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Viel Getier und wenig Feuer

Leingartenvon Redaktion HSt

Ent­gegen dem langjährigen Trend stieg 2006 die Zahl der Einsätze bei der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr. 65 Mal (Vor­jahr 47) musste die Hilfs­or­ga­ni­sa­tion ausrücken, berich­tete Kom­man­dant André Göbl bei der Haupt­ver­samm­lung am Samstag. Es gab acht Fehl­alarme.

Zehn Klein- und Mit­telbrände waren zu bekämpfen. Am häufigsten waren tech­ni­sche Hil­fe­leis­tungen (17) sowie Tier- und Insek­ten­einsätze (18). Göbl: „Genau genommen dürften wir nicht mehr Feu­er­wehr heißen.“ Aber auch für den Feu­er­si­cher­heits­dienst bei Ver­an­stal­tungen (zehn Mal) und für Fahr­dienste wie bei der Alten­feier wurden die Dienste der Flo­ri­ansjünger in Anspruch genommen. Um allen Anfor­de­rungen gerecht zu werden, wurden 43 Übungen und Son­der­aus­bil­dungen absol­viert. Zwölf Feu­er­wehr­leute waren beson­ders fleißig: Sie ließen keine Übung aus.

Die Wehr hat der­zeit 77 Männer und eine Frau. Dominik Frank und Mathias Löwe wurden von André Göbl zu Feu­er­wehrmännern ernannt. Torsten Fritz beförderte er zum Ober­feu­er­wehr­mann. Als Nach­folger für Her­bert Walter im Haupt­aus­schuss wurde Rouven Leib­brand gewählt.

Als Höhepunkte 2006 erwähnte Göbl den Tag der offenen Tür, den Aus­flug des Löschzugs I und den Kame­rad­schafts­abend. Der Kauf eines Defi­bri­la­tors zur Wie­der­be­le­bung schlug mit 1100 Euro zu Buche. Im Kalender 2007 sind ein­ge­tragen: die Ver­bands­ver­samm­lung am 24. März in Oed­heim, das Hal­len­ho­ckey­tur­nier der Jugend­feu­er­wehr (28. April), der Aus­flug des Löschzugs II nach Bam­berg (12. Mai), der Tag der offenen Tür (8. Juli), der Kame­rad­schafts­abend (3. November) und viele Lehrgänge. Der Kauf einer Ret­tungs­platt­form und von Dicht­kissen ist geplant.

Die Jugend­feu­er­wehr hat 14 Jungen und zwei Mädchen. Zum zehnjährigen Bestehen soll verstärkt die Wer­be­trommel für neue Mit­glieder gerührt werden, sagte Jugend­leiter Rouven Leib­brand. Die Begeis­te­rung der Truppe sei groß. Auf ihren Wunsch hin wurde der Übungs­rhythmus von 14-tägig auf wöchent­lich geändert. Ein beson­deres Erlebnis war der Besuch bei der Berufs­feu­er­wehr Mann­heim.

Bürger­meister Ralf Stein­brenner lobte das ehren­amt­liche Enga­ge­ment der Feu­er­wehr­leute und wünschte ihnen, „von den Einsätzen und Übungen stets gesund nach Hause zu kommen“. Im Haus­halt 2007 seien 113 000 Euro zum Kauf eines Mann­schafts­trans­port­fahr­zeuges mit Ein­satz­leit­wa­gen­funk­tion ein­ge­stellt. Stein­brenner glaubt jedoch nicht, dass das Fahr­zeug bereits beim Tag der offenen Tür ein­ge­weiht werden kann. Die in Baden-Württem­berg geplante Aus­stat­tung mit Digi­tal­funk bezeich­nete der Gemein­de­chef auf­grund der Funklöcher als „Ver­schlech­te­rung gegenüber dem ana­logen System“.

Bild: Feu­er­wehr-Auf­steiger (von links): Dominik Frank, Mathias Löwe und Torsten Fritz.

Foto: Josef Stau­dinger