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Rauchentwicklung Wohngebäude - Rauchmelder retten Leben

Einsatz der Feuerwehr Neuenstadt a.K.Rauchentwicklung Wohngebäude am von Feuerwehr Neuenstadt

Am Sonn­tag­morgen um 4:50 Uhr wurde die Feu­er­wehr Neu­en­stadt zu einem Brand­alarm mit Stich­wort: „Rauch­ent­wick­lung Wohngebäude“ im Wohn­ge­biet Dais­tler alar­miert.

Beim Ein­treffen an der Ein­satz­stelle ergab sich fol­gende Lage:

Aus einer Woh­nung im ersten Ober­ge­schoß eines Mehr­fa­mi­li­en­hauses drang laut der Warnton von meh­reren Rauch­warn­mel­dern ins Trep­pen­haus. Mit­be­wohner hatten dar­aufhin die Feu­er­wehr alar­miert. Im Trep­pen­haus und außerhalb des Gebäudes war jedoch kein Brand­ge­ruch wahr­nehmbar. Andere Bewohner des Gebäudes waren eben­falls durch den Rauch­melder wach geworden und ver­sam­melten sich vor dem Haus­ein­gang, um die Feu­er­wehr zu infor­mieren.

Durch den her­un­ter­ge­las­senen Roll­laden eines Fens­ters der betrof­fenen Woh­nung war Licht zu erkennen. Es war daher davon aus­zu­gehen, dass sich jemand in der Woh­nung befand. Doch trotz Klin­gens und Klop­fens an der Woh­nungstüre kam keine Reak­tion.

Der Ein­satz­leiter ent­schied sich daher, die Woh­nungstüre mit Sperr­werk­zeug zu öffnen, was sich auch als voll­kommen richtig und erfor­der­lich erwies. Denn die Woh­nung war kom­plett ver­raucht, daher auch der Alarm sämtli­cher Rauch­warn­melder. Offenes Feuer war jedoch nicht vor­handen. Die Feu­er­wehr durch­suchte sofort sämtliche Räume, ob sich Per­sonen noch in der Woh­nung befinden und natürlich nach der Ursache der Ver­rau­chung.

Im Wohn­zimmer wurde ein Bewohner schla­fend auf einer Couch vor­ge­funden. Ver­suche, die Person zu wecken, schlugen fehl. Auch hef­tiges Rütteln und lautes Anspre­chen halfen nicht weiter. Die Feu­er­wehr ver­mu­tete daher bereits eine Schädigung oder Bewusst­seins­ver­lust durch den Brand­rauch. Erst einem Ret­tungs­sanitäter der mit­al­ar­mierten HVO-Gruppe gelang es, den jungen Mann zu wecken und zum Ret­tungs­wagen zu bringen.

Die Ursache für den Brand­rauch wurde eben­falls schnell ent­deckt und besei­tigt.

In der Küche war der Back­ofen ein­ge­schalten und - was eigent­lich eine Pizza werden sollte - war nur noch als Koh­len­stoff­rest zu erkennen.

Wieder einmal haben Rauch­warn­melder Schlim­meres ver­hin­dert. Der junge Mann hätte wahr­schein­lich schwere Gesund­heitsschäden davon getragen, wenn er länger dem Brand­rauch aus­ge­setzt gewesen wäre. Die Gesetzesände­rung zur Rauch­mel­der­pflicht vom Juli 2014 hat sich bewährt.

Die Feu­er­wehr Neu­en­stadt war zu dem Ein­satz mit dem kom­pletten Löschzug im Ein­satz.