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Polizistin erschossen - Kollege schwer verletzt

von Redaktion HSt

Unbe­kannte haben heute bei einer Schießerei auf einem Rand­areal der Heil­bronner The­re­si­en­wiese eine Poli­zistin getötet und einen Poli­zei­be­amten schwer ver­letzt. Bei einer Rou­ti­ne­kon­trolle war die Strei­fen­be­sat­zung nach bis­he­rigen Erkennt­nissen im Ein­satz, als der oder die Kon­trol­lierten offenbar das Feuer eröffneten.

Ein Rad­fahrer hat die beiden Poli­zisten kurz nach 14.00 Uhr auf dem Festgelände The­re­si­en­wiese gefunden; sie lagen neben ihrem Dienst­wagen. Die Hin­tergründe der Tat liegen bis­lang kom­plett im Dun­keln, sagte ein Poli­zei­spre­cher.

Die Opfer sind Angehörige der Bereit­schafts­po­lizei Böblingen und stammen aus Böblingen und Sin­del­fingen. Sie waren im Kon­zept „Sichere City“ in Heil­bronn im Ein­satz. Die getötete Beamtin war 22 Jahre, ihr Kol­lege ist 24 Jahre alt. Beide sind seit März 2003 und Sep­tember 2004 im Poli­zei­dienst.

Täter auf der Flucht

Die Dienst­waffen der Opfer - Pis­tolen vom Typ P 2000 - und die Hand­schellen fehlten. Mit einem rie­sigen Poli­zei­auf­gebot, Poli­zei­hub­schrau­bern und einem Son­der­ein­satz­kom­mando fahndet die Polizei nach den Tätern.

Die Polizei hat Hin­weise auf ein älteres Ehe­paar, das mit ihren Fahrrädern auf dem Radweg, der unmit­telbar am Tatort vor­beiführt, in Rich­tung Böckingen gefahren sein soll. Beide hatten Fahr­rad­helme auf. Sie werden drin­gend als Zeugen gesucht und gebeten, sich bei der nächsten Poli­zei­dienst­stelle zu melden.

Nichts geht mehr: Ver­kehr zusam­men­ge­bro­chen

Die Polizei ist dabei, Straßensperren zu errichten und Fahr­zeuge zu kon­trol­lieren. Sie rief dazu auf, keine Anhalter mit­zu­nehmen. Wenn Auto­fahrer bereits Anhalter mit­ge­nommen hätten, werden sie drin­gend gebeten, sich zu melden.Die Aus­fall­straßen Heil­bronns wurden großräumig abge­sperrt, Poli­zisten durchkämmten Stadt­bahnen. Der Ver­kehr brach in Heil­bronn zusammen. Alle Aus­fall­straßen aus Heil­bronn sind kom­plett abge­rie­gelt.

Foto: dpa