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Wassermassen in der Stadt

Einsatz der Feuerwehren Bad Wimpfen und NeckarsulmWasserschaden am von Rudolf Landauer, HSt

Was eine rie­sige Gewit­ter­wolke am Freitag über Bad Wimpfen in nur vier Minuten an Was­ser­massen fallen ließ, war so heftig, dass geparkte Autos beschädigt wurden, eine Bau­grube einstürzte und rund 15 Kel­lerräume über­flutet wurden.

Der hef­tige Wol­ken­bruch ver­schaffte Feu­er­wehr und Polizei viel Arbeit. Gegen 13.45 Uhr setzte starker Regen ein, der zum Wol­ken­bruch wurde. Vor etli­chen Jahren riss ein ähnli­ches Ereignis das Pflaster aus der Enten­gasse heraus. Diesmal blieb es drinnen, aber drei Autos wurden gegen Hauswände gespült.

Anwoh­nerin Petra Klee­sattel wollte nur vor die Türe schauen, weil es so stark reg­nete, als der blaue Renault ihres Sohnes auf einer ein Meter hohen Was­ser­welle auf sie zu schwamm. „Ich habe richtig Angst bekommen" sagte die Frau. Der Renault wurde gegen eine Mauer gedrückt und wurde völlig über­flutet. Ihr Pkw stand in der Garage und wurde auch bis zu den Sitzen über­schwemmt.

An der Bau­stelle an der Carl-Ulrich-Straße unterspülten die Was­ser­massen die Bau­grube und ließ bei­nahe den großen Bagger in die Grube stürzen. Rohre und Gra­ben­ver­baugeräte wurden ein­fach weg­gedrückt. Gott sei Dank befanden sich keine Bau­leute in dem Moment in der Grube. Der Asphalt der Not­straße brach eben­falls weg. Große Schot­ter­massen wurden 200 Meter hin­unter ins Tal gespült. Die Straßen wurden unverzüglich mit Schau­fel­lader und Räumgeräten gerei­nigt.

Bürger­meister Claus Brechter über­zeugte sich davon, dass seine Feu­er­wehr unter dem Kom­mando von Rein­hold Korb und der Bauhof ganze Arbeit leis­teten. Die Polizei war mit der Ver­kehrs­re­ge­lung beschäftigt, um Bad Wimpfen ging einige Zeit über­haupt nichts mehr.

Die Feu­er­wehren von Bad Wimpfen und Neckar­sulm waren mit ins­ge­samt 10 Fahr­zeugen und 43 Mann im Ein­satz. Ebenso waren drei Streifen der Polizei vor Ort. Der ent­stan­dene Sach­schaden dürfte sich nach ersten Schätzungen auf min­des­tens 30.000 Euro belaufen.

Bild 1: An der Bau­stelle Carl-Ulrich-Straße bra­chen Teile der Asphalt­straße samt Rohr- und Gra­ben­ver­baugerät ein.Bild 2: Vierminütiger Wol­ken­bruch: Diesen Renault spülte es die Enten­gasse runter, wo er von einer Haus­wand auf­ge­halten wurde. (Fotos: Rudolf Land­auer)