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Neues Fahrzeug für die Lebensretter

Bad Rappenauvon Karoline Beck, HSt

Die Bon­felder Feu­er­wehr erhielt Ein­satz­wagen für 185 000 Euro

Knallrot und blitz­blank poliert standen die zwei Ein­satz­fahr­zeuge der Feu­er­wehr vor der Kirch­berg­halle in Tresch­klingen und ließen sich bewun­dern: Der Neu­wagen gehört der Bon­felder Wehr, die dafür einen gebrauchten an die Tresch­klinger Kame­raden geben. Rei­hen­weise scharten sich Feu­er­wehr­leute und Anwohner um die Löschfahr­zeuge und lauschten den Erklärungen der Spe­zia­listen.

Frank Rieth, Abtei­lungs­kom­man­dant der Bon­felder Wehr, kennt sich mit seinen Kame­raden im neuen Ein­satz­fahr­zeug mit dem Kenn­zei­chen HN-OT 112 aus. „Wir haben schon Übungen gemacht, aber wir werden auch in Zukunft noch viel üben, damit im Ernst­fall alles sitzt.“

Neun Per­sonen können auf dem Löschzug zum Ein­satz fahren und haben 1600 Liter Wasser im Tank dabei. „Das ist wichtig, damit man vor Ort schon die Schläuche mit Wasser füllen kann, bevor man an das Wasser aus Hydranten oder Seen kommt.“ Die Pump­leis­tung beträgt 1000 Liter pro Minute. Mit fast 100 Kilo­me­tern pro Stunde rast der Wagen zum Ein­satz, er kos­tete 185 000 Euro.

Lange haben die Ver­ant­wort­li­chen an der Aus­stat­tung des Fahr­zeugs gefeilt, mehr­mals besuchten sie den Her­steller. Nun sind sie mit dem Ergebnis zufrieden. Bernd Küstner von der Firma Barth für Feu­er­wehr­technik erklärte: „Das Fahr­zeug ist das Opti­malste in seiner Gewichts­klasse, das im Land­kreis zur Verfügung steht.“ Mit den besten Wünschen über­reichte der Bad Rap­pen­auer Oberbürger­meister Hans Heri­bert Blättgen den Fahr­zeug­schlüssel an den Bon­felder Abtei­lungs­kom­man­dant Frank Rieth und einen zweiten, den zum älteren Löschfahr­zeug, das bis­lang bei den Bon­fel­dern Dienst tat, an Helmut Schön, den Tresch­klinger Abtei­lungs­kom­man­danten.

Ursprünglich war die Ver­tei­lung anders gedacht: Die Tresch­klinger Feu­er­wehr sollte das neue Fahr­zeug bekommen. „Aber im Laufe der Fer­ti­gung gab es Verände­rungen“, erklärte Blättgen. Es habe sich her­aus­ge­stellt, dass die Bon­felder Feu­er­wehr auf­grund der Bebauung des Indus­trie­ge­biets Buchäcker verstärkt werden müsse. Des­halb wurden die Löschzüge getauscht. Für Verstärkung auf den Löschfahr­zeugen sorgte der Freun­des­kreis Teddybär. Sein jüngstes Ver­eins­mit­glied, der achtjährige Flo­rian Will, über­reichte den Abtei­lungs­kom­man­danten je einen honig­far­bigen Teddybär. Die werden künftig bei jedem Ein­satz dabei sein und ver­unglückte Kinder trösten.

Bild: Im Visier der Hilfskräfte: Mit­glieder der Rap­pen­auer Feu­er­wehren haben sich die Fahr­zeuge ange­schaut, die nach Bon­feld und Tresch­klingen gehen.

Foto: Karo­line Beck