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Viel Glück half bei der Anschaffung des Mannschaftstransporters

Schwaigernvon Stefanie Pfäffle, HSt

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Schwai­gern hat einen neuen Mann­schafts­trans­port­wagen (MTW). Dieser wurde am Sonntag beim Tag der offenen Tür fei­er­lich überg­eben. Für die Besu­cher gab es leckeres Essen, Vorführungen und Spielspaß.

Bereits um elf Uhr mor­gens sind die Bänke im Feu­er­wehr­haus Schwai­gern gut gefüllt. Viele befreun­dete Wehren aus den Nach­bar­ge­meinden sind auf einen Sprung vor­bei­ge­kommen, um sich an Puten­ge­schnet­zeltem und Steaks zu laben und natürlich auch, um den neuen MTW zu bestaunen. Der rote Mer­cedes-Trans­porter konnte schneller als gehofft überg­eben werden. Erst 2005 war das Fahr­zeug bean­tragt worden, bereits im Dezember kam die Bewil­li­gung des Finan­zie­rungs­zu­schusses vom Land, da eine andere Feu­er­wehr kurz­fristig abge­sprungen war.

Das war jedoch nicht der ein­zige Glücks­fall. „Unsere Wehr hat es schon immer ver­standen, günstig ein­zu­kaufen“, lobt Bürger­meister Johannes Hauser. Diesmal war es der Lapsus zwi­schen Daimler-Chrysler und einer anderen Feu­er­wehr, die beim Sparen noch zu Hilfe kam. „Die wollten unbe­dingt ein Hoch­dach, uns war das aber egal“, erzählt Gesamt­kom­man­dant Albert Decker. Und so stand beim Her­steller bereits ein Fahr­zeug ohne Abnehmer herum - zwar ein Aus­lauf­mo­dell, also nicht aus der neuen Serie, aber auch das war für die Schwai­gerner zweit­rangig. „Das ist ja kein Sta­tus­symbol, son­dern muss seinen Zweck erfüllen“, betont Pres­se­spre­cher Volker Lang. Und bil­liger wurde es dadurch auch. 49 000 Euro hat das gute Stück gekostet, 9000 Euro wurden bezu­schusst.

Das war noch verhältnismäßig günstig. Aber bereits in ihren Anspra­chen wiesen sowohl Hauser als auch Decker auf den nächsten fälligen Aus­tausch hin: das Tanklöschfahr­zeug für geschätzte 300 000 Euro. Während der Bürger­meister seine Stadträte schon mal vorab bat, diesem „not­wen­digen“ Antrag im nächsten Jahr zuzu­stimmen, hatte der Kom­man­dant schon kon­krete Vor­schläge. „Wenn man in diesem Jahr noch den Zuschuss­an­trag stellt, hätte man die ein­ma­lige Gele­gen­heit, die Anschaf­fung auf zwei Haus­halte zu ver­teilen.“ 2007 käme das Träger­fahr­zeug und im fol­genden Jahr der Ausbau.

Während nun die Schwai­gerner Feu­er­wehrmänner ihr neues Fahr­zeug in Augen­schein nehmen, ver­ziehen sich die jungen Besu­cher längst in Rich­tung Jugend­feu­er­wehr. Dort jagen sie einen Ten­nis­ball eine rote Röhre hoch oder löschen mit einem echten Feu­er­wehr­schlauch ein Haus. Nasse Füße inklu­sive. Wer es lieber tro­cken mag, vergnügt sich mit Stelzen, Pedalos und dem Rin­ge­werfen.

Auch das DRK hat sich dem Tag der offenen Tür ange­schlossen. „Wir arbeiten gern mit der Feu­er­wehr zusammen und können hier auch unsere Arbeit etwa zeigen“, erzählt Bereit­schafts­lei­terin Sandy Adami. Neben der gemein­samen Vorführung an bren­nenden Fahr­zeugen ist vor allem der Defi­bril­lator mit Übungs­puppe und der Erste-Hilfe-Check für die Besu­cher inter­es­sant. Auch Feu­er­wehr­mann Timo Schweizer lässt sich bestätigen, dass seine Wie­der­be­le­bungs­tech­niken kor­rekt sind. „Es ist beru­hi­gend, wenn man das mal an einer Puppe aus­pro­bieren kann. Der Ernst­fall kann schließlich jeden treffen.“

Bild 1: Kom­man­dant Albert Decker (links) nahm von Schwai­gerns Bürger­meister Johannes Hauser den neuen Mann­schafts­trans­port­wagen in Emp­fang.

Bild 2: Üben für den Ernst­fall: Frei­wil­lige Feu­er­wehr und Deut­sches Rotes Kreuz simu­lieren für den Tag der offenen Tür einen Ret­tungs­ein­satz mit Ver­letzten nach einem schweren Ver­kehrs­un­fall. (Fotos: privat/Ste­fanie Pfäffle)