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Antenne für digitalen Behördenfunk

Bad Rappenauvon Ulrike Plapp-Schirmer, HSt

Bau­herr ist das Innen­mi­nis­te­rium des Landes Baden-Württem­berg. Die Netz­pla­nung läuft übers Regie­rungspäsidium in Stutt­gart. Nutznießer sind die Polizei, die Feu­er­wehr und die Ret­tungs­dienste. Damit deren Kom­mu­ni­ka­tion lückenlos funk­tio­niert, baut der Bund bis 2012 ein flächen­de­ckendes Digi­tal­funk­netz auf.

Einen not­wen­digen Antennen-Standort haben Experten im Orts­teil Ober­gim­pern aus­ge­macht. Am Orts­aus­gang Rich­tung Wagen­ba­cher Hof sollen ein 40 Meter hoher Stahl­be­ton­mast sowie ein Betriebs­con­tainer gebaut werden. Die bereits bestehende Anten­nen­an­lage bei der Eier­farm von Klaus Riehle soll abge­baut und auf dem geplanten Masten mit­in­stal­liert werden.

Kein Veto

Dem Tech­ni­schen Aus­schuss war die Pla­nung am Don­ners­tag­abend zur Kenntnis vor­ge­legt worden. Bau­recht­lich haben Stadt­ver­wal­tung und Gemein­derat keine Möglich­keit, ein Veto ein­zu­legen: Das Vor­haben dient öffent­li­chen Belangen, die Erschließung ist gesi­chert, die vor­ge­schrie­bene Ent­fer­nung zur Wohn­be­bauung Ober­gim­pern und Wagen­ba­cher Hof wird ein­ge­halten. Bau­amts­mit­ar­beiter Julius Her­mann ver­tei­digte die Höhe des Anten­nen­mas­tens: Diese sei not­wendig, um auch den Stadt­teil Wol­len­berg zu ver­sorgen. Auf einen bestehenden Masten könne die neue Antenne daher nicht mit drauf. Pro­test gab es von CDU-Stadtrat Thomas Steeb: Er warf der Ver­wal­tung vor, nicht recht­zeitig das Gespräch mit den Ober­gim­per­nern gesucht zu haben. "Der Masten hat die gleiche Höhe wie der Turm der katho­li­schen Kirche", sagte er.

Alter­na­tive

Steeb sprach sich nicht grundsätzlich gegen den Masten aus, ver­langte aber, dass ein Alter­na­tiv­standort geprüft werden soll: zum Bei­spiel beim Hochbehälter des Was­ser­zweck­ver­bandes zirka 300 Meter Luft­linie vom augen­blick­lich vor­ge­se­henen Standort ent­fernt. Oberbürger­meister Hans Heri­bert Blättgen sicherte Steeb zu, das Gespräch mit den Pla­nern dahin­ge­hend zu suchen.

Feu­er­wehr und Polizei, meint Ord­nungs­amts­leiter Roland Deutsch­mann, würde auf den digi­talen Funk warten. "In der Erreich­bar­keit und in der Datenüber­mitt­lung soll der digi­tale Funk Ver­bes­se­rungen bringen", sagte er.

Bild: Bei der Eier­farm am Wald­rand von Ober­gim­pern (hinten) will das Land einen 40 Meter hohen Beton­masten für den digi­talen Behörden­funk bauen. Der Tech­ni­sche Aus­schuss der Stadt sieht noch wei­teren Klärungs­be­darf. (Foto: Ulrike Plapp-Schirmer)