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Nachwuchs der Floriansjünger übt sich im Zielspritzen

Schwaigernvon Dieter Nödl, HSt

Das herr­liche Spätsom­mer­wetter lockte am Sonntag viele Rad­fahrer auf den Leintal-Radweg. Beliebter Zwi­schen­stopp war das Feu­er­wehr­ma­gazin in Stetten. Die Flo­ri­ansjünger fei­erten die 17. Auf­lage ihres Kel­ter­gas­sen­festes.

Zwei Dinge gehören beim Stet­tener Kel­ter­gas­sen­fest seit 1989 untrennbar zusammen: schönes Wetter und Sau­er­braten mit Spätzle. Am ver­gan­genen Sonntag war das auch wieder so. Um die Mit­tags­zeit waren Sitzplätze Man­gel­ware.

Die Wehrmänner um Abtei­lungs­kom­man­dant Werner Sailer hatten alle Hände voll zu tun, den Bestel­lungen nach­zu­kommen. Doch dank der tatkräftigen Unterstützung durch die Ehe­frauen gingen die großzügigen, schmack­haften Por­tionen fix über den Tresen. Der üppige Salat­teller machte dem Sau­er­braten dabei Kon­kur­renz.

Der Nach­mittag gehörte den kleinen Gästen. Während die Eltern beschau­lich bei Kaffee und Kuchen plauschten, übte sich der Feu­er­wehr-Nach­wuchs im Ziel­spritzen und im Dosen­werfen. „Wenn ich groß bin, gehe ich auch zur Feu­er­wehr“, war die fünfjährige Marina Kümmerle über­zeugt, nachdem sie mit der Was­ser­spritze das kleine Blech­haus aus­giebig ein­ge­weicht hatte. „Mein Papa und mein Opa sind auch dabei!“ Kehrte das Feu­er­wehr­auto von einer Aus­fahrt durch den Ort zurück, bil­dete sich sofort eine drängelnde Schlange war­tender Kinder. Alle wollten sie für die nächste Runde einen der begehrten Plätze ergat­tern.

Am Abend hatte sich das kleine Zelt zwi­schen der alten Kelter und dem Feu­er­wehr­ma­gazin wieder gut gefüllt. Alle war­teten auf das angekündigte Show­pro­gramm, das von acht Buben und Mädchen und dem kleinen Kro­kodil Schni-Schna-Schnappi eröffnet wurde. Die von Martin Dörr zusam­men­ge­tra­genen, hin­tergründigen Orts­nach­richten und ein Sketch sorgten danach für viele Lacher und beste Stim­mung. Ein erstes High­light setzten die „Come­dian Har­mo­nists“. Mit der Play­back-Nummer „Kannst du singen, Johanna?“, par­odierten Jürgen Wint­terle, Jürgen Kachel, Andreas Schil­ling und Martin Dörr das berühmte Gesangs­en­semble so gekonnt, dass sie um eine Zugabe nicht her­um­kamen. Einen großen Anteil am Erfolg hatte dabei die von Richard Schil­ling über­zeu­gend dar­ge­stellte Johanna.

Für einen furiosen Abschluss des Unter­hal­tungs­pro­gramms sorgte schließlich das Feu­er­wehr-Bal­lett. Acht gestan­dene Männer, vier davon in Frau­en­klei­dern, zau­berten im Takt flotter Wes­tern­musik einen Square Dance auf die Bühne. „Dafür habe ich mit den Jungs auch fünf Wochen lang hart trai­niert“, ließ Alina Sailer wissen.

Die Tochter des Feu­er­wehr­kom­man­danten holt sich für solche Num­mern immer Rat bei ihrer Tante in Nord­deutsch­land. „Die gibt mir Tipps für die Musik­aus­wahl und die Cho­reo­grafie. Als Trai­nerin ver­schie­dener Tanz­gruppen hat Tante Regina viel Erfah­rung. Die weiß, was beim Publikum ankommt.“ Das Publikum war der­selben Mei­nung. Zugabe-Rufe tönten durch das kleine Zelt.

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Der Nach­mittag des Kel­ter­gas­sen­festes in Stetten gehörte den kleinen Gästen. Sie pro­bierten mit dem Schlauch in der Hand das Spritzen. (Foto: Dieter Nödl)