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Rettungsseminar bei der FF Pfaffenhofen

Pfaffenhofenvon Michael Stuber, Feuerwehr Pfaffenhofen

„Für die erfolg­reiche Ret­tung von ein­ge­klemmten Per­sonen aus ver­un­fallten Fahr­zeugen ist eine umfang­reiche Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen Feu­er­wehr und Not­arzt unbe­dingt erfor­der­lich!“
Dieses Fazit stand im Mit­tel­punkt eines eintägigen Semi­nars für pati­en­ten­ge­rechte Ret­tung bei der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Pfaf­fen­hofen am Samstag, den 19. Mai 2007. Wei­tere Teil­nehmer waren außerdem die DRK-Orts­gruppe aus Zaber­feld sowie einige Kame­raden der FF Bra­cken­heim.

Reiner Stuber vom Aus­bil­dungs­team der Firma Weber-Hydraulik und der Lei­tende Not­arzt Dr. Wolf­gang Balz refe­rierten zunächst über die Stan­dard-Ein­satz-Regeln bei Ver­kehrsunfällen, wobei sie sich durch ihre enormen prak­ti­schen Erfah­rungen im tech­ni­schen bzw. im medi­zi­ni­schen Bereich her­vor­ra­gend ergänzten.

Laut Stuber sollte die eigent­liche Ret­tung einen Zeit­rahmen von 20 Minuten nicht über­schreiten, so dass nach der „Golden hour of shock“ jeweils 20 wei­tere Minuten für die Alar­mie­rung/Anfahrt sowie den Abtrans­port der Ver­letzten ein­ge­plant werden könne und somit eine kli­ni­sche Ver­sor­gung inner­halb einer Stunde nach dem Unfall gewährleistet sei. „Ob nun aber möglichst schnell oder scho­nend gear­beitet werden muss, liegt im Ermessen des Not­arztes. Des­halb ist die Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst enorm wichtig“, schärfte Dr. Balz den Semi­nar­teil­neh­mern ein. Wei­tere The­men­schwer­punkte der theo­re­ti­schen Aus­bil­dung lagen zum einen in der modernen Fahr­zeug­tech­no­logie und den sich daraus erge­benden Schwie­rig­keiten bei der Ret­tung, sowie zum anderen in der Vor­ge­hens­weise des „Inneren Ret­ters“, der sowohl die medi­zi­ni­sche Erst­ver­sor­gung als auch wich­tige Sicher­heits- und Unterstützungs­auf­gaben über­nehmen muss.

Beim prak­ti­schen Teil am Nach­mittag wurden dann drei ver­schie­dene Ein­satz­si­tua­tionen simu­liert. Die Auf­gabe der ein­zelnen Gruppen aus Feu­er­wehr­angehörigen und Ret­tungs­sanitätern bestand jeweils darin, eine ein­ge­klemmte Person aus einem Fahr­zeug in Nor­mal­lage, Sei­ten­lage bzw. Dach­lage zu befreien. Vor allem in den beiden letzt­ge­nannten Fällen muss beson­ders effi­zient und schnell gehan­delt werden, um ein mögli­cher­weise auf­tre­tendes Hänge­trauma des Fah­rers ver­hin­dern zu können. Diese und wei­tere Erläute­rungen der beiden Aus­bilder trugen dazu bei, dass sämtliche Teil­nehmer ihre Kennt­nisse in pati­en­ten­ge­rechter Ret­tung auf­fri­schen bzw. erwei­tern konnten und damit nun bestmöglich auf die ver­schie­densten Situa­tionen im Ernst­fall vor­be­reitet sind.

Beson­derer Dank gilt daher den Semi­nar­lei­tern Reiner Stuber und Dr. Wolf­gang Balz, die sich regelmäßig mit viel Enga­ge­ment und Zeit­auf­wand für die Wei­ter­bil­dung von Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst und damit letzt­end­lich für die Belange jedes ein­zelnen Ver­kehrs­teil­neh­mers ein­setzen.