Martin Kuh­mann zu. Die jungen Leute haben sich zwar in den ver­schie­denen Jugend­feu­er­wehr­ab­tei­lungen schon ihre ersten Sporen ver­dient, doch nach der Über­nahme in den aktiven Dienst sind sie Frisch­linge, die mit der Aus­bil­dung zum Trupp­mann den ersten Schritt in Rich­tung Einsätze unter­nehmen.

Frisch­linge "Bei dieser 80 Stunden umfas­senden Aus­bil­dung ver­mit­teln wir den jungen Leuten die Grund­kennt­nisse in Sachen Löschen und tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung", erklärt Kuh­mann, der mit einem aus 14 Wehrmännern bestehenden Team den Nach­wuchs aus­bildet. Der Trupp­mann­aus­bil­dung, die auch einen auf die Bedürfnisse der Feu­er­wehr abge­stimmten Rot-Kreuz-Kurs beinhaltet, schließt sich die Aus­bil­dung am Sprech­funk an. "Erst wenn die jungen Men­schen diese Aus­bil­dung absol­viert haben, dürfen sie mit zu den Einsätzen."

Fünf auf­ein­ander auf­bau­ende Lehrgänge bieten die Eppinger im Jahr an. Das sind außerdem die Aus­bil­dung zum Truppführer, ein­fache tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung und die Aus­bil­dung zum Maschi­nisten für Löschfahr­zeuge.

Zwei, die am Anfang ihrer Lauf­bahn bei der Feu­er­wehr stehen, sind Steffen Groß und Mat­thias Hil­den­brand. "Men­schen zu helfen und für das Wohl der Mitbürger zu sorgen", nennt Hil­den­brand seine Moti­va­tion, mit 13 Jahren in die Jugend­feu­er­wehr von Rohr­bach ein­ge­treten zu sein. "Ich helfe gerne frei­willig, des­halb hat mich die Jugend­feu­er­wehr schon damals gereizt." Der ange­hende Stu­dent für Public Manage­ment bei der Stadt Eppingen würde sich "natürlich freuen, wenn ich die Kennt­nisse, die ich mir jetzt in der Theorie aneigne, irgend­wann mal anwenden kann: Aber Men­schen­leben sollten keine in Gefahr sein." "Für mich war gleich nach der Über­nahme in den aktiven Dienst klar, dass ich wei­tere Aus­bil­dungen machen werde", erzählt Steffen Groß. "Das sind die Grund­steine, auf die wir auf­bauen können, danach wollen wir auf jeden Fall noch die Aus­bil­dung zum Atem­schutzträger machen."

Aktive "Tagsüber können wir leider nicht zu Einsätzen", bedauern die Teen­ager. Groß absol­viert eine Aus­bil­dung zum Land­schaftsgärtner in Zuzen­hausen, Hil­den­brand geht noch zur Schule. "Gott sei Dank haben wir aber keine Pro­bleme mit den Arbeit­ge­bern der Aktiven", freut sich Kuh­mann. "Wir achten darauf schon bei der Alar­mie­rung und holen die Aktiven, die nicht bei der Stadt beschäftigt sind, nicht zu klei­neren Einsätzen."

Bild: Stadt­kom­man­dant Martin Kuh­mann erklärt den Umgang mit einem Strom­ag­gregat. (Foto: Franz Theuer)