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Wer so viel Einsatz zeigt, darf auch feiern

von Sabine Friedrich, HSt

„Die Ret­tungs­hun­de­staffel (RHS) ist ein unver­zicht­barer Bestand­teil der Gesell­schaft und hat so man­chen Men­schen das Leben gerettet“, stellte der Lan­des­be­auf­tragte Peter Göttert heraus. Das konnte Innen­mi­nister Rein­hold Gall nur unter­strei­chen. Er sparte nicht mit Lob für den Pio­nier der privat orga­ni­sierten Hilfs­staf­feln, die Unterländer Gruppe. Die fei­erte am Sams­tag­abend in der voll besetzten Bubecks Fest­scheune in Flein 40. Geburtstag. Mit einem Bene­fiz­kon­zert, das rund 2000 Euro ein­brachte. Geld, das drin­gend Not tut für eine neue Unter­kunft mit Sanitäran­lagen.

Spen­den­ak­tion Zwar ist die RHS nicht mehr so arm wie nach dem ersten Jahr. 1975 hatte der Kas­sen­stand gerade mal 46,27 Mark betragen, wie Vor­sit­zender Günter Bau­mann recher­chiert hatte. Um die Inves­ti­tion von 150 000 Euro zu schul­tern, läuft auch eine Spen­den­ak­tion.

Gerade mal 475 Euro bekommt die RHS für das Fahr­zeug in diesem Jahr vom Land. Tier­arzt-, Ein­satz und Ver­pfle­gungs­kosten, Lohn­aus­fall – all das müssen die Mit­glieder aus eigener Tasche bestreiten. Da war die Frage von Mode­rator Ralf Steg­mann bei der Dis­kus­si­ons­runde berech­tigt, ob es denn nicht an der Zeit für mehr Unterstützung sei.

Gall ver­wies darauf, dass neben der Feu­er­wehr und dem Kata­stro­phen­schutz nun auch der Ret­tungs­dienst beim Innen­mi­nis­te­rium ange­sie­delt sei. „Das ist eine erheb­liche Ver­bes­se­rung.“ Ret­tungs­wa­chen und Stand­orte für Luft­ret­tung würden aus­ge­baut. Die Ret­tungs­hun­de­staf­feln bat er um Geduld, wenigs­tens ist der Digi­tal­funk für sie in Vor­be­rei­tung. Statt­dessen hatte Gall einen großen Dank für das ehren­amt­liche Enga­ge­ment der rund 100 Unterländer Mit­glieder mit zwölf aus­ge­bil­deten Hunden mit­ge­bracht. Ohne die Ehren­amt­li­chen sei der Kata­stro­phen­schutz in der vor­han­denen Qualität nicht zu leisten – und auch nicht zu bezahlen.

Rund 80 Staf­feln mit 2500 Mit­glie­dern und 1500 Hunden – davon 700 geprüften – sind im Bun­des­ver­band BRH orga­ni­siert, nannte Präsident Pro­fessor Dr. Helmut Haller Zahlen. Zu der Trümmer- und Flächen­suche kommt in der Aus­bil­dung der vier­bei­nigen Lebens­retter nun das kom­plexe Man­trai­ling mit der spe­zi­fi­schen indi­vi­du­ellen Geruchs­spur. Die RHS Unter­land bildet dafür gerade drei Hunde aus.

Helfer Die Geburts­tags­feier bedeu­tete für die Ret­tungs­hun­de­staffel Unter­land einen Großein­satz. 40 Helfer tischten Spießbraten, Forel­len­filet und Böckinger Feldg?schrei auf. Die Kalo­rien konnten die Gäste gleich abtrai­nieren. Sie klatschten, wippten und sangen mit beim mitreißenden Gesang der Gruppe Ohr­wurm aus Heil­bronn. Der Pop­chor bil­dete eine tolle Vor­gruppe für den Star­gast des Abends, Deutsch­lands wohl bekann­teste Country-Sängerin Jill Morris und Hus­band. Für sie und Ehe­mann Anders Forst­mann gab es ste­henden Applaus.

Bild: Jill Morris & Hus­band schenkten ihren Auf­tritt dem Geburts­tags­kind. So kamen die Gäste in den Genuss eines hochkarätigen (Country-)Kon­zerts. (Foto: Andreas Veigel)