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Versammlung der Altersobleute - Hans Mühlmann übernimmt Amt von Reinhold Korb

Stadt- und Landkreis Heilbronnvon Gerhard Leitz

Nach zweijähriger coro­nabe­dingter Pause fand die diesjährige Ver­samm­lung der Alters­ob­leute in Wid­dern statt. Trotz teil­weise wei­terer Anreise in die nördliche Ecke des Land­kreises Heil­bronn waren doch viele Alters­ka­me­raden der Ein­la­dung gefolgt.

Rein­hold Korb begrüßte die Alters­ka­me­raden und eröffnete die Ver­samm­lung. Die aus­ge­fal­lenen Ver­samm­lungen bat er zu ent­schul­digen, aber ihm war der Schutz der Alters­ka­me­raden vor Corona wich­tiger. Des­halb ist auch der geplante Aus­flug im Jahre 2020 aus­ge­fallen. Im November 2021 nahmen er und Helmut Schön am Seminar Kreis­ob­leute an der

Lan­des­feu­er­wehr­schule in Bruchsal teil. Das Thema Freiplätze Feu­er­wehr­hotel wurde auch ange­spro­chen, da ist es wichtig, diese Plätze auch dann tatsächlich zu belegen damit kein Leer­stand im Feu­er­wehr­hotel ent­steht. Rein­hold hat auch seinen Platz im Aus­schuss Feu­er­wehr Hotel abge­geben, dafür ist nun Rein­hold Gall im Aus­schuß.

Bürger­meister Kevin Kopf stellte in seinem Grußwort Wid­dern kurz vor und erwähnte die Wich­tig­keit des Ehren­amtes für das Gemein­wesen und nannte auch eine Zahl: So werden über 4 Mrd. Stunden jährlich ehren­amt­lich in Deutsch­land geleistet.

Wolf­gang Schlägel, der frühere Kom­man­dant, gab nun einen kurzen Blick über die Ent­wick­lung des Feu­er­wehr­we­sens in Wid­dern. Die frei­wil­lige Feu­er­wehr Wid­dern ist noch recht jung, sie wurde erst 1927 gegründet. Den­noch hat sie sich gut ent­wi­ckelt und ist, seit sie 2011 den neuen Standort bezogen hat, auch räumlich und tech­nisch gut aus­ge­stattet.

Patrick Ehr­hard, der jet­zige Kom­man­dant, gab nun noch wei­tere Auskünfte über Struktur und Abtei­lungen der Feu­er­wehr.

Kreis­brand­meister Bernd Halter stellte sich nun den Alters­ka­me­raden vor. Da er aus Neckar­sulm kommt, und auch mal in der ZSW Neckar­sulm arbei­tete, kennt er sich im nördli­chen Land­kreis gut aus. Er infor­mierte die Alters­ka­me­raden dann über geplante Maßnahmen des Land­kreises zum Bevölke­rungs­schutz. So soll der Schutz bei Großscha­dens­er­eig­nissen inter­kom­munal durch Beschaf­fung ent­spre­chender robuster Fahr­zeuge und Geräte, die im Land­kreis ver­teilt und dann bei Bedarf in Staf­felstärke von benach­barten Feu­er­wehren besetzt und zum Ein­satz kommen, ver­bes­sert werden. Dann sprach er auch das lei­dige Thema Digi­tal­funk an. Hier soll nun in abseh­barer Zeit, nach ent­spre­chender Schu­lung, die Umstel­lung erfolgen. Des wei­teren ging er noch auf die Aus­bil­dung ein, diese soll durch Ent­wick­lung und Ein­satz von Online Lern­platt­formen zeitgemäßer und moderner werden.

