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Heizöltank in Mehrfamilienwohnhaus umgekippt

Einsatz der Feuerwehren Bad Rappenau und HeilbronnAuslaufender Kraftstoff oder Öl am von Ralf Schneider, Feuerwehr Bad Rappenau

Um 23:22 wurden die Kame­raden der Abtei­lung Bad Rap­penau zum zweiten Mal an diesem Tag durch die Inte­grierte Leit­stelle in die Raiff­ei­sen­straße gerufen.

Diesmal hatten besorgte Anwohner eines Mehr­fa­mi­li­en­hauses die 112 gerufen, weil ein pro­vi­so­risch instal­lierter Heizöltank aus unbe­kannter Ursache umge­kippt und dabei Leck geschlagen war.

Beim Ein­treffen der ersten Kräfte hatten die Anwohner bereits die Reste des aus­ge­lau­fenen Öls mit Sägemehl abge­streut. Der weitaus größere Teil des Heizöls war bereits über einen Boden­ab­lauf in die Kana­li­sa­tion gelangt. Umge­hend wurde die örtliche Kläran­lage und die Polizei alar­miert. Die Besei­ti­gung des aus­ge­brachten Sägemehls wurde von einer Hei­zungs­firma über­nommen.

Vor­sorg­lich wurde auch der Rap­pen­auer Kursee kon­trol­liert. Da auch hier kleine Mengen Heizöl im Bereich des Ein­laufes fest­ge­stellt wurden, wurde am Aus­lauf eine Ölsperre ein­ge­bracht.

Gegen 01:30 Uhr infor­mierte der Klärwärter die Feu­er­wehr, dass nun größere Mengen Heizöl im Klärwerk Zim­merhof ankommen. Diese konnten mit­tels eines Schie­bers in einem vor­ge­la­gerten Becken zurückge­halten werden. In Absprache mit Oberbürger­meister Hans Heri­bert Blättgen, wel­cher sich vor Ort über die aktu­elle Ein­satz­si­tua­tion infor­mierte, wurde die Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn mit einem Abrollbehälter Tank/Gefahrgut zur Kläran­lage gerufen, um das auf­ge­fan­gene Öl-Wasser-Gemisch auf­zu­nehmen.

Die Ein­satzkräfte der Abtei­lung Bad Rap­penau konnten gegen 03:00 Uhr ihre Nacht­ruhe fort­setzen. Die Kol­legen der Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn waren bis gegen 5:00 Uhr beschäftigt, die ca. 3.500 Liter Öl-Wasser-Gemisch auf­zu­nehmen.

Die Ölsperre im Kursee wurde am späten Frei­tag­vor­mittag wieder abge­baut.

Auf­grund der her­vor­ra­genden Zusam­men­ar­beit aller Betei­ligten, konnte nahezu das gesamte aus­ge­lau­fene Heizöl auf­ge­fangen und ein größerer Schaden für die Umwelt ver­hin­dert werden.