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Neubau des Feuerwehrgästehauses am Titisee wird nach dem Lauffener Fritz Köhler benannt

Das Gästehaus der Baden-Württem­ber­gi­schen Feu­er­wehren ist in die Jahre gekommen. Nach der Grund­stein­le­gung im Jahre 1954 und seiner Fer­tig­stel­lung 1956 war es höchste Zeit, dass das von einem Verein getra­gene Sozi­al­werk sich den Erfor­der­nissen der heu­tigen Zeit stellt. Des­halb werden die drei Häuser nun grund­le­gend saniert bzw. neu gebaut.

Wie das Mit­glied des Ver­eins­aus­schusses für die Region Heil­bronn-Franken der Ober­sulmer Rein­hold Gall nun seinen Kame­raden des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes mit­teilte, wird der nun bezugs­fer­tige Neubau nach dem ehe­ma­ligen Feu­er­wehr­kom­man­danten von Lauffen Fritz Köhler benannt. Köhler, wie Gall selbst, war von 1952 bis zu seinem Tod im Jahre 1962 auch Mit­glied des Land­tags von Baden-Württem­berg.
In seiner Hei­mat­ge­meinde Lauffen gehörte der Sozi­al­de­mo­krat Köhler 1931 –33, da wurde er in Schutz­haft genommen und nach 1945 wieder dem Gemein­derat an, war dort stellv. Bürger­meister und Mit­glied des Kreis­tags.
Als selbstständiger Dach­de­cker­meister war er auch Ober­meister der Dach­de­cker­innung in Heil­bronn.

Darüber hinaus war Köhler Kreis­brand­meister, Präsident des dama­ligen Feu­er­wehr­ver­bandes Württem­berg-Hohen­zol­lern und Vor­sit­zender der Arbeits­ge­mein­schaft der Kreis­feu­er­wehr­verbände, wie auch Vor­sit­zender des Ver­eins Baden-Württem­ber­gi­sches Feu­er­wehr­heim am Titisee. Hierbei hat er sich große Ver­dienste erworben.
Nach dem hoff­nungs­vollen Bau­be­ginn 1954 gab es große Pro­bleme, ins­be­son­dere finan­zi­eller Art. Köhler war es, der die Hilfe des Landes in die Wege lei­tete und die Grund­lagen für einen gere­gelten Betrieb schuf. „Ohne ihn und sein Enga­ge­ment wäre diese her­vor­ra­gende Erho­lungs­ein­rich­tung wahr­schein­lich nie­mals fertig gestellt worden“, so Gall. Des­halb sei diese Namens­ge­bung eine Würdi­gung seiner Persönlich­keit und seiner großen Ver­dienste. Rein­hold Gall: „Der Name Fritz Köhler wird nun wieder ins Bewusst­sein vieler Feu­er­wehr­angehörigen rücken, wenn sie Gast am Titisee sein werden und für die Feu­er­wehren des Kreis­ver­bandes Heil­bronn wird dies Ver­pflich­tung sein, sich auch zukünftig für die Ein­rich­tung „Gästehaus Sankt Flo­rian“ zu enga­gieren“.

Tra­di­tion hat das Enga­ge­ment für das Erho­lungs­heim der Feu­er­wehren auch wei­terhin im Unter­land. Über viele Jahre war der Kom­man­dant Rolf Fried­rich, eben­falls aus Lauffen im Ver­eins­aus­schuß aktiv. Sein Enga­ge­ment wird nun seit 3 Jahren fort­ge­setzt vom aktiven Ober­sulmer Feu­er­wehr­mann und Land­tags­ab­ge­ord­neten Rein­hold Gall.

Der Vor­sit­zende des Heil­bronner Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Rein­hold Korb unter­streicht den Ein­satz der Unterländer Feu­er­wehren für das Gästehaus „Sankt Flo­rian“. „Unser Ver­band war der erste der sich bereit erklärte den Umbau finan­ziell zu unterstützen.“, so Korb. Durch eine Umlage an der sich alle Feu­er­wehr des Stadt- und Land­kreises betei­ligten konnten fast 35.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Rein­hold Korb: „Durch den Erwerb eines Paten­zim­mers, das als Fami­li­en­zimmer aus­ge­legt ist, bei dem wir wie­derum die ersten im ganzen Land waren, haben wir nun auch Vor­rechte bei der Bele­gung, was ein großer Vor­teil ist, denn das Haus hat eine Aus­las­tungs­quote von fast 100 Pro­zent.“ Korb for­derte die Feu­er­wehren des­halb auch auf von der Möglich­keit der Erho­lung am Titisee regen Gebrauch zu machen. Der Neubau böte nun auch attrak­ti­vere Möglich­keiten für die jüngere Gene­ra­tion, ins­be­son­dere auch für junge Fami­lien.