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Unfall auf A81: Polizei fahndet nach 33-Jährigem

Einsatz der Feuerwehren Neuenstadt a.K. und NeckarsulmVerkehrsunfall PKW am von Redaktion HSt

Bei einem Ver­kehrs­un­fall auf der Auto­bahn 81 bei Neu­en­stadt ist am Diens­tag­abend ein 20 Jahre alter Mann tödlich ver­letzt worden. Der 41-jährige Fahrer und ein wei­terer 22-jähriger Insasse wurden schwer ver­letzt. Da Unfall­zeugen von einer vierten Person berich­teten, star­tete die Polizei noch am Abend eine Such­ak­tion.

Inzwi­schen bestätigte die Polizei, dass es dieses vierte Unfall­opfer tatsächlich gibt. Bei dem Gesuchten soll es sich um einen 33-jährigen Serben han­deln, der seit vier Jahren per Haft­be­fehl gesucht wird, weil er aus­ge­wiesen werden soll. Der Mann hatte nach dem Unfall seinen bei Stutt­gart wohn­haften Bruder ange­rufen und sich abholen lassen.

Als die Polizei am Mitt­woch in der Woh­nung der Bru­ders ein­traf, war der 33-Jährige nicht mehr anzu­treffen. Die Ermittler gehen davon aus, dass er wegen seiner Ver­let­zungen ein Kran­ken­haus oder einen Arzt auf­su­chen musste oder noch auf­su­chen wird und hofft, dass dies der nächsten Poli­zei­dienst­stelle mit­ge­teilt wird.

Böschung hin­ab­gestürzt Der Unfall ereig­nete sich am Diens­tag­abend gegen 19 Uhr. Ein Ford Mondeo, der zwi­schen Neu­en­stadt und dem Kreuz Weins­berg unter­wegs war, kam etwa einen Kilo­meter vor dem Tunnel Hölzern von der Fahr­bahn ab, raste über die Leit­planke, streifte meh­rere Bäume und stürzte eine Böschung hinab. Der Fahrer hat wahr­schein­lich die Kon­trolle über seinen Wagen ver­loren, weil er übermüdet war, teilte die Polizei mit.

Unklar war zunächst, wie viele Per­sonen sich im Fahr­zeug befanden. Da Unfall­zeugen von einer vierten Person berich­teten, wurde eine Such­ak­tion unter Ein­satz meh­rerer Ret­tungs­hun­de­staf­feln, Feu­er­wehren und Beamten der Poli­zei­hundeführer­staf­feln der Direk­tionen Lud­wigs­burg und Heil­bronn sowie dem Auto­bahn­po­li­zei­re­vier Weins­berg ein­ge­leitet. Ein Poli­zei­hub­schrauber unterstützte dabei aus der Luft. Gegen 1 Uhr in der Nacht wurde die Suche erfolglos abge­bro­chen.

Die Frei­wil­ligen Feu­er­wehren aus Neu­en­stadt und Neckar­sulm waren mit 32 Mann und vier Fahr­zeugen im Ein­satz. Zur Unterstützung der Ein­satzkräfte war das THW Weins­berg und das THW Heil­bronn mit 30 Hel­fern vor Ort. Zusätzlich waren acht Helfer vor Ort der Orts­gruppen Neu­en­stadt und Möckmühl, ein Not­fall­nach­sor­ge­team des DRK sowie zwei Not­fall­seel­sorger des DRK im Ein­satz.

Den Sach­schaden schätzt die Polizei auf rund 11.000 Euro. Die Auto­bahn war in Rich­tung Stutt­gart bis gegen 21.30 Uhr gesperrt.

Zeugen, die Hin­weise auf den vierten Insassen des Unfall­fahr­zeugs geben können, oder die eine jüngere, ver­letzte männliche Person zu Fuß im Bereich der Unfall­stelle gesehen oder gar mit­ge­nommen haben, werden gebeten, sich mit der Auto­bahn- und Ver­kehrs­po­lizei in Weins­berg unter der Tele­fon­nummer 07134 5130 in Ver­bin­dung zu setzen.