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Rauchvorhang stoppt den Brandqualm

Neckarsulmvon Andreas Bracht

Bei der Feu­er­wehr Neckar­sulm wird ein neues Löschhilfs­mittel ein­ge­setzt, das ebenso ein­fach wie wir­kungs­voll ist.

Es han­delt sich um den so genannten ?Rauch­vor­hang?, der erst­mals bei einem Woh­nungs­brand am 20. März 2006 im Stadt­teil Ober­ei­sesheim erfolg­reich erprobt wurde. Kom­man­dant Her­mann Jochim stellte auf der Jah­res­haupt­ver­samm­lung die Funk­ti­ons­weise dieses mobilen Rauch­ver­schlusses vor.

Um zu ver­hin­dern, dass sich der Rauch aus einem Brand­raum in wei­teren Gebäude­teilen aus­breitet, wird ein Vor­hang aus feu­er­festem Spe­zi­al­stoff mit Hilfe eines Span­ners in Sekun­den­schnelle im oberen Bereich des Türrah­mens befes­tigt.

Jetzt können die Ein­satzkräfte auf dem Boden unter dem Vor­hang hin­durch in den Brand­raum krie­chen.

Da gleich­zeitig das Gebäude unter Über­druck gesetzt wird, kann der Brand­rauch nicht ent­wei­chen, son­dern später zum Bei­spiel durch eine Fensteröffnung gezielt aus­ge­blasen werden.

Die Idee, den Schnell­spanner, der sonst von Hand­wer­kern beim Bau von Türzargen ver­wendet wird, in dieser Weise ein­zu­setzen, stammt von Dr. Michael Reick, dem Kreis­brand­meister des Land­kreises Göppingen.

Nachdem sich dieses Patent im Ein­satz so gut bewährt hat, will die Feu­er­wehr Neckar­sulm auch für die beiden Abtei­lungs­wehren Ober­ei­sesheim und Dahen­feld je einen Rauch­vor­hang anschaffen. Der Kos­ten­auf­wand steht dem­nach in keinem Verhältnis zum Nutzen und beträgt rund 460 Euro pro Vor­hang. (snp)