Rein­hold Gall, Vor­sit­zender des KFV HN, sprach nun zu den Alters­ka­me­raden. Die Corona Zeit war und ist eine Her­aus­for­de­rung für die Feu­er­wehren. Der Übungs­be­trieb war nur stark ein­ge­schränkt möglich und ist nun durch den Übergang in den Regel­be­trieb wieder leichter zu händeln, denn natürlich sind fort­dau­ernde Übungen not­wendig um die Ein­satzfähig­keit zu erhalten. Außerdem kommen die regelmäßigen Übungen auch der Pflege der Kame­rad­schaft zu gute, denn die Kame­rad­schaft ist ein wich­tiges Band das die frei­wil­ligen Feu­er­wehren brau­chen, um ihren gesell­schaft­lich aner­kannten Dienst leisten können. Dann sprach er auch den Krieg in der Ukraine an und meinte, dass wir in her­aus­for­dernden Zeiten leben, gleich­zeitig aber froh sein können in einem funk­tio­nie­renden Staat zu leben. Leider wird das aber inzwi­schen von vielen Men­schen als zu selbst­verständlich ange­nommen. Darum ist es wichtig, dass das Ehrenamt wert­geschätzt wird. So ist der Ver­band stets bemüht z.B. durch Ver­bes­se­rung des Ver­si­che­rungs­schutzes, Anpas­sung der Auf­wands­entschädigungen, Freiplätze im Feu­er­wehr­hotel Titisee etc. dies zu errei­chen. Auch das Pro­gramm 65+ sprach er an, hier mag es im Ein­zel­fall mal Schwie­rig­keiten geben, aber die Älteren können den ihnen zuste­henden Respekt auch ein­for­dern. Nun infor­mierte er noch über die Ver­an­stal­tungen des KFV HN auf der Lan­des­gar­ten­schau in Eppingen: 29.05 Blau­lichttag und am 28.08. Old­ti­mer­treffen. Beide Ver­an­stal­tungen sind sicher­lich inter­es­sant und einen Besuch wert.

Rein­hold Korb berich­tete nun über orga­ni­sa­to­ri­sche Sachen. Anschließend meinte er, dass es nach 33 Jahren als Funk­ti­onsträger beim KFV und alters­halber, an der Zeit ist, das Amt ab zugeben. Er berich­tete dann noch kurz über seine zahl­rei­chen Tätig­keiten beim KFV. Er sprang kurz­fristig als Kas­sier ein, war u.a. Initiator ver­schie­dener Neue­rungen z.B. Einführung Ehren­me­dallie, Einführung Geschick­lich­keits­tur­nier, Einführung Inter­net­auf­tritt, Beschaf­fung Brand­schutzanhänger etc.. Dies war aber nur möglich weil er große Unterstützung aus den Feu­er­wehren erhielt und Mit­streiter hatte. Dafür bedankte sich Rein­hold noch mal ausdrücklich. Leider sind inzwi­schen viele dieser Mit­streiter ver­storben.

Rein­hold Gall rich­tete nun Dan­kes­worte an Rein­hold und bedankte sich für das außergewöhnlich lange Enga­ge­ment von Rein­hold im Feu­er­wehr­wesen, bedau­erte aber auch den Abschied eines guten Kame­raden, denn die Zusam­men­ar­beit mit ihm war immer ange­nehm. Aber, nach so langer Tätig­keit darf man auch mal aufhören! Nun stellte Rein­hold Gall den Nach­folger von Rein­hold Korb, Hans Mühlmann vor.

Hans Mühlmann stellte sich nun noch persönlich vor. Er kommt aus Neu­lau­tern und war bis 2017 über 10 Jahre Kom­man­dant der Feu­er­wehr Wüstenrot. Außerdem ist er schon einige Zeit Mit­glied im Aus­schuss des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Heil­bronn. So wurde sicher­lich für die Nach­folge von Rein­hold Korb eine gute Wahl getroffen, so dass die Kon­ti­nuität gewährleistet ist. Außerdem steht ja der bis­he­rige Stell­ver­treter von Rein­hold, Helmut Schön, weiter zur Verfügung und kann dem „Neuen“ mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Rein­hold Korb rief nun den Top Ver­schie­denes auf, als da aber keine wei­teren Fragen kamen, bedankte er sich noch­mals bei den Alters­ka­me­raden für die jah­re­lange, gute Zusam­men­ar­beit, wünschte den Alters­ka­me­raden wei­terhin alles Gute und schloss die Ver­samm­lung.