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Schwelbrand in der Stadthalle

Einsatz der Feuerwehr Neuenstadt a.K.Dachstockbrand am von David Gäckle, Feuerwehr Neuenstadt am Kocher

Am Frei­tag­morgen gegen 09:00 Uhr wurde die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Neu­en­stadt zu einem Brand­ein­satz in der örtli­chen Stadt­halle gerufen. Der Haus­meister hatte ein auffälliges "Knis­tern" in der Holz­ver­scha­lung des vor­deren Bühnen­be­rei­ches ent­deckt. Der her­bei­ge­ru­fene Abtei­lungs­kom­man­dant Roland Grünagel ent­deckte einen Schwel­brand im Decken­be­reich und alar­mierte über die Ein­satz­leit­stelle Heil­bronn sofort eine Mel­der­schleife der Neuenstädter Wehr. Kurz nach dem Ein­treffen des Kom­man­do­wa­gens und Erkun­dung der Lage war klar, dass die Anzahl an Ein­satzkräften zu gering sein würde. Kom­man­dant Schaf­froth ver­an­lasste dar­aufhin die Nach­alar­mie­rung der gesamten Abtei­lung Neu­en­stadt.

Der Bereich um einen Bühnen-Schein­werfer hatte aus bis­lang noch ungeklärter Ursache Feuer gefangen. Über ein C-Rohr und den Schnell­an­griff des HLF 20/16 konnte ein Trupp unter Atem­schutz die mitt­ler­weile nun auch im Brand befind­liche Wärme­iso­la­tion sowie die umlie­genden Holz­balken größten­teils löschen. Viele Gips­karton-Platten erschwerten die Löschar­beiten unge­mein. Um den Was­ser­schaden gering zu halten, war ein umsich­tiges Han­deln mit dem Löschwasser not­wendig, so Ein­satz­leiter Hartmut Schaf­froth. Über ein vom Bauhof auf­ge­stelltes Arbeitsgerüst mussten Teile der Decke abge­nommen werden, um an alle Brand­nester zu gelangen. Hierbei erwies sich die neue Säbelsäge des HLF als sehr hilf­reich.

Die drückende Hitze bis zu stel­len­weise 50° unter dem aus Eternit-Platten gedeckten Dach, sowie das haut­rei­zende Dämmma­te­rial Glas­wolle machte den Ein­satzkräften sehr zu schaffen. Erschwe­rend bei der Brandbekämpfung war die Zwi­schen­decke, die wegen Durch­bruch­ge­fahr nicht betreten werden konnte. Auch auf­rechtes Gehen war auf­grund der geringen Raumhöhe nicht möglich.

Gegen 13:00 Uhr war sämtli­cher Brand­schutt nach außen befördert, und der gesamte Dach­stock durch einen Atem­schutz­trupp sowie eine Wärme­bild­ka­mera letzt­malig nach unent­deckten Glut­nes­tern durch­sucht.