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Großbrand Industriegebäude

Einsatz der Feuerwehren Ilsfeld, Heilbronn, Lauffen a.N., Neckarsulm, Weinsberg, Obersulm, Walheim und SchwaigernBrand in Industriegebäude am von Dennis Klecker, Feuerwehr Ilsfeld

Die Feu­er­wehr Ils­feld wurde gegen 21 Uhr mit dem Alarm­stich­wort „Gebäude­brand“ in die Mer­ce­des­straße alar­miert. Bereits auf der Anfahrt der Feu­er­wehrkräfte zum Feu­er­wehr­haus war sofort ein rie­siger Feu­er­schein sichtbar. Des­halb wurde die Alar­mie­rung durch den Kom­man­danten und seinen Stell­ver­treter sofort auf „Gefah­ren­ab­wehr­stufe 3 Brand Indus­triegebäude“ erhöht sowie wei­tere Kräfte nach­ge­for­dert. Beim Ein­treffen der Feu­er­wehr stand bereits die kom­plette Halle der Firma, welche Holz­pa­letten her­stellt, in Flammen.

Weil das gesamte Betriebsgelände neben der Halle mit Holz­pa­letten voll stand, griff das Feuer auch schnell auf diese über. Noch während den ersten Löschar­beiten ereig­neten sich meh­rere Explo­sionen und es begannen schon die ersten Wand­ele­mente der Pro­duk­ti­ons­halle ein­zustürzen.

Des­halb war schnell klar dass die Priorität auf den Schutz der Nach­bargebäude (Fir­mengebäude und Ten­nis­halle) gesetzt werden muss. Hierzu wurden meh­rere Rie­gel­stel­lungen vor­ge­nommen und die benach­barten Gebäude mit Wasser gekühlt. Der Brand der Pro­duk­ti­ons­halle konnte nur von oben gelöscht werden, da ein Innen­an­griff bei dieser Brand­aus­brei­tung unmöglich war. Die Dreh­lei­tern der Feu­er­wehren Lauffen, Weins­berg und Heil­bronn sowie zahl­reiche Atem­schutzgeräteträger kamen zum Ein­satz. Auf­grund des mas­siven Ein­satzes von Atem­schutzträgern, wurde das Son­der­fahr­zeug AB Atem­schutz der Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn ange­for­dert.

Da das öffent­liche Was­ser­netz für die mas­sive Was­ser­ent­nahme (zu Spit­zen­zeiten 5.000 Liter pro Minute) nicht aus­reichte, wurde mit Trag­kraft­spritzen zusätzlich noch Wasser aus dem Freibad, wel­ches direkt gegenüber des Brandes liegt, sowie der Scho­zach ent­nommen.

Außerdem wurden noch durch einen Mess­wagen und Fach­be­ra­terin Chemie Mes­sungen der Luft und des Löschwas­sers vor­ge­nommen.

Während des Ein­satzes machte auch die Kälte der Feu­er­wehr zu schaffen, das Löschwasser gefror den Feu­er­wehr­leuten zum Teil an der Ein­satz­klei­dung fest, und die Straßen wurden zu Eis­bahnen. Der Örtliche Bauhof brachte Streu­salz ab die Ein­satz­stelle. Auch Bürger­meister Thomas Knödler machte sich ein Bild vor Ort über das Ausmaß des Brandes.

Das DLRG Ils­feld stellte während des Ein­satzes sein Ver­einsgebäude, direkt gegenüber der Ein­satz­stelle im Freibad, zum Aufwärmen und als Pau­sen­raum für die Ein­satzkräfte zur Verfügung. Das DLRG rich­tete gemeinsam mit dem DRK eine Kaffee und Teebar im Ver­eins­heim an. Die örtliche Metz­gerei Mayer stellte noch während des Ein­satzes in der Nacht Ves­per­platten zur Verfügung.

Um sich ein bes­seres Bild der Ein­satz­stelle von oben zu ver­schaffen war auch die FFW Wal­heim mit einer Drohne an der Ein­satz­stelle. Diese ermöglichte einen super Ein­blick auf die Ein­satz­stelle.

Der größte Teil des Brandes konnte gegen 2 Uhr gelöscht werden. Es befanden sich aber noch einige klei­nere Brände und Glut­nester im inneren der Pro­duk­ti­ons­hallen, welche für die Feu­er­wehr ohne den Ein­satz von schweren Geräten - wie Bag­gern - nicht gelöscht werden konnten. Die ortsansässige Firma Erdbau Appel­tauer stellte noch in der Nacht einen Rad­bagger, einen Ket­ten­bagger und einen LKW samt Per­sonal zur Verfügung. Die ganze Nacht und noch bis zum nächsten Tag um ca. 14:30 Uhr mussten noch die ein­zelnen Glut­nester abgelöscht werden. Eine Brand­wache kon­trol­lierte in regelmäßigen Abständen noch wei­terhin die Ein­satz­stelle. Mitten in der Nacht wurde zusätzlich noch ein Fach­be­rater „Bau“ vom THW über die Leit­stelle alar­miert. Er beriet die Ein­satzkräfte beim wei­teren Vor­gehen.

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Ils­feld bedankt sich für die gute Zusam­men­ar­beit bei den Feu­er­wehren Heil­bronn, Lauffen, Weins­berg, Neckar­sulm, Wal­heim und Ober­sulm, sowie der Fach­be­ra­terin „Chemie“ und dem Fach­be­rater „Bau“ des THW HN.

Eben­falls bedanken möchte sich die FFW Ils­feld für die tolle Unterstützung bei den Ret­tungs­diensten, der Polizei, dem Bauhof und Was­ser­meis­tern der Gemeinde Ils­feld.

Ein beson­derer Dank gilt dem DLRG Ils­feld für die zur Verfügungs­stel­lung der Räumlich­keiten und Sanitärräume.

Im Ein­satz waren um die 100 Feu­er­wehr­leute und 30 Ret­tungskräfte.

30.01.2020 Nach­trag zum Ein­satz­be­richt (Dank­sa­gung)

Wie Wir inzwi­schen erfahren haben, haben auch Feu­er­wehrkräfte während des Ein­satztes eine größere Menge an Chees­bur­gern und Chi­cken-Nug­gets sowie Mine­ral­wasser beim MC-Donalds in Ils­feld geholt. Das MC-Donalds Restau­rant wollte dafür kein Geld haben und stellte es den Ein­satzkräften kos­tenlos zur Verfügung. Des­halb an dieser Stelle auch nochmal ein großes Dan­keschön an den MC-Donalds Ils­feld.