QR-Code zur Seite

Neuer Gerätewagen und neues Löschfahrzeug 2009 und 2011

Abstattvon Redaktion HSt

Wenn es sein muss, funkt der Schultes. Abstatts Bürger­meister Rüdiger Braun kann die Funk­an­lage im neuen Feu­er­wehr­haus bedienen. Und Orts­bau­meister Tim Breitenöder und Kämmerer Heiko Bleib­drey rücken bei Alarm mit dem ersten Zug aus. Seitdem Mit­ar­beiter der Gemein­de­ver­wal­tung und des Bau­hofes den blauen Rock tragen, ist die Tagespräsenz von Flo­ri­ansjüngern in der Gemeinde auf durch­schnitt­lich 20 Mann gestiegen. Das erfuhren die Gemeinderäte bei der Vor­stel­lung der überar­bei­teten Feu­er­wehr-Kon­zep­tion.

Der schrift­liche Appell von Feu­er­wehr-Kom­man­dant Gun­ther Leon­tiev fiel auf frucht­baren Boden. Er hatte die Bürger­ver­treter dazu auf­ge­rufen, „die Schlag­kraft der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Abstatt auch für die zukünftige Auf­ga­ben­er­le­di­gung sicher­zu­stellen“.

Reserve fehlt Ein­stimmig sprach sich der Gemein­derat dafür aus, 2009 für das bis­he­rige Trag­kraft­sprit­zen­fahr­zeug aus dem Jahr 1985 einen modernen „Gerätewagen Technik“ zu beschaffen. Zwei Jahre später wird das Löschgrup­pen­fahr­zeug LF 8 einem LF 20/16 Platz machen. Für die fer­nere Zukunft sieht die Kon­zep­tion einen neuen Kom­man­dan­ten­wagen, einen Ein­satz-Leit­wagen und ein neues Hil­fe­leis­tungslöschfahr­zeug vor.

Die Mann­schaftsstärke liegt gegenwärtig bei 82 Männern und Frauen. Das sind nach den Berech­nungen von Leon­tiev theo­re­tisch fünf Kräfte zu wenig, wenn eine 200-pro­zen­tige Reserve berücksich­tigt wird.

In die Überar­bei­tung der Kon­zep­tion sind auch die Risiken in der Gemeinde ein­ge­flossen. So gibt es 16 Firmen am Ort mit - aller­dings nicht näher spe­zi­fi­zierten - Risiken. Gewachsen sind die Anfor­de­rungen an die Wehr durch die Ansied­lung von Bosch. Das Unter­nehmen unterhält zwar eine Betriebs­feu­er­wehr, die aber, so Kreis­brand­meister Uwe Vogel, mit einer Werks­feu­er­wehr nicht gleich­zu­setzen sei.

Die müsse die Anfor­de­rungen einer Orts­wehr erfüllen, eine Betriebs­wehr nicht. Das Betriebsgelände falle also voll in den Zuständig­keits­be­reich der Abstatter Wehr. Aller­dings habe die Firma sehr viel für den vor­beu­genden Brand­schutz getan.

Der Kreis­brand­meister erklärte auch, wie - vor­aus­sicht­lich vom 1. April an - die Alar­mie­rung bei Unfällen und Bränden auf dem etwa drei Kilo­meter langen Abschnitt der A 81 gehand­habt wird, der auf Abstatter Mar­kung liegt. Da Abstatt keine Auf­fahrt habe, komme für den Erst­ein­satz zwi­schen den Anschluss­stellen Ils­feld und Unter­grup­pen­bach aus Zeitgründen nur die Wehr der Stet­ten­fels-Gemeinde in Frage. Ergänzungs­ein­heit sei die Berufs­feu­er­wehr in Heil­bronn. Für diese Einsätze auf seiner Mar­kung muss Abstatt zahlen. Meis­tens aber, ver­si­cherte Vogel, gebe es einen Unfall- oder Brand­ver­ur­sa­cher, so dass die Kosten sich im Rahmen hielten.

Erst wenn die Lage auf der Auto­bahn sehr brenzlig sei, müssten auch die Abstatter Feu­er­wehr-Leute ausrücken. Pfarrer und Feu­er­wehr­mann Ralph Her­mann werde als Not­fall-Seel­sorger immer dann und unabhängig von der Wehr gerufen, wenn es not­wendig sei, so Vogel gegenüberder Heil­bronner Stimme.

Bild: Im Gebiet „Rau­heck“ hat die Abstatter Wehr ihr neues Domizil. Seitdem sind alle 82 Mit­glieder zu einer Truppe ver­ei­nigt, die Abtei­lungen aufgelöst.

Foto: Kugler