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Katastrophe verhindert

Einsatz der Feuerwehren Oedheim und NeckarsulmGasausströmung am von Yannick Pilz, Feuerwehr Oedheim

Eine durch Bau­ar­beiten beschädigte Haupt­gas­lei­tung im Oed­heimer Neu­dorf führt zum Großauf­gebot der Feu­er­wehr. Durch die Gas­ausströmung mussten zehn umlie­gende Häuser eva­ku­iert werden.

Am Mitt­woch den 13.11.2019 wurde die Feu­er­wehr Oed­heim durch die Leit­stelle Heil­bronn mit dem Stich­wort „Gas­ausströmung“ in die Frie­den­straße alar­miert. Dort finden aktuell Bau­ar­beiten an Wasser- und Gas­lei­tungen statt. Während diesen kam es zu einer Beschädigung der Haupt­gas­lei­tung, wes­halb es zur Ausströmung von Erdgas gekommen ist. Beim Ein­treffen der Feu­er­wehr konnte neben dem deut­lich wahr­nehm­baren bei­gemischten Duft­stoff im Erdgas ebenso ein starkes Abströmgeräusch an dem Loch in der Lei­tung wahr­ge­nommen werden. Durch die Besat­zung des ersten Löschfahr­zeugs wurden Siche­rungsmaßnahmen durchgeführt. Diese beschränkten sich auf die Eva­ku­ie­rung des unmit­tel­baren Gefah­ren­be­reichs sowie der Sicher­stel­lung des Brand­schutzes. Unmit­telbar wurden wei­tere Kräfte nach­alar­miert. Für die Feu­er­wehr Oed­heim wurde auf GAS2 (Gefah­ren­ab­wehr­stufe 2) erhöht. Außerdem wurden Spe­zi­alkräfte der Feu­er­wehr Neckar­sulm mit einem Gerätewagen-Mess­technik und einem Fach­be­rater Chemie ange­for­dert. Auch der zuständige Gas­ver­sorger (HVG) ent­sandte sofort ent­spre­chende Spe­zi­alkräfte. Da es der Feu­er­wehr bis zum Ein­treffen des Gas­ver­sor­gers nicht möglich war, das Leck zu schließen wurden durch die zusätzlich alar­mierten Kräfte wei­tere Häuser in der Umge­bung eva­ku­iert. Der Bereich wurde in Zusam­men­ar­beit mit der Polizei großflächig abge­sperrt. Durch die Besat­zung des Gerätewagen-Mess­technik wurden Mes­sungen zur Ermitt­lung der Aus­brei­tung und Kon­zen­tra­tion des Gases an ver­schie­denen Punkten der Ein­satz­stelle durchgeführt. Um 09:47 Uhr, knapp eine Stunde nach der Alar­mie­rung, konnte die Mel­dung „Gas­lei­tung ver­schlossen und Schieber zuge­dreht“ gemeldet werden. Wei­tere Kon­troll­mes­sungen an der Aus­tritts­stelle sowie im Umfeld der Ein­satz­stelle blieben negativ.

Par­allel zu den Maßnahmen an der Ein­satz­stelle wurde durch die Feu­er­wehr Oed­heim im rückwärtigen Bereich ein Per­so­nen­trans­port sowie Unter­brin­gungsmöglich­keiten für die 20 Per­sonen orga­ni­siert, welche aus ihren Häusern eva­ku­iert werden mussten.


Bericht des PP Heil­bronn vom 13.11.2019


Dank eines schnellen Ein­satzes der Feu­er­wehr und der HVG konnte am Mitt­woch­morgen in Oed­heim eine Kata­strophe ver­hin­dert werden. Kurz vor 9 Uhr wurde gemeldet, dass ein Bagger in der Frie­den­straße eine Haupt­gas­lei­tung abge­rissen habe und ent­spre­chend viel Gas ausströme. Da die angerückten Feu­er­wehren von Oed­heim und aus Neckar­sulm das Leck nicht schließen konnten, musste ein Spe­zi­al­fahr­zeug der HVG Heil­bronn anfahren. Den Spe­zia­listen gelang es bis 9.45 Uhr, das Ausströmen des Gases zu stoppen. In der Zwi­schen­zeit wurden bereits etwa 20 Häuser eva­ku­iert. Die Bewohner durften in die Gebäude zurückkehren, nachdem die Feur­wehr an der Unfall­stelle und in den Wohnhäusern ent­spre­chende Mes­sungen durchgeführt hatten, die zum Glück keine Gasrückstände auf­zeigten. Während der Maßnahmen wurde die Unfall­stelle weiträumig von starken Poli­zeikräften abge­sperrt.