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Verpuffung mit Folgebrand im Kesselraum

Hauptübung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Wimpfen

Am Samstag 26.Juli 2014 um 14 Uhr, nur eine Woche nach dem Großbrand der Tabak­hallen waren die Männer und Frauen der Frei­wil­ligen Feu­er­wehren Bad Wimpfen und Bad Rap­penau erneut bei hoch som­mer­li­chen Tem­pe­ra­turen gefor­dert. Diesmal war es „nur“ die alljährliche Hauptübung im SRH Gesund­heits­zen­trum Bad Wimpfen.

Fol­gende Lage erwar­tete die Ein­satzkräfte: Im Kes­sel­raum im UG ereig­nete sich eine Ver­puf­fung, Rauch kam aus dem Not­aus­stieg, ein Person war ver­misst.

Der Angriffs­trupp des Hil­fe­leis­tungslöschfahr­zeugs HLF 20/16 machte sich sofort auf die Suche nach der ver­missten Person im Keller. Zeit­gleich arbei­tete sich der Angriffs­trupp des Löschgrup­pen­fahr­zeugs LF8 von der Gebäuderückseite zur Brandbekämpfung zum Kes­sel­raum vor. Nach kurzer Zeit wurde dem Ein­satz­leiter Mat­thias Elsasser gemeldet, dass die Person gefunden wurde. Auf­grund der ver­win­kelten und noch dazu ver­qualmten Kel­lergänge musste die Person über den engen Not­aus­stieg gerettet werden. Diese Ret­tung war nur mit Hilfe der Dreh­leiter, dem Rollg­liss und der Korb­trage möglich. Um die Was­ser­ver­sor­gung sicher­zu­stellen legte die Besat­zung des Gerätewa­gens Trans­port GW-T eine wei­tere B-Lei­tung vom Hydrant in der Oster­berg­strasse zum Ein­satzort.

Noch während die Men­schen­ret­tung und Brandbekämpfung in vollem Gange war, rief plötzlich eine Frau auf einem Balkon „Feuer, Feuer bei mir brennt es - Zimmer 708“. Dies war ein wei­terer Teil der Hauptübung, hier wurde ange­nommen, dass die Bewoh­nerin durch den Ret­tungs­ein­satz der Feu­er­wehr so abge­lenkt war, dass sie ihr Bügeleisen, wel­ches auf einem Wäschestück stand, vergaß.

Da bei einem Alarm im SRH Gesund­heits­zen­trum immer sofort ein Löschzug von Bad Rap­penau mit alar­miert wird und in ihrem Feu­er­wehrgerätehaus auf Abruf bereit steht, griff Ein­satz­leiter Mat­thias Elsasser sofort auf die Hilfe der Bad Rap­pen­auer zurück. Um zu diesem Ein­satzort zu gelangen, fuhren die Ein­satzkräfte aus Bad Rap­penau die Gebäuderückseite des „Haus F“ (ehe­mals Oster­berg) an.Die Dreh­leiter aus Bad Rap­penau wurde für die Men­schen­ret­tung in Stel­lung gebracht. Während sich der Angriffs­trupp auf den langen Weg ins 7. Ober­ge­schoss machte, wurde die Steig­lei­tung befüllt, so konnte der Angriffs­trupp direkt den Wand­hy­drant im 7. OG anschließen und das „Feuer“ im Zimmer 708 rasch ablöschen.

Um 15:30 Uhr war die Übung beendet und alle Ein­satzkräfte trafen sich zur Nach­be­spre­chung in der Cafe­teria der SRH. Bürger­meister Brechter und Kom­man­dant Martin Ram­s­perger bedankten sich bei allen Feu­er­wehr­leuten die auch bei dieser Übung wieder ihre Schlag­kraft unter Beweis gestellt haben. Natürlich auch bei den beiden Haus­meis­tern Hr. Schlüter und Hr. Holler welche halfen die Übung vor­zu­be­reiten und durchzuführen.

Im Übungs­ein­satz waren die Feu­er­wehr Bad Wimpfen mit 6 Fahr­zeugen und 31 Mann, die Feu­er­wehr Bad Rap­penau mit 2 Fahr­zeugen und 12 Mann sowie das DRK Orts­ver­band Bad Wimpfen mit 1 Fahr­zeug und 4 Mann.