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Zwei Wehren unter einem Dach

Ellhofenvon Joachim Kinzinger, HSt

Schon bisher koope­rieren die beiden Feu­er­wehren in Leh­ren­steins­feld und Ell­hofen. Da scheint der Bau eines gemein­samen Maga­zins in Zukunft logisch. Ein Feu­er­wehr­haus zusammen mit Weins­berg kommt für Ell­hofen nicht in Frage.

Der Ell­ho­fener Bürger­meister Wolf­gang Rapp spricht von einem Pro­jekt im Frühsta­dium und von Son­die­rungs­gesprächen. Sein Weins­berger Kol­lege Stefan Thoma hatte ihn mehr­fach auf die inter­kom­mu­nale Zusam­men­ar­beit im Feu­er­wehr­wesen ange­spro­chen. Bekannt­lich plant ja Weins­berg ein neues Magazin.

Aus Feu­er­wehr­sicht scheidet für Rapp ein gemein­sames Gebäude mit Weins­berg aus. Zu unter­schied­lich seien die Struk­turen und Dimen­sionen der beiden Wehren. Den Ansatz, dass ?nicht jede Gemeinde alles haben muss?, findet der Gemein­de­chef richtig. Da biete sich eine Koope­ra­tion mit Leh­ren­steins­feld an: Die Flo­ri­ansjünger decken schon jetzt die Tagespräsenz zusammen ab, üben gemeinsam. Das Pro­jekt stehe unter der Vor­aus­set­zung, dass es wei­terhin bei zwei selbstständigen Wehren bleibt.

Wolf­gang Rapp nennt finan­zi­elle Vor­teile für beide Kom­munen. So müssten nur einmal Schu­lungsräume, Ein­satz­zen­trale oder Wasch­platz gebaut werden. ?Das spart Kosten.? Auch sein Kol­lege Björn Stein­bach in Leh­ren­steins­feld sehe die Sache positiv. Es habe schon Gespräche mit Kom­man­danten und den Ausschüssen gegeben.

Der Ell­ho­fener Bürger­meister unter­streicht aber auch, dass ein Neubau noch in weiter Ferne liegt: ?Wir stehen nicht unter Zeit­druck.? Viel­mehr gehe es jetzt darum, im Flächen­nut­zungs­plan die pla­ne­ri­schen Möglich­keiten dafür zu schaffen, also eine Fläche vor­zu­sehen. Sein Vor­schlag: ?An der Lan­des­straße 1102 sollte es sein, die die beiden Orte ver­bindet.?

Der Leh­ren­steins­felder Schultes bestätigt, die Gre­mien hätten eine Zusam­men­ar­beit befürwortet. Vier Stand­orte stünden zur Vor­auswahl. ?Das Beste wäre in der Mitte?, so Stein­bach. Vor allen Dingen sei es wichtig, etwas für die Zukunft im Feu­er­wehr­wesen zu erar­beiten.

Den­noch gibt der Weins­berger Stadt­chef die Hoff­nung noch nicht ganz auf: ?Man muss abwarten, ob sie es ver­wirk­li­chen.? Ein gemein­samer Standort an der Quer­spange komme jedoch nicht in Frage. Er liege von Weins­berg zu weit weg. In zehn Minuten müsse die Wehr am Ein­satzort sein. Mögli­cher­weise könne auch die Abtei­lung Grant­schen in den Weins­berger Neubau inte­griert werden, nennt Thoma eine mögliche Alter­na­tive. Aber: ?Das ist noch Zukunfts­musik.?

Die Ell­ho­fener Feu­er­wehr ist im Rat­hausgebäude unter­ge­bracht. Der Platz reicht der­zeit noch aus. (Foto: Hans Posov­szky)