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2009 brachte das komplette Szenario des ehrenamtlichen Einsatzes

Güglingenvon Andreas Conz, Feuerwehr Güglingen

Feu­er­wehr-Haupt­ver­samm­lung in Güglingen:2009 brachte das kom­plette Sze­nario des ehren­amt­li­chen Ein­satzes

„Wir bli­cken auf ein sehr bewegtes und aktives Jahr zurück“. Mit diesen Worten eröffnete Kom­man­dant Bernd Neu­bauer die Jah­res­haupt­ver­samm­lung der Gesamt-Feu­er­wehr Güglingen mit ihren Abtei­lungen Frau­en­zim­mern und Eibens­bach. Bei seinem Report über die zurücklie­genden 12 Monate wurde deut­lich, dass die 91 aktiven Wehrmänner in den drei Abtei­lungen bei 19 Einsätzen das kom­plette Sze­nario des ehren­amt­li­chen Ein­satzes „erleben“ durften. Bei 6 Brand­einsätzen, 6 Kleinbränden, 5 Tech­ni­schen Hil­fe­leis­tungen und einem Fehl­alarm stellte Neu­bauer den Großbrand im Dach­stuhl eines Dop­pel­hauses ins Zen­trum seiner Ausführungen. „Da standen wir vor einer schwie­rigen und dra­ma­ti­schen Auf­gabe“, reka­pi­tu­lierte er diesen Ein­satz, bei dem alle drei Abtei­lungen samt den Kame­raden aus Bra­cken­heim mit ihrer Dreh­leiter bis zur Erschöpfungs­grenze gefor­dert waren.

Zwei zerstörte Gebäude waren zu beklagen aber keine Per­so­nenschäden, „sogar einen Hamster haben gerettet“, kom­men­tierte Neu­bauer diesen Ein­satz.

Sehr guter Aus­bil­dungs­stand

Mit 75 Diensten – 15 mehr als 2008 – wurden die Feu­er­wehr­ka­me­raden auf ihre Einsätze vor­be­reitet. 14 Kata­stro­phen­schutz­dienste, 2 Besuche auf der Atem­schutz-Strecke, der Hauptübung in Eibens­bach, Bege­hung von neuen Indus­trie­bauten und ver­schie­denen Bespre­chungen haben die Flo­ri­ansjünger rund 3.600 Ein­satz­stunden bewältigt. Wei­tere 28 Ter­mine hat der Kom­man­dant „kraft Amtes“ besucht, führt aber darüber kein beson­deres Stun­den­buch.

Das Spek­trum der Aus­bil­dung war vielfältig. Lehrgänge für Maschi­nisten, Funker, Trupp-, Gruppen- und Zugführer, Gerätewart und 2 LKW-Führer­scheine für den Feu­er­wehr-Fuhr­park wurden absol­viert.

Per­so­nal­sorgen

Sorgen macht sich Neu­bauer um den Per­so­nal­stand. Die Güglinger Abtei­lung ist mit 42 Aktiven rund 18 Mann unter Sollstärke. In Frau­en­zim­mern fehlt bei 26 Mann einer zur Sollstärke, in Eibens­bach (23) deren 4. „Wir müssen 2010 unsere Mit­glie­der­wer­bung verstärken“, ist eine der Ziel­set­zungen für den Kom­man­danten.

Zusammen mit der Alters-Abtei­lung (22) und der Jugend­feu­er­wehr (24 Mädchen und Jungen) zählt die Güglinger Wehr aktuell 137 Mit­glieder.

Aus­blick 2010

Die Einführung der digi­talen Alar­mie­rung Ende März, die Kon­trolle neuer Ein­satzpläne, die neue Alarm- und Ausrückord­nung, der Risiko- und Bedarfs­plan samt Aus­bil­dungs­plan sowie die Gerätean­schaf­fung für die Abtei­lung Frau­en­zim­mern und nicht zuletzt das 10-jährige Bestehen der Jugend­feu­er­wehr, das man zusammen mit dem Nach­wuchs von Pfaf­fen­hofen feiern und würdigen will, stellen die Her­aus­for­de­rungen für 2010 dar. „Wir brau­chen eine posi­tive Ein­stel­lung, denn nur mit­ein­ander errei­chen wir etwas ent­spre­chend unserem frei­wil­ligen Auf­trag“, schloss Neu­bauer seinen Report ab und dankte allen Feu­er­wehr­angehörigen. Nicht zuletzt gab es Lob für den Bürger­meister samt Gemein­derat und die Stadt­ver­wal­tung, die in wirt­schaft­lich schwie­rigen Zeiten zwi­schen Not­wen­digem um Wünschens­wertem unter­scheiden müsse und dabei die Belange der Feu­er­wehr nicht außer Acht lasse.

Jugend­feu­er­wehr feiert 10-jähriges Bestehen

Vor zehn Jahren hat man bei den Güglinger Flo­ri­ansjüngern eine Nach­wuchs­mann­schaft auf­ge­baut. „Dieses Jahr können wir feiern“, berich­tete der ver­ant­wort­liche Jugend­feu­er­wehr­wart Andreas Conz bei der Haupt­ver­samm­lung der Feu­er­wehr im „Och­sen­saal“ in Frau­en­zim­mern.

