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Technik und Brandbekämpfung faszinieren

Heilbronnvon Marc Schmerbeck, HSt

Rauch kommt aus einer Scheune. Flammen züngeln, ver­zehren das Holz. So könnte der Ernst­fall aus­sehen. Doch er blieb am Sams­tag­abend glückli­cher­weise aus. Es war eine reine Demons­tra­tion der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Kirch­hausen. Sie bil­dete den Abschluss des Tages der offenen Tür.

„Wir wollten der Bevölke­rung einen Ein­blick in unser Tätig­keits­feld geben“, sagt Kom­man­dant Alex­ander Czok. „Die wenigsten bekommen doch mit, was wir genau zu tun haben.“ In den ver­gan­genen Jahren haben sich die Auf­gaben der Feu­er­wehr gewan­delt. Die Brandbekämpfung spielt zwar noch die Haupt­rolle, doch sie wird immer mehr begleitet von tech­ni­scher Hil­fe­leis­tung.

Noch immer fas­zi­niert die Feu­er­wehr Kinder und Jugend­liche. Doch auch die Flo­ri­ansjünger müssen um Nach­wuchs werben. Das frei­wil­lige Enga­ge­ment lässt nach. „Auch des­wegen haben wir den Tag der offenen Tür ver­an­staltet“, erklärt Czok.

Technik Langsam schlen­dert Tim Pap­pen­scheller durch das Magazin. Schaut sich neu­gierig die Fahr­zeuge und Werk­zeuge der Feu­er­wehr­leute an. Sein Blick bleibt am LF 8/6 hängen. Hinter dem kryp­ti­schen Namen ver­steckt sich ein Fahr­zeug von Daimler Benz. Es wird vor allem bei der Brandbekämpfung ein­ge­setzt, ist unter anderem mit 600 Litern Wasser beladen. Damit kann ein Brand sofort bekämpft werden, bis die Löschwas­ser­ver­sor­gung steht. Außerdem ist der LF 8/6 mit Atem­schutz­masken, Steck­lei­tern, einem Strom­erzeuger und ins­ge­samt 400 Metern Schlauch aus­ge­stattet. Schell­mann darf ein Stück Schlauch her­aus­ziehen - für kurze Zeit fühlt er sich für ein rich­tiger Feu­er­wehr­mann. Wenige Meter weiter blickt Jonas Ockert auf den RW 1: ein Fahr­zeug, das bei tech­ni­schen Hil­fe­leis­tungen ein­ge­setzt wird. Er ist mit einer Ket­tensäge, einem Motor­trenn­schleifer, einem Bol­zen­schneider und Seil­winden ausgerüstet.

Sirenen heulen. Blau­licht erhellt die Nacht. Die Löschwas­ser­ver­sor­gung wird vor­be­reitet, Schläuche aus­ge­rollt. Jeder Hand­griff sitzt. Der künst­liche Rauch aus der Nebel­ma­schine in der Scheune nimmt den Feu­er­wehrmännern die Sicht. Hilfe aus Heil­bronn wird ange­for­dert, der Not­arzt bestellt. Es befinden sich Men­schen in der bren­nenden Scheune. Ihre Ret­tung hat Priorität. Minuten später: Die Übung ist vorbei, war nur eine Demons­tra­tion: In der Realität könnte es jeder­zeit so ablaufen.


Bild: Nur eine Übung: Die Feu­er­wehr löscht einen Brand. (Foto: Marc Schmer­beck)