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Brand auf Altenheimgelände

Einsatz der Feuerwehr Bad FriedrichshallGebäudebrand am von Kurt Semen, Feuerwehr Bad Friedrichshall

Um 12,41 Uhr alar­mierte die Leit­stelle bei der Berufs­feu­er­wehr Heil­bronn nach meh­reren Not­rufen die Feu­er­wehr Bad Fried­richs­hall mit dem Stich­wort: „Brand in einem Gebäude auf dem Alters­heimgelände in Jagst­feld.“ Später wurde ergänzt, dass es sich wohl um ein Stall oder Scheu­nengebäude handle.
Da sich auf dem Gelände neben dem eigent­li­chen großen Alters­heim meh­rere klei­nere Gebäude befinden, in denen eben­falls ältere Men­schen unter­ge­bracht sind, war zunächst nicht ein­zuschätzen was die Feu­er­wehr beim Ein­treffen erwartet.
Schon von weitem war ein rie­siger Rauch­pilz über Alt- Jagst­feld sichtbar. Zudem berich­teten anfah­rende Feu­er­wehr­leute, dass im Bereich der Schlauchbrücke die Sicht durch Rauch beeinträchtigt wäre. Dies war Anlass sofort die beiden Außenab­tei­lungen Dut­ten­berg und Unter­gries­heim nach­zu­al­ar­mieren.
Dem Ein­satz­leiter stellte sich beim Ein­treffen fol­gende Lage dar:
An einem in der Gar­ten­an­lage erstellten Flach­dachgebäude mit zwei kleinen Woh­nungen, ange­bauter Garage und ange­bauten Scheunen und Stallgebäude für Pferde stand die Garage in Voll­brand. Die Flammen hatten schon auf die Dach­teile des Wohngebäudes und des Stalls über­ge­griffen. Auf der Koppel hinter dem Stall wurden zwei Pferde von Per­sonen betreut. Der Stall war leer. In einer Woh­nung befand sich noch ein älterer Mann, wel­cher sich bisher gegenüber den Betreuern gewei­gert hat das Gebäude zu ver­lassen.
Der Mann aus der Woh­nung wurde aus dem Haus in das Hauptgebäude des Alters­heim gebracht. Die Pferde wurden von Betreuern weg­ge­bracht. Von zwei Trupps des Tanklöschfahr­zeuges wurden unter Atem­schutz zwei C- Rohre zur Rie­gel­stel­lung von der Gebäude­haupt­seite vor­ge­nommen. Die Dreh­leiter wurde zum Wen­de­rohrein­satz ein­ge­setzt, während vom Löschgrup­pen­fahr­zeug LF 16 ein Lösch­an­griff und eine Rie­gel­stel­lung mit einem C- und einem B- Rohr an der Gebäuderückseite gestartet wurde. Der Aufbau der Was­ser­ver­sor­gung erfolgte durch die Mann­schaft des Rüstwa­gens und der beiden Löschfahr­zeuge der Abtei­lungen Dut­ten­berg und Unter­gries­heim, welche auch die Atem­schutz- Reser­ve­trupps stellten. Ein Überg­reifen des Feuers auf das Wohngebäude und das Stallgebäude konnte ver­hin­dert werden.
Bereits um 12,50 konnte die Rückmel­dung gegeben werden:
Brand einer zwi­schen ein Wohn­haus und Pfer­de­stall gebauten Garage, Feuer unter Kon­trolle, nur noch Nachlöschar­beiten. Per­sonen und Pferde in Sicher­heit. Keine Per­sonen und Tiere ver­letzt. Polizei und Ret­tungs­dienst ist vor Ort.
Über die gesamt Ein­satz­dauer musste eine in der Garage gefun­dene Gas­fla­sche und zwei auf­geblähte Kanister mit Benzin gekühlt werden. Weiter wurden eine Menge Verdünnungs- und Lösemit­tel­ka­nister aus­ge­brannt vor­ge­funden.
Der Gebäude­schaden wird vorläufig auf ca. 20.000 € geschätzt.