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Öhringen: Geschäftshaus in Flammen

von Oliver Färber HSt

Rund 1,5 Mil­lionen Sach­schaden ent­standen bei einem Großbrand am frühen Frei­tag­morgen in der Öhringer Innen­stadt. Meh­rere Stock­werke eines Geschäfts­hauses wurden Opfer der Flammen. Die Brand­ur­sache ist noch völlig unklar.

Gegen 1.30 Uhr bemerkte ein Pas­sant das Feuer in der Öhringer Markt­straße bei der Firma Rothenhöfer. Er rief über Handy die Feu­er­wehr.

Schon beim Ein­treffen der ersten Kräfte stieben die Flammen aus dem Dach. Der Feu­er­schein war über ganz Öhringen zu sehen. Über zwei Dreh­lei­tern bekämpften die Feu­er­wehr­leute zunächst die Flammen von außen über das Dach. Gleich­zeitig wurde mit gezieltem Was­ser­ein­satz dafür gesorgt, dass das Feuer nicht auf benach­barte Häuser überg­riff.

29.04.05 - Brand in der Öhringer Innen­stadt

Der Kampf gegen den Brand zog sich hin. Über eine lange Schlauch­lei­tung kam das Löschwasser aus der Ohrn im Hof­garten zur Ein­satz­stelle in der Stadt­mitte. Schließlich gingen auch Trupps mit Atem­schutzgeräten innen gegen das Feuer vor. Während der Arbeiten brach für meh­rere Minuten der Funk­kon­takt zu zwei Ein­satzkräften ab. Sie wurden in den schwarzen dicken Rauschwaden, die den Fensten ent­wi­chen, ver­misst. Doch schließlich stellte dies sich als tech­ni­sches Pro­blem dar.

Bis zum frühen Morgen kämpften die Kräfte gegen die Flammen. Im Ein­satz waren 18 Fahr­zeuge der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Öhringen mit ihren Abtei­lungen sowie der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Künzelsau. Ins­ge­samt waren rund 75 Feu­er­wehr­leute vor Ort. Außerdem war die Schnell­ein­satz­gruppe des DRK Öhringen und der Ret­tungs­dienst des DRK Hohen­lohe mit drei Ret­tungs­wagen, einem Kran­ken­trans­port­wagen und zehn Kräften im Ein­satz.

Da das Feuer kurz nach Ende der „Night Of Music“ im Rahmen der Öhringer Woche aus­brach, ver­folgten viele Schau­lus­tige das Ein­satz­ge­schehen. Leider waren sie teil­weise unein­sichtig und behin­derten auch Ein­satzkräfte, in dem sie die aus Sicher­heitsgründen auf­ge­stellten Absper­rungen igno­rierten.

Ver­letzt wurde bei dem Ein­satz nie­mand. Bewohner eines benach­barten Hauses wurden vor­sorg­lich eva­ku­iert und vom
DRK betreut, konnten aber noch in den Mor­gen­stunden wieder in ihre Woh­nungen zurück gehen.

Erste Schätzungen der Polizei zum ange­rich­teten Sach­schaden belaufen sich auf rund 1,5 Mil­lionen Euro. Die obersten drei Stock­werke wurden Opfer der Flammen. Der Rest des Hauses, der Ein­rich­tung und der Waren wurde durch Rauch und Löschwasser stark in Mit­lei­den­schaft gezogen. Die Ein­satzkräfte konnten zumin­dest ver­hin­dern, dass trotz der engen Bebauung benach­barte Häuser keine größeren Schäden davon trugen. Die Brand­ur­sache ist der­zeit noch völlig unklar. Die Kri­mi­nal­po­lizei hat die Ermitt­lung nach dem Grund für das Feuer bereits auf­ge­nommen.