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Chlorgas-Alarm in Neudenauer Einkaufsmarkt

Einsatz der Feuerwehren Neudenau, Neckarsulm und Bad RappenauGefahrgut am von Uwe Amann, FF Neudenau

Während des alljährli­chen Schlacht­festes der Abtei­lung Neu­denau wurde sie am Samstag, den 01. Dezember, zusammen mit der Abtei­lung Her­bolz­heim zu einem Gefahrgut-Ein­satz zu einem Ein­kaufs­markt in der Sig­linger Straße alar­miert.

Um 08.52 Uhr löste die Feu­er­wehr­leit­stelle Heil­bronn Sirenen-Alarm für die beiden Feu­er­wehr-Abtei­lungen aus, außerdem wurde der Gerätewagen Mess­technik der Neckar­sulmer Wehr und der Gefahr­gutzug aus Bad Rap­penau alar­miert.

Durch die unsachgemäße Ver­wen­dung zweier Rohr­rei­ni­gungs­mittel im Lager des Ein­kaufs­marktes ent­stand Chlorgas. Zwei Per­sonen, die sich im Lager­raum befanden, wurden dadurch ver­letzt (Chlorgas wirkt sehr stark rei­zend auf die Atem­wege, aber auch auf Augen, Haut und Ver­dau­ungs­wege). Der dafür bereits zuvor alar­mierte Ret­tungs­dienst alar­miert daher die Feu­er­wehr nach - vor Ort waren zwei Ret­tungs­wagen und ein Not­arzt­ein­satz­fahr­zeug.Durch die Anwe­sen­heit der Feu­er­wehr­leute im Neu­de­nauer Magazin trafen der Kom­man­do­wagen und das Tanklöschfahr­zeug bereits drei Minuten nach Alarm an der Ein­satz­stelle ein. Während der Erkun­dung durch den Ein­satz­leiter rüstete sich der Angriffs­trupp mit Atem­schutzgeräten aus. Schon zuvor hatten Mit­ar­beiter des Marktes mit de Eva­ku­ie­rung begonnen, diese wurde nun voll­endet und der Markt absperrt. Die nachrückenden Kräfte aus Neu­denau und Her­bolz­heim bauten eine Was­ser­ver­sor­gung aus einem Unter­flur­hy­dranten etwa 200 Meter weiter auf und sperrten die Zufahrt zum Park­platz.

Unter Atem­schutz - und zur Sicher­heit ausgerüstet mit einem Feuerlöscher - ging der Angriffs­trupp des Tanklöschfahr­zeuges durch den Markt ins Lager vor. Dort wurde ein Abfluss ent­deckt, in den aus einem Was­ser­schlauch Wasser floss. Nach Aus­sagen von Mit­ar­bei­tern des Marktes konnte bereits zuvor fest­ge­stellt werden, dass es sich hier um den rich­tigen Abfluss han­deln musste. Die Spülung mit Wasser wurde vom Angriffs­trupp nun gezielt fort­ge­setzt, außerdem wurden Wände und Boden mit Wasser abgespült, um even­tu­elle Rückstände zu ent­fernen. Nach etwa zehn Minuten been­dete der Angriffs­trupp diese Tätig­keit, da davon aus­ge­gangen werden konnte, dass keine Rückstände im Raum mehr vor­handen waren. Er zog sich ins Freie zurück.

Da davon aus­ge­gangen werden musste, dass Mengen der beiden unverträgli­chen Rohr­rei­ni­gungs­mittel in die Kana­li­sa­tion gelangt waren, wurde zum Einen der Neu­de­nauer Klärmeister verständigt, zum Anderen wurde die Ent­schei­dung getroffen, die Kana­li­sa­tion zu spülen. Daher ging nun der Angriffs­trupp - zur Sicher­heit immer noch unter Atem­schutz - vor und spülte die Abfluss­rohre und die Kana­li­sa­tion nach Ent­fernen eines Kanal­de­ckels mit einem C-Rohr.Par­allel dazu wurden die Kon­zen­tra­tions-Mes­sungen im Markt­be­reich durch die Besat­zung des GW-Mess durchgeführt. An keiner der drei Mess­orte (Kas­sen­be­reich / Lagertür / Gang beim Kühlregal) konnten überhöhte Chlorgas-Werte fest­ge­stellt werden. Aller­dings konnte noch ein scharfer Geruch nach Chlor fest­ge­stellt werden. Da alle Fenster bereits zuvor durch Mit­ar­beiter geöffnet worden waren, ent­schloss man sich dazu, den Markt mit dem Über­drucklüfter zu belüften. Um etwa 10.00 Uhr konnten alle Maßnahmen abge­schlossen werden und der Ein­kaufs­markt wieder geöffnet und an die Markt­lei­tung überg­eben werden.

Die zwei ver­letzten Per­sonen wurden bereits gegen 09.15 Uhr ins Kran­ken­haus Plat­ten­wald gebracht.Ein­satz­ende für die Feu­er­wehr Neu­denau war um 10.15 Uhr.

gez. Uwe Amann­Press­spre­cher FF Neu­denau