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Dachstockbrand im Altstadtbereich, Brände auf freier Fläche

Einsatz der Feuerwehren Lauffen a.N. und HeilbronnZusammenfassung mehrerer Einsätze am von Michael Kenngott, Feuerwehr Lauffen a.N.

Zu einem Dach­stock­brand im engen Alt­stadt­be­reich „Städtle“, wurde die Feu­er­wehr Lauffen in den späten Nach­mit­tags­stunden alar­miert. Hin­sicht­lich der starken Rauch­ent­wick­lung, welche sich vom Städtle in Rich­tung Neckar und Fest­platz Kies aus­brei­tete und vor dem Hin­ter­grund der engen Bebauung, for­derte der Ein­satz­leiter bereits auf der Anfahrt zur Ein­satz­stelle einen wei­teren Löschzug aus Heil­bronn an.

Beim Ein­treffen an der Ein­satz­stelle konnte an vier im Ver­bund ver­bauten Wohngebäuden ein offener Dach­stock­brand fest­ge­stellt werden. Per­sonen befanden sich zum Glück keine mehr in den betrof­fenen Häusern, so dass sofort Trupps unter Atem­schutz im Inn­an­griff in das am stärksten betrof­fenen Gebäude vor­gehen konnten. Um eine Brand­aus­brei­tung auf wei­tere Gebäude zu ver­hin­dern wurde eine Rie­gel­stel­lung auf­ge­baut.

Über zwei Dreh­lei­tern der Feu­er­wehr Lauffen und der Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn erfolgten Lösch­an­griffe von der Dach­seite her. Nach mas­siven Lösch­an­griffen im Innen­an­griff und von der Dach­seite her, konnte der Brand zügig unter Kon­trolle gebracht werden. Da das Hydran­ten­netz für die Löschwas­ser­ver­sor­gung teil­weise in die Knie gegangen ist, wurde zudem eine Was­ser­ver­sor­gung durch Was­ser­ent­nahme aus dem Neckar auf­ge­baut. Mit Drohnen der Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn war es möglich, sich von der Luft­seite her einen Über­blick über das Scha­dens­ausmaß und erfor­der­liche Maßnahmen zu machen. Dank der her­vor­ra­genden Zusam­men­ar­beit der Berufs­feu­er­wehr und der Feu­er­wehr Lauffen konnte der Brand erfolg­reich abgelöscht werden.

Zwei Per­sonen mussten von Ret­tungs­dienst und Not­arzt betreut werden. Der DRK OV Lauffen unterstützte zudem die Absi­che­rung der Ein­satzkräfte.

Da am größen der betrof­fenen Gebäude mas­sive Ein­sturz­ge­fahr bestand, wurde hier das THW Weins­berg mit Fach­be­ra­tern hin­zu­ge­zogen. Weil die Gebäude nicht mehr oder nur teil­weise bewohnbar sind, musste durch das Ord­nungsamt der Stadt Lauffen eine Unter­kunft für 22 Per­sonen gesucht werden. Teil­weise kommen die geschädigten Per­sonen beim Ver­wandten und Freunden unter. Für 12 Per­sonen wurde kurz­fristig von pri­vater Seite aus eine leer­ste­hende große Woh­nung zur Verfügung gestellt - herz­li­chen Dank!

Über Nacht wurde eine Brand­wache ein­ge­richtet, welche bis in die Mor­gen­stunden immer wieder Glut­nester ablöschen musste.

Zum aktu­ellen Stand liegen hier noch keine Erkennt­nisse hin­sicht­lich der Scha­denshöhe und der Brand­ur­sache vor. Die Polizei und Gut­achter werden sich hiermit in den nächsten Tagen damit befassen.

Noch mit dem Ein­satz­ge­schehen „Dach­stock­brand“ beschäftigt, erfolgte um 00:59 eine Alar­mie­rung zu einer „Rauch­ent­wick­lung Freifläche“ an der L 1103 im Gewann Brühl, in den Bereich, in dem in der letzten Woche ein Bau­wagen vollständig aus­ge­brannt ist und die Polizei Ermitt­lungen wegen Brand­stif­tung ein­ge­leitet hat. In diesem Fall brannte ein Baum, wel­cher schnell abgelöscht werden konnte.

Bei einer Ver­sor­gungs­fahrt von der Brand­wache „Dach­stock­brand“, wurde das Hil­fe­leis­tungslöschfahr­zeug um 06.28 Uhr von der Polizei erneut zu der Freifläche im Gewann Brühl ange­for­dert, weil dort schon wieder eine Rauch­ent­wick­lung fest­ge­stellt werden konnte. Auch in diesem Fall konnte der Brand durch gezielten Was­ser­ein­satz schnell gelöscht werden.

Im Rahmen der Wie­der­hestel­lungs­ar­beiten bei den vom Dach­stock­brand betrof­fenen Gebäude, wurde gegen 13:19 Uhr durch die dort tätigen Hand­werker eine Rauch­ent­wick­lung im Bereich eines Dach­stocks fest­ge­stellt und der Notruf gewählt. Im Innen­a­griff und erneut über die Dreh­leiter wurden gezielte punk­tu­elle Lösch­an­griffe, auch unter Ein­satz von Schaum- und Netz­mittel gesetzt. Gegen 16:00 konnte dann ein rei­ches Ein­satz­ge­schehen erfolg­reich abge­schlossen werden.