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Großbrand in Brackenheimer Firma

Einsatz der Feuerwehren Brackenheim, Lauffen a.N., Heilbronn, Neckarsulm, Werkfeuerwehr KS Kolbenschmidt GmbH und Werkfeuerwehr BASFBrand gefährlicher Stoffe am von Webadmin, Feuerwehr Brackenheim

Ein­satzort: Bra­cken­heim, Gas­werk­straße
Lage: In einer Fer­ti­gungs­halle einer Härterei in der Gas­werk­straße kam es zum Brand eines in den Boden ein­ge­las­senen Ölhärte­bades mit einem Ölin­halt von 15.000 Liter. Der Brand hatte sich beim Ein­treffen der Feu­er­wehr bereits auf die Dach­kon­struk­tion aus­ge­breitet.
Die Halle hat ein Ausmaß von 38m Länge auf 20m Breite und 10m Höhe. Die Dach­kon­struk­tion besteht aus meh­reren Schichten aus Brand­schutz­ver­klei­dung, Iso­lie­rung, Holz­ver­bret­te­rung, Bitu­men­bahnen und einer auf­ge­setzten Alu­mi­ni­um­pro­fil­dach­haut. An die Halle ist das Ver­wal­tungsgebäude an der vor­deren Stirn­seite 3-geschossig ange­baut. An der Rückseite ist durch eine Brand­wand eine Dru­cke­rei­firma 4-geschossig ange­baut.
Tätig­keit: Nach dem Ein­treffen der Feu­er­wehr wurde im Innen­an­griff unter Atem­schutz mit mobilen Pulver und C02 Löschern die Brandbekämpfung im Umfeld des bren­nenden Härte­bades auf­ge­nommen, bis der Pul­verlöscheranhänger PG250 in der Vor­der­seite der Halle betriebs­be­reit war. Gleich­zeitig wurde an der Außenwand im Bereich des Härte­bades eine Rie­gel­stel­lung mit einem C-Rohr vor­ge­nommen. Die Dru­ckerei wurde wegen Rauch­ein­wir­kung geräumt und je Etage ein C-Rohr unter Atem­schutz zur Siche­rung vor­ge­nommen, sowie 2 C-Rohre auf das Dach am Übergang der Brand­wand zur Brandbekämpfung vor­ge­nommen. Die DLK stand mit dem Wen­de­rohr in diesem Abschnitt bereit. Durch das Ver­wal­tungsgebäude wurde 1 C-Rohr unter PA zur Siche­rung auf das Dach vor­ge­nommen. Nachdem der PG250 in Stel­lung war, wurde ein Lösch­an­griff auf das Härte­be­cken vor­ge­nommen. Nachdem der Brand fast gelöscht war, wurde die sta­tionäre CO2 Löschan­lage noch­mals ausgelöst, was zur schlag­ar­tigen Brand­aus­brei­tung durch aus­ge­bla­senes Härteöl führte. Das Umfeld des Härte­bades und der Dach­be­reich über dem Becken standen wieder in Voll­brand. Bei dieser Durchzündung wurden die zwei im Bereich des Beckens ein­ge­setzten Trupps durch die Wucht zurückge­worfen. Ein Feu­er­wehr­mann erlitt dabei eine leichte Brand­ver­let­zung am rechten Oberarm. Nach Ein­treffen des AB-Son­derlöschmittel der BF-HN wurde ein wei­terer Lösch­an­griff mit 4 Pul­verlöschcon­tai­nern mit je 250 kg Pulver vor­ge­nommen, der zwar zur Eindämmung des Brandes führte, aber nicht ablöschen konnte. Die Ein­satz­lei­tung beschloss dar­aufhin, einen kom­bi­nierten Lösch­an­griff mit Schwer­schaum und dem Tro­cken­tanklöschfahr­zeug der WF Kol­ben­schmidt vor­zu­be­reiten und durchzuführen. Nach diesem Lösch­an­griff konnte das Härtebad gelöscht werden. Nach dem Ablöschen des Härte­bades wurde bis zum Morgen die Brandbekämpfung der Dach­kon­struk­tion mit Wasser und Schaum fortgeführt. Hier kam ein ange­for­derter Hub­steiger zum Ein­satz, da die Dach­haut von innen geöffnet werden musste. Um 5.39 Uhr wurde Brand aus gemeldet und es folgten Nachlöschar­beiten.
Die Dru­ckerei wurde noch in der Nacht durch den GW-Meß der FFW Lauffen frei­ge­geben, am Morgen die Pro­duk­ti­ons­halle.
Mann­schaftsstärke: 131
Ein­satz­ende: 12.12.07 14:00 Uhr/13.12.07 16:00 Uhr