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Rauchmelder sind "Investition in die Sicherheit"

von Josef Staudinger, HSt

Warum gehören Rauch­melder in jedes Haus und in jede Woh­nung? Wie funk­tio­nieren sie? Wo sollten die Geräte mon­tiert werden und was ist beim Kauf zu beachten? Diese und noch viele wei­tere Fragen wurden bei einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung der Lein­gar­tener Feu­er­wehr zu ?einem brandheißen Thema? beant­wortet.

Kom­man­dant André Göbl bezeich­nete die Anschaf­fung von Rauch­mel­dern als ?eine Inves­ti­tion in die Sicher­heit?. Selbst wenn sie nur einmal gebraucht würden, hätte sich der Kauf ren­tiert. Die der­zei­tigen Dis­kus­sionen um die gesetz­liche Rauch­mel­der­pflicht in Baden-Württem­berg - in vier Bun­desländern wurde sie bereits eingeführt - und ein aktu­eller Fall in Lein­garten hätten die Feu­er­wehr ver­an­lasst, einen Infor­ma­ti­ons­abend anzu­bieten, erklärte Göbl.

Bun­des­weit würden jährlich etwa 600 Men­schen bei Haus- und Woh­nungsbränden sterben. 70 Pro­zent davon nachts. In der Regel sei bei einem Brand nicht das Feuer tödlich, son­dern der Rauch, so Göbl. Schon drei Atemzüge des hoch­gif­tigen Brand­rauchs können tödlich sein. Die Opfer, so der Feu­er­wehr­mann, würden im Schlaf bewusstlos und dann ersti­cken.

Durch den schrillen Alarmton eines Rauch­mel­ders wurde vor kurzem eine Lein­gar­tener Familie mor­gens um halb drei aus dem Schlaf gerissen. Sie habe Glück im Unglück gehabt und noch recht­zeitig die Feu­er­wehr alar­mieren können, schil­derte Göbl.

?Rauch­melder ist nicht gleich Rauch­melder?, erklärte der tech­ni­sche Betriebs­wirt und Fach­mann Markus Kehl aus Lein­garten. Gute Geräte würden bei­spiels­weise einen Warnton abgeben, wenn die Bat­terie aus­ge­wech­selt werden muss. Er emp­fahl die Ver­wen­dung von Lithium-Bat­te­rien. Die letzte Kauf­si­cher­heit, so Kehl, sei das Gütesiegel des Ver­bandes der Sach­ver­si­cherer (VdS). Als Min­dest­schutz emp­fahl der Experte einen Rauchwächter im Flur bezie­hungs­weise auf dem Ret­tungsweg sowie im Schlaf- und Kin­der­zimmer. Er wies darauf hin, die Geräte am besten mittig an die Decke zu mon­tieren. Voll­schutz bieten Rauch­melder, die in jeden Raum - auch im Keller und unter dem Dach - instal­liert werden. Aus­nahmen bilden Räume, in denen Störgrößen ent­stehen, wie etwa Dampf, Staub und starke Zug­luft. Opti­maler Schutz wird von sys­tem­ver­netzten Rauch­mel­dern gewährleistet, bei denen alle Geräte gleich­zeitig Alarm auslösen.

Während bat­te­rie­be­trie­bene Melder sehr ein­fach im ?Do-it-your-self?-Ver­fahren zu instal­lieren sind, sollten netz­be­trie­bene Rauchwächter vom Fach­mann mon­tiert werden, meinte Markus Kehl. Die in Deutsch­land zuge­las­senen Geräte funk­tio­nieren nach dem foto­elek­tro­ni­schen Prinzip. Das heißt, die Rauch­melder haben eine Mess­kammer, in die feinst kali­brierte Licht­strahlen aus­ge­sendet werden. Beim Ein­dringen von Rauch­par­ti­keln wird das Licht gebro­chen und die Strahlen treffen auf eine Foto­linse. Dieser Kon­takt löst sofort einen Alarm aus.

Rauch­melder sollten im Fach­handel erworben werden, riet Markus Kehl: ?Qualität macht sich bezahlt.? Den Anschaf­fungs­preis für ein bat­te­rie­be­trie­benes Warngerät bezif­ferte er je nach Ausführungstyp auf etwa 30 bis 50 Euro.

Im Anschluss an seine Ausführungen stand der Experte in Sachen Rauch­melder den zahl­rei­chen Gästen zusammen mit den Lein­gar­tener Elek­tro­meis­tern Peter Söhner und Marco Flin­spach Rede und Ant­wort.

Bild:
Experte Markus Kehl (Zweiter von links), flan­kiert von den Elek­tro­meis­tern Marco Flin­spach (links) und Peter Söhner, sowie Feu­er­wehr­kom­man­dant André Göbl (Vierter von links) im Gespräch mit Gästen. (Foto: Josef Stau­dinger)