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Seit 100 Jahren für die Bürger im Einsatz

Kirchardtvon Rudolf Landauer, HSt

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Kirchardt beging ihr 100-jähriges Bestehen am Wochen­ende in beson­ders fei­er­li­cher Form. Den Auf­takt bil­dete der Festakt, dessen Höhepunkt der Große Zap­fen­streich war.

Der Zap­fen­streich war ein Wunsch des Kirchardter Kom­man­danten Markus Bucher, den ihm seine Feu­er­wehr­ka­me­raden erfüllten. Die musi­ka­lisch und optisch beein­dru­ckende Aufführung begeis­terte die Festgäste in später Nacht im Zelt an der Grom­ba­cher Straße. Zuvor begrüßte Markus Bucher die Anwe­senden und freute sich über die große Zahl der Besu­cher.

Danach durfte er die Grußworte der Ehrengäste ent­ge­gen­nehmen, die der Wehr zum runden Geburtstag gra­tu­lierten. Ihr oberster Dienst­herr, Kirchardts Bürger­meister Rudi Kübler, ging auf die wech­sel­volle Geschichte der Wehr ein. Leider habe es ter­min­lich nicht ganz geklappt, der Feu­er­wehr das zwar fer­tige, aber noch nicht TÜV-abge­nom­mene nagel­neue Tanklöschfahr­zeug überg­eben zu können, meinte der Bürger­meister und fügte humor­voll an: „Dann machen wir halt noch ein Fest.“

Das Gemein­de­ober­haupt stellte sich deut­lich vor seine Wehr und erteilte Sätzen wie „die Feu­er­wehr habe wieder ein neues Spiel­zeug bekommen“ eine Absage. Das neue Fahr­zeug „ist eine not­wen­dige Aus­stat­tung, um in Not gera­tenen Men­schen zu helfen und Sachgüter zu bewahren“, rief er den Gästen zu.

Erst wenige Tage vor dem Fest hatte die Wehr nach Wol­kenbrüchen Einsätze gehabt, die sie extrem for­derten. Eigen­ar­ti­ger­weise spreche bei sol­chen Einsätzen nie­mand mehr von Spiel­zeug.

Die Glückwünsche des Land­kreises und des Land­rats über­brachte der erste Lan­des­be­amte Lutz Mai. Kreis­brand­meister Uwe Vogel dankte den Kirchardter Kame­raden für ihre Ein­satz­be­reit­schaft. „Die Feu­er­wehr ist ein Sam­mel­punkt ehr­li­cher Idea­listen.“ Fünf Ver­eins­ver­treter über­brachten stell­ver­tre­tend ein Geschenk und gra­tu­lierten. Wann haben hun­derte Gäste in einem Fest­zelt außerhalb der Fußball-Welt­meis­ter­schaft geschlossen die Natio­nal­hymne gesungen? In Kirchardt war es der Fall. Sie bil­dete den fei­er­li­chen Höhepunkt beim Großen Zap­fen­streich, der auf das 17. Jahr­hun­dert zurückgeht. Unter dem Kom­mando von Ger­hard Kupfer zog die Ehren­for­ma­tion mit Fackeln unter den Klängen des York­schen Mar­sches ein. „Helm ab zum Gebet“ und die Natio­nal­hymne bil­deten die Höhepunkte im Fackel­schein. Die Feu­er­wehr­ka­pelle erhielt Unterstützung des Spiel­manns­zugs Bad Fried­richs­hall, weil dafür Pfeifen und Trom­meln vor­ge­schrieben sind.

Am Samstag gestal­teten Ver­eine einen unter­halt­samen Abend und lie­ferten tolle Beiträge. In gekonnter Manier führte Werner Fröhlich durch das Pro­gramm. Ob die Fußball­ju­gend der SG, das Gesangsduo des Schützen­ver­eins oder die Aerobic-Gruppe des TV, der Gesang­verein, die Garde und die Gug­gen­musik der CGK, sie alle trugen zu der gelun­genen Ver­an­stal­tung bei und machten der Feu­er­wehr auf ihre Art ein Geschenk.

Bild 1: Mit dem großen Zap­fen­streich fei­erte die Feu­er­wehr Kirchardt ihr Jubiläum am Freitag und eröffnete des Fest­wo­chen­ende damit fei­er­lich. (Foto: Land­auer)

Bild 2 + 3: Volker Lang, KFV-Medi­en­team