QR-Code zur Seite

Sparen, sparen, Mannschaftswagen kaufen

Bad Rappenauvon Adrian Hoffmann, HSt

Die Feu­er­wehr Grom­bach hat einen Mann­schafts­trans­port­wagen. Am Samstag übergab Rein­hold Müller vom Förder­verein der Feu­er­wehr dem Abtei­lungs­kom­man­danten Lothar Fleck den Schlüssel. Die Stadt Bad Rap­penau hatte den Ein­kauf der Grom­ba­cher Feu­er­wehr nicht unterstützt, weil sie einen Mann­schafts­trans­port­wagen für nicht not­wendig hält.

Lange Vor­pla­nung 6300 Euro hat er gekostet, der drei Jahre alte Mann­schafts­trans­port­wagen der Marke Fiat Ducato. 100 000 Kilo­meter ist er mit seinem Die­sel­motor schon gefahren und hat Platz für neun Männer. Aller­dings hat er keinen Funk an Bord und auch kein Blau­licht. Egal, findet Lothar Fleck - ihm geht es vor allem darum, dass seine Leute geschlossen zum Ein­satz fahren können und nicht jeder mit dem eigenen Auto zum Unfallort eilen muss. Seit zehn Jahren sei der Kauf eines sol­chen Mann­schaft­wa­gens bereits in Über­le­gung, sagt Fleck. Diese Über­le­gung sei auch der Grund dafür gewesen, warum der Förder­verein über­haupt ins Leben gerufen wurde. Irgendwie musste der Wagen finan­ziert werden.

Und da die Stadt nicht wollte, musste sich die Feu­er­wehr-Abtei­lung selbst darum kümmern. „Das war ein biss­chen ein heißes Thema", erin­nert sich Kom­man­dant Lothar Fleck. Zur Anschaf­fung eines Mann­schafts­trans­port­wa­gens habe er eine andere Mei­nung als die Stadt­ver­wal­tung. Trotzdem habe man nach wie vor ein gutes Verhältnis zur Stadt, und das solle auch so bleiben. Den­noch könne er über die ver­geb­li­chen Bemühungen, einen Mann­schafts­wagen finan­ziert zu bekommen, fast ein Buch schreiben, meint Fleck - selbst beim Innen­mi­nis­te­rium habe er es pro­biert. Auch hier bekam er eine Absage. „Ohne das Enga­ge­ment der Mit­glieder des Förder­ver­eins wäre dies nicht möglich gewesen", sagt Fleck zum Kauf des Gebraucht­wa­gens.

„Nachdem von der Stadt nie­mand da ist, gestatten sie mir ein paar Worte aus Grom­ba­cher Sicht", meint Rein­hold Karl, CDU-Stadtrat, vor den fei­ernden Feu­er­wehr­leuten. Für die Abtei­lung sei ein Wunsch in Erfüllung gegangen. Die Anschaf­fung des Mann­schafts­wa­gens sei eine gute Sache - „auch wenn die Stadt das anders sieht". Die Abtei­lungen aus anderen Orts­teilen blickten sicher­lich etwas nei­disch auf Grom­bach. Rein­hold Karl sieht einen großen Vor­teil des Mann­schafts­wa­gens darin, dass während der Fahrt schon der Ein­satz­plan bespro­chen werden könne.

Neue Ziele Der Förder­verein der Grom­ba­cher Feu­er­wehr hat sich bereits ein neues Ziel gesetzt. Ein Fest­zelt wäre nicht schlecht. Bis zu 10 000 Euro kostet so etwas aber laut den Infor­ma­tionen von Rein­hold Müller. Und des­halb wird wohl mal wieder kein Weg dran vor­beiführen: sparen, sparen und dann kaufen.

Bild: Abtei­lungs­kom­man­dant Lothar Fleck (links) nimmt von Rein­hold Müller vom Förder­verein der Grom­ba­cher Feu­er­wehr den Schlüssel ent­gegen. (Foto: Adrian Hoff­mann)