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Zündelnde Kinder lösten offenbar den Brand aus

Heilbronnvon Redaktion HSt

Zündelnde Kinder haben offenbar das Feuer ausgelöst, das am Dienstag das ehe­ma­lige Freu­den­haus „S 3“ in der Sont­heimer Straße 3 in Heil­bronn zu einem Teil zerstörte. Das Gebäude stand leer.

„Wir gehen von Kin­der­brand­stif­tung aus“, stellte Poli­zei­spre­cher Peter Lechner ges­tern auf Anfrage fest. Meh­rere ältere Brand­herde haben die Ermittler in dem vier­ge­schos­sigen Gründer­zeitbau von 1898 ent­deckt. Mit Zeit­schriften und Stoff­resten sei dort Feuer gemacht worden. Zudem fand die Polizei aus Matten und Papier gebas­telte Fackeln, die offenbar für Licht in dem Haus sorgen sollten. „Es gibt zudem Erkennt­nisse, dass Kinder bereits öfter in dem Haus gesehen wurden“, stelle Lechner fest.

Von fahrlässiger Brand­stif­tung geht die Polizei aus. Ins Haus zu gelangen muss offenbar über ein rücksei­tiges Fenster möglich gewesen sein. Das Gebäude ist laut Polizei zum Teil stark in Mit­lei­den­schaft gezogen. Holz­de­cken musste die Feu­er­wehr zum Teil her­aussägen, um an Glut­nester zu gelangen, einige Mau­erstücke mussten abge­bro­chen werden. Abbruch­reif ist das Haus jedoch nicht. Nach vor­sich­tiger Schätzung geht die Polizei von 30 000 bis 40 000 Euro Schaden aus.

Zwei Inves­toren hatten das Haus und wei­tere Gebäude der früheren Rot­licht-Meile an der Sont­heimer Straße im Sommer 2004 von der Stadt Heil­bronn gekauft. Wie berichtet, wollen sie auch nach dem Feuer an ihren Plänen fest­halten, dort ein Alten­pfle­ge­zen­trum mit 175 Plätzen zu errichten.