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47-Jähriger stirbt bei Brand in Weinsberg

Weinsbergvon Jürgen Kümmerle, HSt

Bei einem Wohn­haus­brand im Weins­berger Teilort Gell­mers­bach ist am frühen Sams­tag­morgen ein 47-jähriger Mann in den Flammen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Feu­er­wehr trafen die ersten Löschein­heiten um 5.31 Uhr ein. Der Dach­stuhl des Wohn­hauses stand kom­plett im Voll­brand, sagte Lajosch Mik­losch, Kom­man­dant der Weins­berger Feu­er­wehr.

Über Balkon geflüchtet

Fünf Per­sonen konnten aus dem bren­nenden Gebäude gerettet werden. Ein Nachbar berich­tete, dass Haus­be­wohner über den Balkon vor den Flammen geflüchtet seien. Der 47-Jährige wurde jedoch ver­misst.

Laut Poli­zei­be­richt konnte die Feu­er­wehr um 6.40 Uhr den Tod des Mannes bestätigen. Die Ein­satzkräfte hatten ihn im Haus gefunden. Der Brand ist zu diesem Zeit­punkt schon weit vor­ge­schritten gewesen, sagte Kreis­brand­meister Uwe Vogel, der am Sams­tag­morgen in Gell­mers­bach vor Ort war. Tra­gende Teile im Gebäude seien bereits stark beschädigt gewesen. Dadurch sei der Zugang ins Gebäude für die Ein­satzkräfte erschwert worden. Der Tote wurde an der Stelle gefunden, wo es am stärksten gebrannt hat, sagte Vogel.

Die Bran­du­ra­sche ist bis­lang noch unklar. Der Sohn der im Dach­ge­schosse lebenden Familie berich­tete einer Anwoh­nerin, dass ein Fern­sehgerät gebrannt hätte. Dichter Rauch soll sich dar­aufhin vom Wohn­zimmer des Dach­ge­schosses auf das Gebäude­innere aus­ge­breitet haben.

Ent­setzen und Trauer

Unter den Nach­barn und Bürgern in Gell­mers­bach herrscht Ent­setzen und Trauer. Wenn man nebenan das Blau­licht sieht und die Sirenen hört, ist das schon schreck­lich, sagte eine Anwoh­nerin.

Ins­ge­samt waren 95 Feu­er­wehr­leute aus Weins­berg und Heil­bronn mit 17 Fahr­zeugen im Ein­satz. Kreis­brand­meister Vogel stufte das Unglück als Großbrand ein. Eben­falls vor Ort waren 19 Ret­tungskräfte des Deut­schen Roten Kreuzes.

Unter­kunft

Nach Aus­kunft eines Mit­ar­bei­ters der Stadt Weins­berg wohnen die Eigentümer des Hauses nach dem Brand bei Fami­li­en­angehörigen. Die Familie aus dem Ober­ge­schoss wohnt vorüber­ge­hend im Pfarr­haus, sagte der Gell­mers­ba­cher Pfarrer Fried­rich Vogt, der eben­falls am Brandort war.

Der Sach­schaden liegt bei rund 200.000 Euro. Ein Brand­sach­verständiger wird zur Ermitt­lung der Ursache ein­ge­setzt.

Foto: Mario Berger, HSt