Aktuell sind 8 Mädchen und 16 Jungen dabei- vier weniger als 2008. Schu­li­sche und pri­vate Gründe haben zu dieser Redu­zie­rung geführt. Der Feu­er­wehr-Nach­wuchs hat im ver­gan­genen Jahr 20 Dienste absol­viert und ist dabei unter anderem auch auf eine Adven­ture-Tour in Wüstenrot vor­be­reitet worden, bei dem sich 47 Gruppen mit ver­schie­denen Auf­ga­ben­stel­lungen aus­ein­an­der­setzen mussten. Mit dem 25. und dem 10. Platz waren nicht nur Andreas Conz und seine Mit­streiter Tim Kas­tens und Michael Hering zufrieden, son­dern auch die ver­sam­melten Flo­ri­ansjünger, die großen Bei­fall bei der Haupt­ver­samm­lung spen­deten.

Das 10-jährige Jubiläum der Jugend­feu­er­wehr will man mit dem Nach­wuchs der Pfaf­fen­ho­fener Feu­er­wehr feiern. Am Termin und den Inhalten dieses Festes wird noch gefeilt.

Andreas Conz dankte seinen Kame­raden für die geleis­tete Unterstützung, ermun­terte aber ein­dring­lich und for­derte zu wei­terer Hilfe in allen not­wen­digen Berei­chen auf.

Regu­la­rien kurz und knapp

Erfri­schend kurz und den­noch mit not­wen­digen Inhalten ver­sehen berich­tete Schriftführer Patrick Allinger über das Ein­satz­jahr der Feu­er­wehr. Zusammen mit Verena Conz hatte er in chro­no­lo­gi­scher Rei­hen­folge die Ereig­nisse des Jahres 2009 Revue pas­sieren lassen.

Kas­sier Michael Tauch hatte die Aus­gaben von 10.171 € den Ein­nahmen von 17.790 € gegenüber­ge­stellt und konnte eine posi­tive Kas­sen­lage ver­melden. Frank Neu­bauer und Jochen Baar hatten als Kas­senprüfer nichts an den Zahlen aus­zu­setzen.

Fried­rich Jürgen Kühne über­nahm den Part Ent­las­tungen. „Ich mache mir keine Sorgen um die Feu­er­wehr. Wir haben 60 Pro­zent junge Leute“ schickte er seinem Antrag voraus, der kom­plette Führungs­mann­schaft der Feu­er­wehr zu danken und die sat­zungsgemäß vor­ge­schrie­bene Ent­las­tung zu erteilen. Sie erfolgte ein­stimmig.

Lob von Stadt und Kreis­brand­meister

Bei den Ehrungen und Beförde­rungen nutzte der stell­ver­tre­tende Bürger­meister Markus Xander die Gele­gen­heit, allen Feu­er­wehr­angehörigen „als ein wich­tiger Teil unseres Gemein­le­bens zu danken“. Ange­sichts der aktu­ellen Kas­sen­lage der Stadt könne sich die Feu­er­wehr darauf ver­lassen, „dass die wich­tigen und not­wen­digen Dinge den­noch ange­schafft werden.“

Eigens aus Neckar­sulm und zum ersten Mal nach Güglingen gereist war der stell­ver­tre­tende Kreis­brand­meister Her­mann Jochim. Er zeigte sich sehr zufrieden damit, „wie die19 unter­schied­lichst gela­gerten Einsätze im ver­gan­genen Jahr gemeis­tert worden sind.

Jochim ging danach auf die Umstel­lung auf digi­tale Alar­mie­rung ein und zeigte sich zuver­sicht­lich, dass Ende März die not­wen­digen 4.800 bestellten Geräte zur Verfügung stellen zu können. Wei­tere Ausführungen zur Ände­rung des Feu­er­wehr­ge­setzes prägten seinen Vor­trag. Zum Schluss wünschte Jochim, „dass alle Feu­er­wehr­angehörigen nach allen Einsätzen wieder gesund nach Hause kommen.“

Ehrungen und Beförde­rungen

Ehrungen und Beförde­rungen bei der Feu­er­wehr Güglingen: Der stell­ver­tre­tende Bürger­meister Markus Xander konnte ver­diente Flo­ri­ansjünger aus­zeichnen und befördern. Michael Hering (Beförde­rung zum Lösch­meister), Uwe Bäzner (Sil­bernes Ehren­kreuz für 25 Jahre aktiver Dienst), Uwe Koch (Beförde­rung zum Brand­meister), Tim Kas­tens (Beförde­rung zum Lösch­meister), Volker Zeh (Beförde­rung zum Ober­brand­meister), Bernd Bäzner (Beförde­rung zum Ober­brand­meister), Andreas Conz (Beförde­rung zum Lösch­meister) wurden von Kom­man­dant Bernd Neu­bauer (v.l.n.r.) mit Urkunden und Ehren­zei­chen aus­ge­zeichnet. Bernd Walter (25 Jahre aktiver Dienst) und Erich Xander (Beförde­rung zum Ober­brand­meister) waren bei der Haupt­ver­samm­lung ver­hin­dert und fehlen auf dem Bild. (Foto: Bau­mann)