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Zusammenlegung der Teilortwehren macht keinen Sinn

Schwaigernvon Dieter Nödl, HSt

Um Geld zu sparen, müssen auch bei den Feu­er­wehren Kräfte gebündelt werden. Aber nicht um jeden Preis. In Schwai­gern jeden­falls mache die Zusam­men­le­gung der Teil­ort­wehren keinen Sinn, stellte der neue Kreis­brand­meister Uwe Vogel bei deren Jah­res­haupt­ver­samm­lung klar.

Stres­sige Wochen­enden hat er momentan, der neue Kreis­brand­meister. Da überall in der Region die Feu­er­wehren ihre Jah­res­haupt­ver­samm­lungen abhalten, sta­peln sich auf dem Schreib­tisch von Uwe Vogel die Ein­la­dungen. Doch mehr als zwei Ter­mine pro Abend schafft er nicht. Da muss er der einen oder anderen Wehr schon mal einen Korb geben. Für die Jah­res­haupt­ver­samm­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Schwai­gern in der Stet­tener Mehr­zweck­halle nahm sich der neue Kreis­brand­meister aber den ganzen Sams­tag­abend lang Zeit.

Dass an der tak­ti­schen Aus­rich­tung der vier Schwai­gerner Wehren auch künftig nicht gerüttelt werden soll, nahm die Kom­mando-Ebene mit Erleich­te­rung zur Kenntnis. Dass zum Jah­res­ende beim Land­ratsamt plötzlich noch zusätzliche Mittel für die Kreis­feu­er­wehren zur Verfügung standen, darüber freute sich auch Bürger­meister Johannes Hauser. Denn die Schwai­gerner Wehr braucht drin­gend einen neuen Mann­schafts­trans­port­wagen. Über dessen Beschaf­fung war jüngst im Stadtrat hitzig und kon­tro­vers debat­tiert worden. Dass es nun einen fast sechs­stel­ligen Zuschuss vom Kreis­brand­meister dafür gibt, dürfte die Gemüter sicher­lich etwas beru­higen. Die Umstel­lung der Funk- und Alar­mie­rungs­sy­teme von den ver­al­teten ana­logen auf neue digi­tale Geräte wird aber noch geraume Zeit auf sich warten lassen.

Man hatte in Feu­er­wehr­kreisen zwar ins­ge­heim darauf gehofft, dass wegen der Fußball-WM die Polizei schnells­tens digi­ta­li­siert wird und dann auch die Feu­er­wehren davon pro­fi­tieren könnten. Doch die Umstel­lung wird Mil­li­arden kosten, die im Moment nicht verfügbar sind; nicht einmal für die Polizei.

Im Jah­res­be­richt des Kom­man­danten ließ Albert Decker das Jahr 2005 Revue pas­sieren. Mit der geleis­teten Arbeit ihres Feu­er­wehr­vor­standes war die Ver­samm­lung ein­ver­standen. Die Ent­las­tung erfolgte ein­stimmig. Wel­chen Dienst die Feu­er­wehr­leute ehren­amt­lich für die All­ge­mein­heit leisten, ging aus dem sta­tis­ti­schen Zah­len­werk hervor. So mussten die vier Schwai­gerner Abtei­lungen - teils im Allein­gang, teils im Ver­band - im zurücklie­genden Jahr 45 mal ausrücken. 16 Brände wurden dabei gelöscht und 21 mal wurde tech­ni­sche Hilfe geleistet. Der Rest war unter Fehl­alar­mie­rungen zu ver­bu­chen.

Sechs enga­gierten Feu­er­wehrmännern hef­tete Uwe Vogel die Lan­des­eh­ren­nadel in Silber für 25 Jahre aktive Dienst­zeit ans Revers: Uwe Schlund, Martin Nadj, Bernd Reiner, Eber­hard Schmalzhaf und Ulrich Weißenstein von der Abtei­lung Schwai­gern sowie Volker Schuster von der Abtei­lung Mas­sen­bach. Für ihre 50-jährige Feu­er­wehr-Zugehörig­keit ehrte Bürger­meister Johannes Hauser die Mit­glieder des Alters­zugs Karl Sinn, Karl Kachel und Hein­rich Weißenstein aus Stetten, für 60 Jahre Erich Boger aus Mas­sen­bach.

(Fotos: Feu­er­wehr Schwai­gern)