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Ausströmendes Kältemittel in Klinik

Einsatz der Feuerwehr Bad RappenauGefahrgut am von Manuel Günther, Feuerwehr Bad Rappenau

Mit dem Ein­satz­stich­wort „BMA Objektalarm beson­dere“ wurde die Abtei­lung Bad Rap­penau am Kar­freitag um 19:01 Uhr in eine örtliche Klinik alar­miert. Die Erkun­dung des erst­ein­tref­fenden Grup­penführers mit der dienst­ha­benden Ärztin zeigte, dass ein Medler im Unter­ge­schoss ausgelöst hatte. Der betrof­fene Melder befand sich in der Lüftungs­zen­trale, wo auch eine leichte Ver­rau­chung fest­ge­stellt werden konnte. Dar­aufhin wurde umge­hend der Gebäude­tech­niker verständigt und der Löschzug so umpo­si­tio­niert, dass ein schneller Zugang in den betrof­fenen Bereich möglich war. Bei einer wei­ter­ge­henden Erkun­dung mit dem zwi­schen­zeit­lich ein­ge­trof­fenen Gebäude­tech­niker, konnte eine leichte Aus­brei­tung des Rauchs in den angren­zende aber zum Ein­satz­zeit­punkt nicht genutzte OP-Bereich fest­ge­stellt werden. Als Quelle der Ver­rau­chung wurde eine Kälte­ma­schine aus­ge­macht und per Not-Aus-Schalter außer Betrieb genommen.

Da nun klar war, dass es sich nicht um Rauch, son­dern ausströmendes Kälte­mittel (R410A) in größerem Umfang (ca. 100 Liter in Anlage) han­delt, wurde der GW-G, der GW-L mit Be- und Entlüftungsgerät und der ELW zur Ein­satz­stelle nach­ge­for­dert. Der betrof­fene Bereich wurde umfang­reich belüftet und durch Trupps unter Atem­schutz die genaue Lecka­ge­stelle loka­li­siert und mit­tels Abdicht­ma­te­rial etwas eingedämmt werden. Par­allel hierzu erfolgten Mes­sungen mit­tels Mul­ti­gas­messgerät, um die Sau­er­stoff­kon­zen­tra­tion in den angren­zenden Räumlich­keiten zu überprüfen und es wurde der Not­dienst einer Fach­firma für Kälte­mit­tel­an­lagen verständigt. Durch den Ser­vice­tech­niker wurde das Absaugen des in der Anlage ver­blie­benen Kälte­mit­tels vor­be­reitet. Der Absaug­vor­gang wurde von einem Trupp mit Messgerät begleitet, um even­tu­elle wei­tere Frei­set­zungen des Kälte­mit­tels fest­stellen zu können. Nachdem diese Mes­sungen alle negativ ver­liefen, wurde die Ein­satz­stelle gegen 23:30 Uhr durch die Feu­er­wehr an den Eigentümer überg­eben, wel­cher gemeinsam mit der Fach­firma die wei­ter­ge­henden Maßnahmen zur Absau­gung und Repa­ratur über­nahm.

Die Feu­er­wehr Bad Rap­penau war zwi­schen­zeit­lich mit 7 Fahr­zeugen und 30 Ein­satzkräften vor Ort.