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Unfall in Baustelle - PKW verunglückt

Weinsbergvon Thomas Hardt, Feuerwehr Weinsberg

Am Mitt­woch, 22.08.2007 führte die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Weins­berg eine Übung im Bereich der Bau­stelle Lin­den­straße / Ecke Schil­ler­straße durch. Als Lage wurde ange­nommen, dass ein Anwohner bei dem Ver­such, mit seinem PKW durch den Bau­stel­len­be­reich direkt an sein Wohn­haus zu gelangen, mit dem Fahr­zeug in eine Bau­grube gestürzt ist und dabei schwer ver­letzt wurde. Ein zur Hilfe eilender Pas­sant stol­perte und fiel in eine dane­ben­lie­gende Bau­grube.

Die Übungs­leit­stelle mel­dete den Weins­berger Ein­satzkräften über Funk:

„Unfall in Bau­stelle, Lin­den­straße / Ecke Schil­ler­straße, PKW mit ein­ge­klemmter Person in Bau­grube, eine wei­tere Person eben­falls ver­letzt!"

Unmit­telbar nach der Alar­mie­rung rückten zwei Tanklöschfahr­zeuge, der Rüstwagen, die Dreh­leiter sowie der Ein­satz­leit­wagen zur Unfall­stelle aus. Da in Weins­berg der­zeit in größerem Umfang Straßen- und Kanal­ar­beiten ausgeführt werden, gestal­tete sich schon die Anfahrt als schwierig. Ein Teil der Fahr­zeuge musste über die Kern­er­straße, die Dreh­leiter über die Wei­dach­strasse anfahren. An der Ein­satz­stelle ange­kommen, erkun­dete der Zugführer kurz die Lage und teilte seine Kräfte ent­spre­chend ein. Während sich die Mann­schaft des ersten Tanklöschfahr­zeugs und des Rüstwa­gens mit der ein­ge­klemmten Person im Fahr­zeug beschäftigte, war die Besat­zung der Dreh­leiter und des zweiten Tanklöschfahr­zeugs damit beschäftigt, die zweite ver­letzte Person aus der anderen Bau­grube zu retten.

Die Ret­tungsmaßnahmen waren blitz­schnell ein­ge­leitet. Mit der Seil­winde des Rüstwa­gens wurde der in der Bau­grube befind­liche PKW gegen wei­teres abrut­schen gesi­chert und der Bereit­stel­lungs­raum ein­ge­richtet. Nachdem der Not­arzt die pati­en­ten­ge­rechte Ret­tung gefor­dert hatte und der Zustand des Ver­un­fallten stabil war, ent­schied der Ein­satz­leiter als zweite Siche­rungsmaßnahme den Ein­satz des Greif­zuges. Nachdem das Dach mit­tels Schere abge­trennt war, konnte die Person mit dem Spi­ne­board scho­nend gerettet werden. Da ange­nommen werden musste, dass das Fahr­zeug die Gas­lei­tung beschädigt haben könnte, waren Mes­sungen mit den Ex-Warngeräten unumgänglich. Die Stadt­werke wurden ange­for­dert um dies zu kon­trol­lieren.

Während­dessen hat die Mann­schaft der Dreh­leiter das Rollg­liss auf­ge­baut und die in die Bau­grube gestürzte Person erst­ver­sorgt. Das Anlegen der Hals­krause (Stiff­neck) und die Auf­nahme mit der Schau­fel­trage gestal­teten sich nicht als ein­fach. Anschließend begann die Ret­tung. Mit der Schau­fel­trage konnte der Ver­letzte in den Schleift­ra­ge­korb gehoben und mit der Dreh­leiter aus der Grube beförtert werden. Der Ret­tungs­dienst über­nahm beide und brachte sie in ein Kran­ken­haus.

Die durch zwei Aus­bilder präzise vor­be­rei­tete Übung lockte zahl­reiche Anwohner nach Außen um die Vor­ge­hens­weise der Feu­er­wehr mit zu ver­folgen.

Mit der­ar­tigen Großübungen werden bei der Feu­er­wehr in Weins­berg frisch aus­ge­bil­dete Zugführer kon­fron­tiert. Gesamt­kom­man­dant Lajosch Mik­losch über­nahm einmal die Auf­gaben eines Grup­penführers, Abtei­lungs­kom­man­dant Roland Wirth die Auf­gabe eines Maschi­nisten. Der frisch aus­ge­bil­dete Zugführer Martin Donald musste des­halb die Übung als Ein­satz­leiter bewältigen. Unterstützung erhielt er von Klaus Lan­den­berger, der eben­falls wie Martin Donald die Zugführer­aus­bil­dung vor meh­reren Wochen erfolg­reich bestanden hat.

„Mit diesen Maßnahmen wollen wir unsere Nach­wuchsführungskräfte for­dern und gleich­zeitig die Möglich­keit geben, die Erfah­rungen schon frühzeitig zu sam­meln", so Lajosch Mik­losch. Die Übung ist nach Ansicht der beiden Aus­bilder sehr gut gelaufen. Sogar die Anwohner waren begeis­tert und zückten den Foto­ap­parat um einige Bilder zu machen.

Ein beson­derer Dank gilt an dieser Stelle auch den Firmen Riedmüller und Schneider Bau, die die Bau­stelle extra für die Feu­er­wehr „vor­be­reitet" haben.