QR-Code zur Seite

Sankt Florian steht Pate

Möckmühlvon Alexandra Berk, HSt

Die größte Verände­rung für die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Ruchsen sieht man gleich, wenn man die ehe­ma­lige Garage im alten Rat­haus betritt. Dicht an dicht hängen die Ein­satz­uni­formen in den neuen Spinden. „Bisher mussten die Kame­raden ihre Ein­satz­klei­dung immer zu Hause auf­be­wahren“, erzählt der Kom­man­dant der Abtei­lung Ruchsen, Eber­hard Thierl.

Das hat mit der Ein­wei­hung des neuen Feu­er­wehr­ma­ga­zins, die am Sonntag statt­fand, ein Ende. Die frühere Garage ist zu einem modernen Umklei­de­raum umge­baut worden. Durch einen Zwi­schenbau, in dem Platz für die Zen­trale ist, ist er mit der neuen Garage, die neben dem Rat­haus ent­standen ist, ver­bunden. Hier findet nicht nur das betagte Trag­kraft­sprit­zen­fahr­zeug der Ruch­sener Wehr seinen Platz, son­dern es sind auch Lagermöglich­keiten für Ein­satzgerät vor­handen.

Fort­be­stand „Damit wird ein großer Schritt auf dem Weg zur Umset­zung unseres Feu­er­wehr­kon­zeptes und ins­be­son­dere zum Fort­be­stand dieser Abtei­lung gemacht“, sagt Uwe Thoma, Kom­man­dant der Möckmühler Gesamt­wehr. Mit der Erstel­lung eines Feu­er­wehr­kon­zepts für ganz Möckmühl stand vor rund zehn Jahren die Ruch­sener Wehr auf dem Prüfstand. Damals ent­schied man sich, die Frei­wil­lige Feu­er­wehr in dem Teilort zu erhalten. „Eine Feu­er­wehr besteht nicht nur aus Ein­satz­zeiten“, stellt Bürger­meister Ulrich Stammer mit Nach­druck fest und betont den Wert von Kame­rad­schaft und bürger­schaft­li­chem Enga­ge­ment.

Rund 200 000 Euro wurden in den Neubau inves­tiert. Darin ent­halten sind die Erstel­lung der Außenan­lagen und die Platz­ge­stal­tung vor dem Gebäude sowie rund 15 000 Euro für die Innen­aus­stat­tung. Dass die Bau­kosten am Ende nur knapp 4000 Euro über den ver­an­schlagten Kosten lagen, ist auch dem Ein­satz der Feu­er­wehr­ka­me­raden zu ver­danken, wie alle Redner betonten. „Bei 1600 Arbeits­stunden haben wir aufgehört zu zählen“, sagt Thierl.

Neben der Kom­bi­na­tion aus Funk­tio­nalität und guter Gestal­tung im his­to­ri­schen Orts­kern von Ruchsen, stellten auch das Gelände, die beengte Zufahrtsmöglich­keit und der Anschluss an das denk­mal­geschützte ehe­ma­lige Rat­haus hohe Anfor­de­rungen, wie Archi­tekt Joa­chim Huber vom Büro Huber Archi­tekten-Part­ner­schaft berichtet. Als gelungen und optisch gefällig bezeichnet Stammer den fer­tigen Bau. „Hier, in zen­traler Lage, wo das Feu­er­wehr­haus eines Ortes dieser Größe hingehört, wurden auch ein Dorf­treff und Ver­bin­dungs­wege geschaffen“, betont Thoma.

Sicher­heit Dass die Frei­wil­lige Feu­er­wehr einem geord­neten und gere­gelten Feu­er­wehr­dienst nach­gehen kann, ist für Ruch­sens Orts­vor­steher Ralf Krämer von Bedeu­tung. „Mit dem Neubau ist auch für die Zukunft ein hohes Maß an Sicher­heit in Ruchsen gewährleistet.“

Damit sich die Bürger noch sicherer fühlen können, hat der Förder­verein der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Rauch­melder gespon­sert und in den letzten Wochen Gut­scheine für kos­ten­lose Rauch­melder an alle Ruch­sener Haus­halte ver­teilt. Diese können jetzt beim Tag der offenen Tür im neuen Feu­er­wehr­ma­gazin eingelöst werden. „Dann müssen wir viel­leicht noch sel­tener ausrücken, aber uns soll?s recht sein“, sagt Thierl.

Bild: Sym­bo­lisch über­gibt Archi­tekt Joa­chim Huber (Mitte) den Schlüssel an Bürger­meister Ulrich Stammer (l.) und Kom­man­dant Eber­hard Thierl. (Foto: Alex­andra Berk)