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Großbrand in landwirtschaftlichem Anwesen

Einsatz der Feuerwehren Beilstein, Oberstenfeld, Neckarsulm, Heilbronn und LudwigsburgBrand landwirtschaftliches Anwesen am von Feuerwehr Heilbronn / Feuerwehr Beilstein

Zur Über­land­hilfe nach Beil­stein-Bil­lens­bach musste die Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn am Mitt­woch Nach­mittag ausrücken.
Dort brach ver­mut­lich in der Scheune eines land­wirt­schaft­li­chen Anwe­sens ein Brand aus.
Das Feuer hatte bereits auf Teile des Wohn­hauses und den Stal­lungen über­ge­griffen. Meh­rere Tiere galt es aus dem Gefah­ren­be­reich zu bringen. Der Ein­satz­leiter der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Beil­stein ent­schied sich gegen 15.06 Uhr, Ein­satzkräfte von anderen Feu­er­wehren nach­zu­for­dern.

Beim Ein­treffen an der Ein­satz­stelle waren neben der Feu­er­wehr Beil­stein auch Fahr­zeuge der Feu­er­wehr Obers­ten­feld (Kreis Lud­wigs­burg) bereits im Ein­satz.

Nach der Bil­dung von Ein­satz­ab­schnitten und der Sicher­stel­lung von Löschwas­ser­re­serven, konnte eine wei­tere Brand­aus­brei­tung ver­hin­dert werden. Die Wech­sel­la­der­fahr­zeuge mit Tankbehältern der Feu­er­wehren Heil­bronn und Neckar­sulm stellten im Pen­del­ver­kehr die Was­ser­ver­sor­gung her.

Um den Unmengen von ange­branntem Heu Herr werden zu können, konnten auf zwei Bagger und ein Kip­per­fahr­zeug einer benach­barten Bau­firma zurückge­griffen werden.

Trotz der schnellen Ret­tung mussten den­noch einige der Schweine vor Ort Not geschlachtet werden. Die Nachlösch- und Aufräumar­beiten, dau­erten noch bis in die Nacht hinein. Von der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Beil­stein wurde eine Brand­wache gestellt.

Feu­er­wehr Heil­bronn

Bericht Feu­er­wehr Beil­stein
Am Mitt­woch, den 25.04.2007 wurde durch Mel­de­empfänger und Sirene um 14:40 Uhr die Feu­er­wehr Beil­stein - Stadt und Teilort Beil­stein - Schmid­hausen alar­miert.

Nach Rücksprache mit der Feu­er­wehr­leit­stelle Heil­bronn, war der Ein­satz­auf­trag, Brand in land­wirt­schaft­li­chem Anwesen im Beil­steiner Stadt­teil Bil­lens­bach, Ausmaß nicht bekannt.

4 Minuten nach Alar­mie­rung rückte der MTW mit Fahrer und Ein­satz­leiter als Vor­raus­fahr­zeug ab.
Bei der Anfahrt konnte der Ein­satz­leiter vor dem Stadt­teil Schmid­hausen eine starke Rauch­wolke in Rich­tung Bil­lens­bach ersehen. Der Ein­satz­leiter gab sofort den Auf­trag an die Leit­stelle Heil­bronn, den Löschzug der Feu­er­wehr Obers­ten­feld (Kreis Lud­wigs­burg) zu alar­mieren.

Beim Ein­treffen des Ein­satz­lei­ters an der Ein­sat­stelle gab sich fol­gende Situa­tion:
Scheu­nengebäude und Dach­stuhl vom Wohn­haus standen in Voll­brand.
Die ersten Löschmaßnahmen wurden von ehe­ma­ligen Feu­er­wehr­leuten und Bürgern mit Stand­rohr und 2 C-Rohren vom Hydran­ten­wagen von Bil­lens­bach vor­ge­nommen.

Der Gebäude­trakt besteht aus 3 Abschnitten, Wohn­haus mit Scheune (alt) und Stallanbau.

Der Ein­satz­leiter erkun­digte sich bei einem Fami­li­en­angehörigen, ob sich noch Per­sonen und Tiere im Gebäude befinden. Nach Aus­sage des Fami­li­en­angehörigen waren keine Per­sonen im Gebäude, im Stall dagegen befanden sich Rinder und Schweine, die Tier­ret­tung wurde ein­ge­leitet.
Nach Ein­treffen des TLF 16/25 aus Beil­stein über­nahm dieses wei­tere Löschmaßnahmen über den Monitor, wei­tere Kräfte wurden unter Atem­schutz zur Tier­ret­tung ein­ge­teilt. Die Atem­schutz­trupps des LF 8/6 aus Beil­stein, über­nahmen die Brandbekämpfung und Tier­rett­ungaus dem alten Stall. Der Schlauch­trupp stellte die Was­ser­ver­sor­gung, von einem wei­teren Hydranten und mit Schlauchanhänger vom ca. 300 Meter ent­fernten Was­ser­hochbehälter noch zusätzlich eine Was­ser­ver­sor­gung mit B-Schläuchen zum TLF 16/25 und der inzwi­schen ein­ge­trof­fenen DLK 23/12 aus Obers­ten­feld mit­tels einer TS 8 aus dem LF 8/6 dazwi­schen her.

