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Realbrandausbildung Aufbau Modul in Külsheim

Am Sonntag den 08.05.2022 machten sich 12 moti­vierte Atem­schutzgeräteträger der Feu­er­wehr Bad Rap­penau mit dem Aus­bilder-Team, um 6:30 Uhr, auf den Weg nach Külsheim, zum I.F.R.T. Aus­bil­dungs­zen­trum (Inter­na­tional Fire & Rescue Trai­ning).

Dort ange­kommen ging es nach einer kurzen Führung über die Anlage schon direkt in die Praxis über und die Teil­nehmer konnten live erleben, wie sich das Feuer bei einem Woh­nungs­brand ent­wi­ckelt. Es wurde darauf ein­ge­gangen, wie sich die Rauch­gase bei unter­schied­li­cher Sau­er­stoff­zu­fuhr ent­wi­ckeln und welche Möglich­keiten es gibt die Brand­stelle zu bekämpfen um möglichst effektiv vor­zu­gehen. Dabei konnten die Teil­nehmer am eigenen Körper spüren, was der rich­tige Ein­satz des Strahl­rohres aus­macht und wie über ver­schie­dene Ein­stel­lungen am Strahl­rohr der ent­ste­hende Was­ser­dampf und die Hitze sich steuern lässt.

Nach dem ersten gemein­samen Durch­gang im Brand­con­tainer wurde die Gruppe auf­ge­teilt. Die eine Hälfte ver­tiefte zuerst den rich­tigen Ein­satz des Strahl­rohres bei Übungen im freien, bevor es wieder trupp­weise in den Brand­con­tainer ging um das gelernte direkt am echten Feuer zu ver­tiefen. Neben dem rich­tigen Ein­satz des Strahl­rohres ging es den ganzen Tag auch um den rich­tigen Ein­satz der Wärme­bild­ka­mera und wie mit ihrer Hilfe das Feuer besser einschätzen und dadurch auch bekämpfen kann. Die zweite Gruppe beschäftigte sich mit der Schlauch­re­serve und wie im Brand­fall möglichst effi­zient mir der Schlauch­lei­tung Rich­tung Brand­herd vor­ge­drungen werden kann. Zusätzlich ging es dann noch in einen abge­dun­kelten Con­tainer, wo das vor­gehen bei einer Men­schen­ret­tung noch einmal auf­ge­frischt wurde und wurde schnell fest­ge­stellt, dass man sich nicht immer auf die Wärme­bild­ka­mera ver­lassen sollte und es essen­ziell ist noch wei­tere Sinne ein­zu­setzen, wie bei­spiels­weise das abtasten der Umge­bung. Bevor es in die Mit­tags­pause ging wech­selten die zwei Gruppen noch durch, damit jeder bei allen Sta­tionen einmal dran war.

Frisch gestärkt nach der Mit­tags­pause kam dann das High­light der Real­brand­aus­bil­dung. Es wurde ein Kel­ler­brand simu­liert, wel­cher von einem Trupp bekämpft werden musste und par­allel hatte ein wei­terer Trupp die Auf­gabe die Men­schen­ret­tung einer ver­missten Person im Erd­ge­schoss durchzuführen. Nachdem jeder Trupp einmal im Ein­satz war wurde nach einer kurzen Nach­be­spre­chung durch getauscht und somit konnte jeder einmal die Bandbekämpfung und einmal die Men­schen­ret­tung durchführen. Die Beson­der­heit bei der Real­brand­aus­bil­dung ist, dass die Ein­satzkräfte unter sicheren Bedin­gung mit echtem Feuer üben können um so ein Gefühl für die Hitze und das Rauch­ver­halten zu bekommen, was die Teil­nehmer bei dem Kel­ler­brand am eigenen Körper spürten, da es dort keine Möglich­keit für eine Abluftöffnug gab und sich des­halb die Hitze und der Rauch dort extrem auf­staute. Das ver­deut­lichte einmal mehr, wie wichtig die moderne Persönliche Schutz­ausrüstung (PSA) für die Ein­satzkräfte ist um unver­sehrt solche hohen Tem­pe­ra­turen zu über­stehen.

Zum Schluss packten noch einmal alle mit an, damit wieder alles zügig aufgeräumt werden konnte um die Heim­reise wieder antreten zu können. Zurück im Feu­er­wehr­haus in Bad Rap­penau ange­kommen wurde dann noch die getra­gene Ein­satz­klei­dung direkt gewa­schen, um eine Ver­schlep­pung der, mit Rauchgas kon­ta­mi­nierten Klei­dung, zu ver­hin­dern.

Die Teil­nehmer bedanken sich bei Ihrem Aus­bilder-Team für den span­nenden und ereig­nis­rei­chen Lehr­gangstag und freuen sich schon darauf das gelernte bei Übungen in den Abtei­lungen wei­ter­zu­geben und anzu­wenden.