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Trotz Dauerregen Wasser spritzen

Leingartenvon Stefanie Pfäffle, HSt

Bei­nahe ins Wasser fiel das Lein­gar­tener Kin­der­fe­ri­en­pro­gramm beim Besuch der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr. Da kam das kühle Nass nicht nur aus den Schläuchen, son­dern auch aus den Wolken.

Es nie­selt. Zwölf Kinder warten mit einigen Müttern vor dem Feu­er­wehrgerätehaus, als sie plötzlich einen gewal­tigen Satz machen müssen und laut johlen vor Lachen. Was war pas­siert? Die Grube, von der aus die Feu­er­wehr­leute ihre Fahr­zeuge von unten säubern können, hatte dank abge­stan­denen Was­sers einen mehr als nur unan­ge­nehmen Geruch ent­wi­ckelt und sollte per Feu­er­wehr­schlauch gerei­nigt werden. Einer der Männer drehte den Hydranten zu schnell auf, seine Kame­raden konnten das sich plötzlich weh­rende Biest nicht mehr fest­halten, der Schlauch machte sich selbstständig und das Gerätehaus stand auch schon unter Wasser. „Das ist das Lus­tigste, was ich seit langem gesehen habe“, meinte ein Junge.

Es nie­selt stärker. Auf­ge­teilt in zwei Gruppen schauen sich die Kinder die Feu­er­wehr­sta­tion und die Fahr­zeuge an. In der Funk­zen­trale geht gerade ein Notruf ein. In Bad Fried­richs­hall brennt ein Pkw. An den Leuchten kann man immer erkennen, wo sich wel­ches Fahr­zeug gerade befindet, für die ver­schie­denen Einsätze gibt es Num­mern: 203 steht für einen kleinen Ein­satz wie einen Con­tai­ner­brand, 202 für ein großes Feuer. „Das ist prak­tisch, dadurch brau­chen wir nicht mehr viel zu funken, son­dern geben nur ein paar Zahlen ein“, erklärt Feu­er­wehr­mann Jürgen Fritz. Alle 76 aktiven Mit­glieder haben einen Funk­empfänger, mit dem sie in den Ein­satz gerufen werden. „Bei einem Tier in Not oder einer Ölspur brau­chen wir nicht alle, dann werden nur ein­zelne Trupps ange­piepst.“

Fritz ver­teilt Regen­ja­cken an zwei Kinder, die ohne da sind. Es soll ja nie­mand krank werden, denn der Tanklöschzug, der jetzt an der Reihe ist, steht draußen. Neun Leute passen in dieses Fahr­zeug, die Kinder dürfen Probe sitzen. Wit­ziger ist aber der sil­berne Schutz­anzug gegen übergroße Hitze, wenn zum Bei­spiel Fett oder Metall brennt. „Da würden unsere nor­malen Anzüge nicht aus­rei­chen“, erklärt Fritz. „Seid gegrüßt, ihr Erd­linge“, sagt einer der Jungs, als er den Anzug anpro­biert. Ein biss­chen was von einem Außerir­di­schen hat das Teil schon.

Es regnet stärker. Nach einer Inspi­zie­rung der Fahr­zeuge und des Gerätehauses geht es hin­unter auf den Park­platz der Fest­halle. Dort steht inzwi­schen der Tanklöschzug und es geht end­lich ans Spritzen. Mit dem so genannten Schnell­an­griff, ein Schlauch mit Pis­tole, der bereits fest ange­schlossen ist, zielen die Kinder auf Ten­nisbälle, die auf Warnhütchen auf dem Sport­platz liegen.

Es schüttet. Kurz wird noch die Macht des Was­ser­wer­fers demons­triert, aber dann doch die Flucht ins Gerätehaus ange­treten. Im Auf­ent­halts­raum trocknen sich alle ab und warten auf die Bratwürste, die noch auf dem Pro­gramm stehen. Jürgen Fritz überbrückt die Zeit mit Fotos von Einsätzen und Ausflügen der Jugend­feu­er­wehr und zeigt, wie ein Atem­schutzgerät funk­tio­niert.

Bild: Da ist ganz schön viel drin in so einem Tanklöschfahr­zeug. Jürgen Fritz erklärt den neu­gie­rigen Kin­dern jedes Detail. (Foto: Ste­fanie Pfäffle)