Auf­grund des hohen Was­ser­ver­brauchs zum Ablöschen von Stroh- und Heu-Rund­ballen, wurde um 15:12 Uhr vom Ein­satz­leiter wei­tere Fahr­zeuge ange­for­dert, von Neckar­sulm WLF AB-Tank mit 6000 Liter, Heil­bronn WLF AB-Tank 10000 Liter, GW-Atem­schutz, HLF 1, Lud­wigs­burg TLF 24/50 5000 Liter und WLF AB-Tank 10000 Liter sowie von örtli­chen Bauern land­wirt­schaft­liche Faßwagen.

Die 35 Rinder und 16 Schweine konnten nach ihrer Befreiung ins angren­zende Wie­sen­grundstück tier­ge­recht durch Einzäunung unter­ge­bracht werden, das durch die Beauf­sich­ti­gung durch das Veterinäramt bestätigt wurde, sowie der Abtrans­port durch ent­spre­chende Fahr­zeuge zu einem geeig­neten Bau­ernhof.
20 Hühner wurden von Bil­lens­ba­cher Bürgern unter­ge­bracht und ver­sorgt. Zwei Schweine mußten auf­grund ihrer Ver­bren­nungen leider not­ge­schlachtet werden.

Nach allen Tier­ver­sor­gungen und Hauptlöschar­beiten erfolgten nun zeit­aufwändige Nachlöschar­beiten.
Die aus­ge­brannten Rund­ballen aus der Scheune über dem Stall, wurden mit­tels ent­spre­chendem Bagger, Gerätschaften von einem örtli­chem Bau­un­te­nehmen zum angren­zenden Grundstück, mit­tels LKW zur wei­teren Ablöschung gebracht.

Im mitt­leren Scheu­nen­teil, zwi­schen Wohn­haus und Stallgebäude, ergab sich das Pro­blem des Ausräumens der dort befind­li­chen Heu­ballen.
Das noch bestehende Gerippe von Außenwänden und dem stark ange­brannten Dachgebälk bestand eine akute Ein­sturz­ge­fahr.
Aus Sicher­heitsgründen wurde die Ausräumung auf den nächsten Vor­mittag zurückge­stellt.
Eine Brand­wache mußte immer wieder ablöschen.

Nach einer Lage­be­spre­chung am Don­nerstag Morgen, konnte mit ent­spre­chendem Gerät dieser Scheu­nen­teil ein­ge­rissen werden, um die noch stark ange­brannten Heu­ballen mit­tels Bagger auszuräumen und voll­ends ablöschen zu können.

Der Abriss wurde sorgfältig durch­ge­ar­beitet, um die bestehenden Wände und Giebel des unter­halb ste­hendem Haus nicht zu gefährden.
Nach dieser wirk­lich gelun­genem Abriss­meis­ter­leis­tung, konnte die noch stark erhitzte Holz­bal­ken­decke mit­tels Bagger ausgeräumt werden.

Nach 25 Stunden konnte dann erleich­tert der Ein­satz­leiter an die Feu­er­wehr­leit­stelle Heil­bronn „Feuer schwarz, Brand­ein­satz beendet“ melden.

Daß es in heu­tiger Zeit noch ein intaktes Dorf­leben gibt, zeigte sich in Bil­lens­bach ganz deut­lich. Alle halfen mit, die geschädigte Familie beim Umzug ins sofort bereit­ge­stellte Nach­bar­haus zu unterstützen und tatkräftig mit­zu­helfen.
Die Ein­satzkräfte wurden außerdem auf vor­bild­liche Art und Weise von den Bürgern mit Essen und Getränken ver­sorgt.

Ein­ge­setzte Kräfte:

Feu­er­wehr Beil­stein und Schmid­hausen
MTW
TLF 16/25
LF 8/6
LF 8
Schlauchanhänger
39 Per­sonen

Feu­er­wehr Obers­ten­feld
ELW 1
DLK 23/12
TLF 16/25
LF 16/12
LF 8
MTW
35 Per­sonen

Feu­er­wehr Neckar­sulm
WLF
AB-Tank
KDOW
4 Per­sonen

Feu­er­wehr Heil­bronn
ELW 1
HLF 1
WLF 1
AB-Tank
GW-AS
GW-Licht
GW-Trans­port
KDOW 1
16 Per­sonen

Feu­er­wehr Lud­wigs­burg
WLF 1
AB-Tank
TLF 24/50
4 Per­sonen

DRK OV Beil­stein
1 Fahr­zeug
6 Per­sonen

KBM Heil­bronn
KBM Lud­wigs­burg
Poli­zei­streife Beil­stein
RTW ASB