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Weinsberger Einsatzkräfte im Bereich der "LKW-Rettung" professionell geschult

Weinsbergvon Thomas Hardt, Feuerwehr Weinsberg

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Weins­berg konnte für ihren Diensta­bend am ver­gan­genen Mitt­woch, 01.08.2007, zwei erfah­rene und fach­kun­dige „Prak­tiker" gewinnen. Zum Thema „LKW-Ret­tung" refe­rierten die Dozenten Dr. Wolf­gang Balz, Lei­tender Not­arzt im Land­kreis Heil­bronn und Frank Bohm, Zugführer und Aus­bilder bei der Berufs­feu­er­wehr Lud­wigs­hafen. Beide sind Mit­glieder des Aus­bilder-Teams bei der Firma Weber-Hydraulik und gefragte Dozenten bei den inter­na­tional bekannten Rescue Days.

Schwer­punkt der mehrstündigen Schu­lungsmaßnahme, an der auch alle Abtei­lungen der Weins­berger Feu­er­wehr teil­ge­nommen haben, war der Aus­tausch von Schwie­rig­keiten bei der tech­ni­schen und medi­zi­ni­schen Ret­tung aus einem LKW nach den neu­esten Erkennt­nissen. Das The­men­ge­biet wurde aus medi­zi­ni­scher Sicht durch Dr. Wolf­gang Balz erläutert, der spe­ziell auf die Ver­let­zungs­muster ver­un­fallter Per­sonen ein­ging oder die Vor­ge­hens­weise des Ret­tungs­dienst­per­so­nals schil­derte. Der Not­arzt vor Ort ent­scheidet darüber, ob der Patient scho­nend (pati­en­ten­ge­recht) aus dem Fahr­zeug gerettet werden kann, oder ob eine Crashret­tung (sofor­tige, schnelle Befreiung) not­wendig ist. Die ständige Absprache zwi­schen Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst ist hier beson­ders wichtig, denn der Zustand des Ver­un­fallten kann sich jeder­zeit ändern. Welche Ver­let­zungen sind lebens­be­droh­lich? Was muss im Hin­blick auf die Ret­tung durch die Feu­er­wehr beachtet werden? Viele Gesichts­punkte, die nor­ma­ler­weise für die Arbeiten der Feu­er­wehr nicht rele­vant, jedoch für die Tätig­keit des Ret­tungs­dienstes enorm wichtig sind, konnten erörtert werden.

Frank Bohm refe­rierte über die ver­schie­denen tech­ni­schen Möglich­keiten bei der Ret­tung aus LKW. Die Absi­che­rung der Ein­satz­stelle und die Sicher­stel­lung des Brand­schutzes wurden dabei nur ange­schnitten. Wie sind die LKW`s in der Fahr­zeug­kon­struk­tion auf­ge­baut? Welche Bau­teile ver­formen sich schneller und sind daher instabil? Mit wel­chen ein­fa­chen Gerätschaften kann man die größtmögliche Wir­kung erzielen? Was sind die Neue­rungen im Bereich des LKW-Fahr­zeug­baus? Welche Siche­rungsmaßnahmen sind zu beachten? Auf all diese Punkte ging Herr Bohm ausführlich ein.

Nach der wirk­lich exzel­lent vor­ge­tra­genen Präsen­ta­tion mit zahl­rei­chen Bil­dern dankte Kom­man­dant Lajosch Mik­losch Herrn Dr. Balz und Herrn Bohm für die erfolg­reiche Wei­ter­bil­dungsmaßnahme. „ Viele der ange­spro­chenen Punkte setzen wir bereits in der Praxis seit meh­reren Jahren um, aber gerade die Tätig­keiten des Ret­tungs­dienstes oder die ver­schie­denen Tricks, die bei einigen Fahr­zeug­typen ange­wandt werden können, waren sehr inter­es­sant", so Mik­losch.

Dr. Balz, der für Kran­ken­haus- und Pfle­ge­per­sonal ver­schie­dene Semi­nare in der pati­en­ten­ge­rechten Ret­tung durchführt, arbeitet schon meh­rere Jahre mit der Feu­er­wehr Weins­berg zusammen.