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Sommerliches Wetter und ein buntes Programm

Möckmühlvon Frank Lutz, HSt

Pünkt­lich zum Herbst­fest der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr kehrt der Sommer nach Möckmühl zurück: Die Sonne strahlt am Sams­tag­nach­mittag vom blauen Himmel, es herr­schen milde Tem­pe­ra­turen um die 20 Grad Cel­sius. Zur großen Freude von Uwe Thoma: „Wir haben das Wetter bestellt und bekommen“, sagt der Feu­er­wehr-Kom­man­dant. Er erwartet einen „schönen bunten Herbst­abend“ mit vielen Gästen. Schließlich gibt es ein Jubiläum zu feiern: Es ist das zehnte Herbst­fest.

Arbeits­reich Im mit viel herbst­li­chem Grün geschmückten Feu­er­wehr­haus lassen die Besu­cher nicht lange auf sich warten. Zu ihnen gehören Margit und Karl-Heinz Friedl. Ein arbeits­rei­cher Tag liegt hinter dem Möckmühler Ehe­paar: Während Margit Friedl Kuchen geba­cken hat, hat Feu­er­wehr­mit­glied Karl-Heinz Friedl von mor­gens bis nach­mit­tags beim Aufbau mit­ge­holfen. Doch nun wird gefeiert: Karl-Heinz Friedl freut sich beson­ders auf die Tanz­garde Bühler­tann.

Auch Bürger­meister Ulrich Stammer lässt sich das Fest nicht ent­gehen. Er lobt die Kame­rad­schaft in der Feu­er­wehr, aber auch das Inter­esse der Öffent­lich­keit: „Jedes Jahr wird es hier geram­melt voll. Darin zeigt sich die hohe Wertschätzung.“

Ein dra­ma­ti­sches Erlebnis mit der Feu­er­wehr schil­dert Heinz Pfitzke: Der 75-jährige Möckmühler wurde in seinem Wein­berg von Hor­nissen in den Kopf gesto­chen und verlor das Bewusst­sein. Seine Frau Bri­gitte rief die Feu­er­wehr, die Pfitzke mit einer Prit­sche aus dem Wein­berg abtrans­por­tierte und ins Kran­ken­haus brachte. „Die Jungs haben mich gerettet“, sagt der Wein­berg­be­sitzer. Spätes­tens seitdem sind die Pfitzkes bei jedem Herbst­fest dabei: „Nach so einem Erlebnis sehen die Leute Sie gleich ganz anders“, sagt Heinz Pfitzke.

Fackelzug Als es draußen dunkel wird, ver­sam­meln sich Dut­zende Kinder mit ihren Eltern vor dem Gebäude. Bald ziehen sie in Beglei­tung einiger Feu­er­wehr­leute mit bren­nenden Fackeln durch die dämmrigen Straßen. Es geht über die Jagstbrücke, vorbei an Fach­werkhäusern, über das Kopf­stein­pflaster der Alt­stadt und schließlich wieder zum Feu­er­wehr­haus.

Schon von ferne hört man dort zünftige Marsch­musik, denn inzwi­schen steht die Odenwälder Trach­ten­ka­pelle Mudau auf der Bühne. In rot-weißen Trachten bieten die Musiker eine hei­tere Mischung aus Blas­musik und Gesang. Im bis fast vollständig gefüllten Saal begeis­tern sie mit Stim­mungs­lie­dern wie „Lasst euch grüßen“ und „Wir sind Kinder von der Eger“. Bei „Ein Prosit der Gemütlich­keit“ heben einige Leute das Glas an. Ein Jubel­schrei tönt durch den Raum.

Und auch beim gest­rigen Tag der offenen Tore ist der Andrang groß: Schon am Vor­mittag ist die Halle mit 500 Besu­chern kom­plett voll. Auch vor dem Gebäude tum­meln sich die Gäste. Kom­man­dant Thoma ist glücklich: „Es ist ein Traum bei dem sagen­haften Wetter.“

Foto: Feu­er­wehr Möckmühl