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Rauchentwicklung durch defekten Photovoltaik Speicher

Einsatz der Feuerwehren Cleebronn, Brackenheim, Neckarsulm und Werkfeuerwehr AUDI AGRauchentwicklung Wohngebäude am von Jochen Beyl, Feuerwehr Cleebronn

Die Feu­er­wehr Clee­bronn wurde um 13:46 Uhr zu einem Gebäude­brand in das Wohn­ge­biet „unter dem Schloss“ alar­miert.

Zeit­gleich wurde die Feu­er­wehr Bra­cken­heim alar­miert, die gemäß AAO mit HLF20 und KdoW eben­falls zur Ein­satz­stelle ausrückte.

Zum Zeit­punkt des Ein­tref­fens der ersten Ein­satzkräfte befanden sich keine Per­sonen mehr im Gebäude, jedoch hatte sich der Haus­ei­gentümer beim Ver­such, den Brand zu loka­li­sieren, bzw. zu löschen dem aggres­siven Brand­rauch aus­ge­setzt und wurde vor­sorg­lich dem Ret­tungs­dienst zur Behand­lung überg­eben.

Im Keller des frei­ste­henden Ein­fa­mi­li­en­hauses war der Bat­te­rie­spei­cher der Pho­to­vol­ta­ik­an­lage ver­mut­lich auf Grund eines tech­ni­schen Defekts im Geräteinneren in Brand geraten. Äußerlich konnten zwar keine offenen Flammen fest­ge­stellt werden, jedoch war der Spei­cher extrem auf­ge­heizt und qualmte sehr stark aus, sodass beim Vorrücken des Angriffs­trupps unter PA im Keller prak­tisch Null­sicht herrschte.

Auf­grund der Lage wurde durch den Ein­satz­leiter über die ILS die Fach­gruppe Elektro der Feu­er­wehr Neckar­sulm zur Ein­satz­stelle beor­dert. Vor­sorg­lich blieb auch der Ret­tungs­dienst zur Absi­che­rung der Ein­satzkräfte über den gesamten Ein­satz­ver­lauf vor Ort.

Durch mas­sive Belüftungsmaßnahmen konnte der Keller weit­ge­hend Rauch­frei gemacht und die elek­tri­sche Anlage span­nungs­frei geschaltet werden. Nach Absprache mit den Kame­raden der Fach­gruppe Elektro wurde anschließend der Spei­cher abge­klemmt und ins Freie ver­bracht.

Um beim Akku nicht wei­tere unkon­trol­lierte Reak­tionen zu pro­vo­zieren, wurde zunächst auf den Ein­satz von Wasser zur Kühlung ver­zichtet und der Spei­cher statt­dessen nur mit der Wärme­bild­ka­mera über­wacht.

Nach wei­teren Bera­tungen mit der Fach­gruppe, wurde ein Spe­zi­albehälter der WF Audi zur Ein­satz­stelle beor­dert, in den der defekte Spei­cher sicher ver­staut und anschließend mit Wasser geflutet werden konnte. Eine Spe­zi­al­firma, die eben­falls zur Ein­satz­stelle beor­dert wurde, über­nahm den Abtrans­port des Behälters samt Spei­cher.

Nach wei­terer umfang­rei­cher Belüftung des gesamten Gebäudes, sowie der Wie­der­in­be­trieb­nahme der elek­tri­schen Anlage durch den zuständigen Elek­tro­in­stal­la­teur, wurde das Haus an die Eigentümer überg­eben. Auf­grund der offenen Bau­weise und damit ver­bunden der Rauch­gas­aus­brei­tung im Großteil des Hauses, die trotz Rauch­vorhängen nicht vollständig zu ver­hin­dern war, ist das Haus zunächst bis auf Wei­teres nicht bewohnbar. Die Bewohner konnten vor­erst bei Nach­barn unter­kommen.

Gegen 16:50 Uhr konnte der Ein­satz beendet werden.