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Brand nach Blitzschlag in Photovoltaik-Anlage

Einsatz der Feuerwehren Untergruppenbach, Heilbronn und NeckarsulmGebäudebrand am von Andreas Weinert, Feuerwehr Untergruppenbach

Die Feu­er­wehr Unter­grup­pen­bach wurde mit dem Ein­satz­stich­wort „Brand in elek­tri­scher Anlage“ in den Orts­teil Donn­bronn alar­miert.

Bereits auf der Anfahrt wurde mit­ge­teilt, dass ein Blitz ver­mut­lich in die PV-Anlage eines 3-Fami­lien-Hauses ein­ge­schlagen habe und nun eine starke Rauch­ent­wick­lung am Dach ersicht­lich wäre. Auf­grund dieser Sach­lage wurde sofort die DLK der BF HN und die Elek­tro­fach­gruppe der FF Neckar­sulm zur Ein­satz­stelle nach­alar­miert.

Die Erst­erkun­dung ergab eine Rauch­ent­wick­lung unter einer PV-Anlage, welche auf einem Sat­tel­dach mon­tiert war. Weiter gab es eine Rauch­ent­wick­lung in der Dach­ge­schoss­woh­nung und offene Brand­ent­wick­lung im Knie­stock unter­halb der PV-Anlage.

Auf­grund der Nähe des Brand­herdes zur PV-Anlage und dem unklaren Ver­lauf der span­nungsführenden Kabel und Teile konnte der enge Knie­stock zunächst nicht weiter betreten werden. Der Brand wurde aus sicherem Abstand mit einem C-Rohr unter 2 PA bekämpft und konnte schnell unter Kon­trolle gebracht werden. Par­allel wurde die DLK am Dach in Stel­lung gebracht und die Dach­haut auf einen even­tu­ellen Durch­brand kon­trol­liert. Weiter wurden Belüftungsmaßnahmen zur Ent­rau­chung der Räumlich­keiten ein­ge­leitet.

Nach den not­wen­digsten Löschmaßnahmen und der Sicht­ver­bes­se­rung schal­tete die Fach­gruppe Elektro der Feu­wehr NSU in Zusam­men­ar­beit mit einem Elek­triker aus Reihen der Feu­er­wehr die PV-Anlage span­nungs­frei und ver­an­lasste die not­wen­digen Absi­che­rungsmaßnahmen. Nach der Frei­gabe konnten die Löschmaßnahmen im Knie­stock unter PA gefahrlos fortgeführt werden. Sämtli­ches Dach­iso­lier­ma­te­rial und lagernde Gegenstände waren vom Brand beauf­schlagt und mussten von Kräften der Feu­er­wehr über die gesamte Länge des Gebäudes unter Atem­schutz ausgeräumt werden. Hierbei kamen ins­ge­samt 4 Trupps zum Ein­satz. Der Brand­schutt konnte teil­weise über den Korb der DLK nach untern ver­bracht werden.

Im Nach­gang zeigte sich, dass teil­weise abge­brannte blanke Kabel im Knie­stock ver­liefen, die beim frühzei­tigen Betreten des Knie­stocks eine erheb­liche Gefahr für die Ein­satzkräfte dar­ge­stellt hätten.

Die Ein­bin­dung der Fach­gruppe der FF Neckar­sulm bei diesem Scha­den­er­eignis hat sich aus Sicht der FF Unter­grup­pen­bach sehr bewährt. Die erst­ma­lige Zusam­men­ar­beit auf diesem Gebiet ist sehr kon­struktiv und ziel­ori­en­tiert ver­laufen.

Nachdem die Maßnahmen an der Ein­satz­stelle abge­schlossen waren wurde für ca. 3 Stunden eine Brand­wache (TLF 16/25) ein­ge­richtet, welche den Brand­raum immer wieder mit der Wärme­bild­ka­mera kon­trol­lierte.

Par­allel zu diesem Ein­satz musste ein Ver­kehrs­un­fall auf der K2155 abge­ar­beitet werden.