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Zum Open-Air-Festival mit dem Schirm

Brackenheimvon Stephanie Pfäffle, HSt

Ein biss­chen frus­triert waren sie schon. Da orga­ni­sierte der Hau­sener Zug der Bra­cken­heimer Feu­er­wehr extra ein Rock­kon­zert für die Jugend zum Orts­jubiläum „1800 Jahre Jupiter-Giganten-Säule“ und dann schüttet es wie aus Kübeln.

Zugführer Bern­hard Schmoll gab sich aber zuver­sicht­lich: „Wir sind sicher nicht die ein­zige Open-Air-Ver­an­stal­tung heute Abend, damit muss jeder leben.“ Für die Ver­an­stalter war es nicht möglich, in die benach­barte Sport­halle aus­zu­wei­chen, da dieser Ort bereits fest­lich mit Tüchern und Säulen für die nächste Ver­an­stal­tung geschmückt war. Trotzdem kamen immerhin etwa 300 Besu­cher zum Kon­zert der drei regio­nalen Bands Methu­salem Kom­plott, Rücken­wind und No Love Lost. „Wenn in Hausen ein Open Air statt­findet, sollte man da auch hin­gehen“, begründete Sabine Hopf ihr Kommen. „Das pas­siert wohl die nächsten 1800 Jahre nicht mehr.“ Abge­sehen davon, bei warmem Wetter könne ja jeder feiern.

Während die Bands in einem nach vorne offenen Zelt rockten, mussten die Fans draußen bleiben. Wer das wich­tigste Utensil des Abends, einen Regen­schirm, nicht selber dabei hatte, kuschelte sich mit den anderen unter die flink von den Feu­er­wehrmännern auf­ge­stellten Zeltdächer und Schirme. Fran­ziska (14) und Marion (13) waren extra wegen Methu­salem Kom­plott gekommen. „Wir kennen die Band und haben sogar eine CD von denen zu Hause“, erzählen sie. Ihrem ersten Impuls, bei dem Regen doch lieber daheim zu bleiben, gaben sie denn doch nicht nach.

Das Wetter musste auch den Feu­er­wehrmännern egal sein. Die waren nämlich nicht nur als Orga­ni­sa­toren vor Ort, son­dern wollten die Ver­an­stal­tung auch für eigene Zwecke nutzen. Dazu gab es einen Info­stand - über­dacht natürlich - mit Bil­dern ver­gan­gener Einsätze, ein Tanklösch- und ein Löschgrup­pen­fahr­zeug. Das Schrott­auto wurde benutzt, um zu demons­trieren, wie ein Sche­ren­spreizer funk­tio­niert. „Viele Leute haben das Gerät viel­leicht schon mal im Fern­sehen gesehen. Hier können sie sehen, wie viel Kraft dahinter steckt“, erklärt Marc Thede von der Feu­er­wehr Bra­cken­heim. Viele pro­bierten sich einmal an dem Sche­ren­spreizer.

An einem anderen Stand war­tete die Ver­kehrs­po­lizei Heil­bronn. Roberto Monaci, Poli­zei­haupt­kom­missar bei der Ver­kehrspräven­tion, und Günther Hor­sinka, Poli­zei­ober­meister bei der Ver­kehrsüber­wa­chung, hatten sich wegen ihres Bea­mers aller­dings in den Ein­gangs­be­reich der Sport­halle zurück gezogen. Schwer­punkt ihrer Infor­ma­ti­ons­ta­feln waren Drogen im Straßenver­kehr. „Bei den meisten Ver­an­stal­tungen bekommen wir gute Reso­nanz“, sagt Monaci. „Man kommt ins Gespräch und kann ein Stück weit an die Ver­nunft der jungen Leute appel­lieren.“

Bild: Ein­ge­schwo­rene Fans der rockenden Bands ließen sich vom schlechten Wetter nicht abhalten und fuhren nach Hausen. (Foto: Ste­phanie Pfäffle)